Businessplan: kostenlose Beratung und Vorlage
Die Erstellung eines Businessplans ist für Unternehmerinnen und Unternehmer ein unverzichtbarer Schritt: Er hilft ihnen dabei, Struktur in ihr Projekt zu bringen und künftige Herausforderungen frühzeitig zu erkennen.

Warum ist ein Businessplan wichtig?
Der Businessplan bildet die Grundlage jedes unternehmerischen Vorhabens. Damit lassen sich die Geschäftstätigkeit, die Strategie, der Zielmarkt und der Finanzierungsbedarf klar darlegen. Die Erstellung eines Businessplans zwingt Unternehmerinnen und Unternehmer von Anfang an dazu, ihre vermeintlich soliden Annahmen einem Realitätstest zu unterziehen. Zudem stellt eine solche «Roadmap» eine Entscheidungsgrundlage für künftige Finanzierungspartner dar.
Die Zeit, die in die Erstellung dieses Dossiers investiert wird, zahlt sich aus: Sie hilft dabei, sich auf Fragen von Investoren und Banken vorzubereiten. Das spart bei den anstehenden Schritten wertvolle Zeit. Für Finanzierungspartner ist es wichtig, dass Ambitionen und Mittel übereinstimmen. Zudem kann ein Businessplan die Glaubwürdigkeit des Unternehmens gegenüber Geschäftspartnerinnen und -partnern erhöhen.
Wann ist ein Businessplan erforderlich?
Ein Businessplan ist nicht nur bei der Unternehmensgründung von Nutzen, sondern bleibt auch während der gesamten unternehmerischen Tätigkeit relevant:
- Gründung: Projekt formalisieren sowie Erstinvestorinnen und -investoren überzeugen
- Finanzierung: Bankkredite, Eigenkapital oder Investorinnen und Investoren mobilisieren
- Entwicklung: eine Expansion, Investition oder strategische Neuorientierung planen
- Rekrutierung: Kader oder Schlüsselpersonal anwerben
- Nachfolge: die Unternehmensübergabe vorbereiten
Der Businessplan ist nicht nur nach aussen hin von Nutzen, sondern auch ein wirksames Instrument für die interne Unternehmensführung. Er hilft bei der Festlegung messbarer Ziele sowie bei deren Verfolgung im Lauf der Zeit.
Die sechs Grundregeln eines Businessplans
Ein guter Businessplan beschränkt sich auf das Wesentliche, berücksichtigt jedoch alle Aspekte, die für die Adressatinnen und Adressaten wichtig sind:
- Ziel: Die Ziele der Verfasserin oder des Verfassers müssen schon auf den ersten Seiten klar erkennbar sein. Die Leserinnen und Leser müssen verstehen können, was von ihnen erwartet wird.
- Nachvollziehbarkeit: Die Struktur muss logisch sein und einen roten Faden aufweisen. Jedes Thema wird nur einmal behandelt, und zwar in einer klaren Abfolge.
- Umfang: Der Text sollte kurz und prägnant sein. Zu viele Daten verwässern das Wesentliche. Gleichzeitig sollte eine klare, leicht verständliche Sprache gewählt werden, die auch von Personen ohne Fachkenntnisse verstanden wird.
- Vollständigkeit: Sämtliche wichtigen Themen müssen behandelt werden, einschliesslich Schwächen, Konkurrenz, Marketing und Risiken.
- Schlüssigkeit: Die einzelnen Kapitel dürfen einander nicht widersprechen. Sind die Verkaufsziele mit den geplanten Marketingmassnahmen und dem vorgesehenen Personal erreichbar?
- Realitätsbezug: Ein Businessplan beschreibt eine realistische Situation. Es wird empfohlen, eine vorsichtige Variante mit eher konservativen Annahmen (tiefere Verkaufszahlen, höhere Kosten, längere Fristen) zu präsentieren.
Die Struktur eines Businessplans in elf Teilen
Ein vollständiger Businessplan lässt sich sinnvoll in elf Kapitel gliedern. Nicht alle Punkte sind für jedes Unternehmen gleichermassen relevant. Selbstständige oder kleinere KMU können einen vereinfachten, auf ihre Situation zugeschnittenen Ansatz wählen. Wichtig ist, diejenigen Punkte zu behandeln, die für das Vorhaben und die jeweilige Ansprechperson relevant sind.
- Zusammenfassung: Überblick über das Vorhaben auf einer Seite, mit klar formuliertem Zweck der Anfrage
- Unternehmensbeschreibung: Geschichte, Struktur, Management, Standort
- Produkte und Dienstleistungen: Beschreibung des Angebots, Positionierung, Produktlebensdauer
- Markt und Kundschaft: Marktumfang, Zielsegmente, allfällige Abhängigkeiten
- Konkurrenz: Analyse vorhandener Mitbewerber, Alleinstellungsmarkmale
- Marketing: Preispolitik, Kommunikation, Vertriebskanäle
- Fertigung und Zulieferer: Betriebsabläufe, Infrastruktur, Qualitätskontrolle
- Forschung und Entwicklung: vorgesehene Innovationen, gewerblicher Rechtsschutz
- SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken
- Finanzen: Finanzierungsplan, provisorische Erfolgsrechnung, Garantien
- Zeitplan: Meilensteine, wichtige Phasen, Umsetzungsfristen
Obwohl die Zusammenfassung ganz am Anfang steht, ist es wichtig, sie noch einmal zu prüfen, nachdem das gesamte Dokument erstellt ist.
Was ist eine SWOT-Analyse?
Die SWOT-Analyse ist ein Instrument zur strategischen Bewertung von Unternehmen jeder Art. Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist sie ebenso wertvoll wie für deren Ansprechpersonen, da sie zu einer realistischen Einschätzung der Situation beiträgt. Sie stärkt zudem die Glaubwürdigkeit des Dossiers, da sie sich auch mit den negativen Aspekten und den entsprechenden Abhilfemassnahmen befasst. Im Rahmen einer SWOT-Analyse werden vier Dimensionen betrachtet, um sich ein umfassenderes Bild von den Faktoren zu verschaffen, die sich auf das Vorhaben auswirken können:

Was zeichnet einen guten Businessplan aus?
Laut Noé Koller, Unternehmensberater bei der FKB, zeichnet sich ein überzeugender Businessplan durch drei wesentliche Merkmale aus:
Klarheit:
- eine übersichtliche Struktur priorisieren, um Missverständnisse und Informationsüberlastung zu vermeiden
- eine einfache, verständliche Sprache verwenden und Fachjargon vermeiden
Relevanz:
- auf die Informationen beschränken, die für das Verständnis und die Entscheidungsfindung erforderlich sind
- auf unnötige Details verzichten
Realitätsbezug:
- eine klare Vision formulieren und mit überprüfbaren Fakten untermauern
- darauf achten, dass Projektionen schlüssig und realisierbar sind
Sparen Sie Zeit!
Die FKB bietet Ihnen eine Businessplan-Vorlage, die Sie nur noch auszufüllen brauchen. Unsere Bankspezialistinnen und -spezialisten haben bereits die Struktur entwickelt – so können Sie sich ganz auf den Inhalt konzentrieren.
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