2018

  • Politische Unsicherheiten belasten weiter

    Da die italienische Regierung keinerlei Anstalten mache, im Haushaltsstreit auf die EU zuzugehen, blieben die Anleger in der vergangenen Börsenwoche nervös, kommentieren Volkswirte. Auch die Furcht vor unabsehbaren Folgen eines möglichen „No-Deal-Brexit“ sorgten für Verunsicherungen am Markt. Im Handelsstreit zwischen den USA und China zeichnet sich zwar derzeit keine Verschärfung ab, aber auch hier müssen sich die Anleger weiter gedulden. Es sei fraglich, ob ein Deal der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt bereits beim G20-Treffen Ende des Monats geschlossen werden kann. Zu diesen drei politischen Themen - „Italien“, „Brexit“ und „Handelsstreit“ - gesellte sich zuletzt mit „Nordkorea“ wieder ein (nicht unbekanntes) viertes. Dass das weitgehend isolierte Regime nach Angaben staatlicher Medien eine neu entwickelte High-Tech-Waffe getestet hat, dürfte nicht zur Nervenberuhigung der Anleger beitragen. Im Wochenvergleich verlor der Swiss Market Index (SMI) 1.8% und schloss bei 8‘907.39 Punkten. Dieses Minus darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Standardwerte-Index SMI in den ersten November-Wochen wieder etwas von den schmerzhaften Kursverlusten vom Oktober fangen konnte. Mittlerweile trennen das Börsenbarometer etwa 4% vom Tief von Mitte Oktober.

  • MIDTERMS OHNE ÜBERRASCHUNG

    Die Zwischenwahlen in den USA sorgten für keine Überraschungen. In einer demokratischen Mehrheit im Repräsentantenhaus und einer stärkeren republikanischen Kontrolle über den Senat spiegeln sich die wahren Kräfteverhältnisse Amerikas recht genau. Die Republikaner haben sich besser geschlagen als erwartet wurde, während die vorausgesagte Flutwelle der Begeisterung für die Demokraten eine recht bescheidene Woge blieb, zu harmlos jedenfalls, als dass sie die republikanischen Dämme hätte brechen können. Die Märkte werden dieses Ergebnis mögen und reagierten darauf erleichtert. Damit ist ein Unsicherheitsfaktor vom Tisch, der zuvor die Anleger vorsichtig gemacht hatte. Man geht davon aus, dass Präsident Trump mit diesem Ergebnis seine Wachstums-Agenda mit Steuersenkungen und Deregulierung voraussichtlich weiterführen kann. Auch die Wachstums- und Inflationsaussichten für die USA und die Weltwirtschaft sollten unverändert bleiben. Die Arbeitslosenrate in der Schweiz verharrt bei 2.4 % auf Vormonatswert. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 27‘485 Personen. In der Eurozone erfasst die Wirtschaftliche Abkühlung den Dienstleistungssektor. Der wichtige Frühindikator fiel von 54.1 auf 53.1 Punkte. Erwartet hatte man 52.7 Punkte. Obschon die finalen Schätzungen für Deutschland und die Eurozone besser ausfielen als zunächst berichtet sind die Zahlen insgesamt enttäuschend. Die wirtschaftliche Abkühlung setzt sich im 4. Quartal fort und hat nun auch den Dienstleistungssektor erfasst. Im Wochenvergleich gewinnt der SMI 0.91 % und schliesst mit 9074.03 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking Murten 026 672 85 16

  • TURBULENT

    Vor einigen Wochen stellte man sich noch die Frage, ob es zu einer Jahresendrally kommen würde. Nun, die gegenwärtige Lage lässt eine solche Aussicht noch offen, doch wird es brenzliger. Die Ampeln stehen eher auf Orange und der Weg in Richtung Grün wird neblig. Dieser Nebel könnte sich verdichten, sollte die Italienkrise weiter eskalieren. Auch die geopolitischen Themen und die Nachrichten der Schwellenländer verunsichern die Märkte weiterhin. In dieser Periode, geprägt von den eingangs er-wähnten Unsicherheiten, spricht man wieder ver-mehrt vom Edelmetall Gold. Dieses Jahr hatte das Gold lange kaum auf die negativen Nachrichten reagiert. Jüngst gelang diesem jedoch der Durchbruch der Marke von 1200$ pro Feinunze und befindet sich nun bei 1231$, aber noch weit entfernt vom Aprilhoch von über 1350$. Sollte sich in nächster Zeit das Spektrum einer US-Rezession bestätigen, könnte dies den Goldpreis weiterhin beeinflussen. BÖRSE Im sommerlichen Herbstmonat Oktober wurde es an den Börsen eher kühler, und der SMI musste 1,15% preisgeben. Seit einigen Tagen kommen immer wieder recht gute Unternehmensresultate zum dritten Quartal, diese geben den Märkten wieder Auftrieb. Diese erlaubten dem SMI einen Anstieg in die Nähe der 9‘000 Punkte. Allein der Gewinn vom Donnerstag (über 1,80%) konnte den Oktoberverlust voll ausgleichen. Mit einem Wochenplus von 326.50 Punkten liegt SMI nun bei 8‘992.30 Zählern. JOSEF GRECA Vermögensverwaltung Freiburg 026 350 74 20

  • TURBULENTER OKTOBER

    Eigentlich ist ja der Oktober in der Regel ein guter Aktienmonat. Seit 1988 legt der Schweizer Aktienmarkt im Schnitt 1,44 Prozent zu. Nur der Monat Dezember ist mit 1,57 Prozent noch ein wenig besser. In diesem Jahr gibt es jedoch wenig Grund zur Freude, liegt doch der Swiss Market Index für den laufenden Monat mit einem Minus von über 4 Prozent im tiefroten Bereich. (Zu)viele Unsicherheitsfaktoren belasten derzeit die Finanzmärkte. Dies veranlasst derzeit viele Investoren an der Seitenlinie zu verharren und dem ganzen Treiben aus sicherer Distanz zuzuschauen. Gemäss Analysten dürften uns die volatilen Börsenkursentwicklungen durchaus noch ein wenig begleiten. In der Berichtswoche haben wieder einige Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt. Für Aufsehen sorgte der Zahlenkranz von AMS (- 20,53%). Zwar kehrte der Chiphersteller im 3. Quartal wieder auf den Wachstumspfad zurück, die Margenentwicklung wurde von den Investoren jedoch gar nicht goutiert. Auch das Zahlenset von ABB (- 7%) sorgte für Enttäuschung. UBS (- 5,09%) übertraf mit ihrem Gewinnausweis die Erwartungen deutlich und mit soliden Zahlen vermochte auch LafargeHolcim (- 0,12%) zu überraschen. Erneut Rekordwerte auf Stufe Umsatz und Ertrag präsentierte Sika (+ 0,17%). Der Titel ist im Übrigen einer von nur vier SMI-Werten, welcher eine positive Wochenperformance vorweisen konnte. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich büsst der Swiss Market Index (SMI) 2,33 Prozent oder 206,29 Einheiten auf 8‘665.80 Zähler ein. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 3,01 Prozent und schliesst bei 1‘357,56 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 2,35 Prozent auf 10‘222,78 Zähler reduzierte. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25