2020

  • TRUMP-TWEET BEFLÜGELT ÖLPREIS

    Ein Tweet von US-Präsident Trump verhalf dem Ölpreis in der abgelaufenen Börsenwoche zu einem Höhenflug. Er habe mit dem Kronprinz Saudi-Arabiens gesprochen, liess dieser verlauten. Der Kronprinz wiederum soll sich zuvor mit Russlands Präsident Putin ausgetauscht haben. Trump «hoffe» und «erwarte» nun, dass dem Förderstreit nun ein Ende gesetzt und 10 Mio. Barrel Öl weniger gefördert werde. Weder Moskau noch das saudische Königshaus bestätigten einen Anruf. Der Ölpreis der Sorte Brent kletterte trotzdem um xx Prozent in die Höhe. Am Schweizer Aktienmarkt vermeldete ABB (- 8,15%) am Montag, dass aufgrund der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang in allen Geschäftsbereichen zu rechnen sei. Der Konzern verzichtete zudem auf einen Ausblick für das Gesamtjahr. Tags darauf zog der Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli (+ 1,84%) seine Gewinnprognosen zurück, bekräftigte aber seine Dividendenzahlung. Nachdem der österreichische Sensorenhersteller AMS (- 16,34%) seine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des milliardenschweren Osram-Kaufs nur zu 70% unterbringen konnte, fiel der Aktienkurs auf ein Mehrjahrestief. Der Rest der Anleihe steckt nun bei den Banken, u.a. auch der UBS (- 4,56%). Die Indexschwergewichte Nestlé (+ 5,05%), Novartis (+ 7,43%) und Roche (+ 8,78%) stützten mit signifikanten Kursavancen den Gesamtmarkt. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 2,74 Prozent oder 246,07 Einheiten auf 9'242,44 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 5,78 Prozent und schliesst bei 1'326,09 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 3,24 Prozent auf 11'286,08 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • HILFSPAKETE STÜTZEN

    Die Coronavirus-Pandemie hat die Aktienmärkte fest im Griff. Die Folgen dieser Krise lassen sich noch eine ganze Weile nicht abschätzen. Einen ersten Anhaltspunkt könnte die in wenigen Wochen anlaufende Quartalsberichterstattung liefern. Erste Erhebungen von Economiesuisse zeigen, dass die Umsätze vielerorts um 20% eingebrochen sind. Es ist damit zu rechnen, dass die Umsätze in den nächsten Monaten weiter zurückgehen. Die Anträge auf Kurzarbeit sind diese Woche auf 656’000 gestiegen. Am Donnerstag wurden die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe der letzten Woche publiziert. Es haben 3.3 Millionen Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Das ist vier Mal mehr als der bisherige Rekord. Die Arbeitslosenquote ist nun bei 5,5%. Diese Woche wurden die Märkte hauptsächlich durch die Ankündigung von Wirtschaftshilfspakete gestützt. Die US-Regierung hat ein 2 Billionen schweres Hilfspaket angekündigt. Der US-Leitindex reagierte prompt auf diese Meldung und legte innerhalb von drei Tagen satte 21% zu. Die G20-Staaten werden über 5 Billionen USD in die Weltwirtschaft investieren um die Corona-Krise abzufedern. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 4.3% bei 8'996.37 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Von den Tiefstständen (vorerst) etwas erholt

    Vor weniger als zwei Monaten berichtete ich hier noch vom Allzeithoch des Schweizer Aktienmarktes. Dann kam die weltweite, rasante Ausbreitung des Coronavirus, welche Panik über die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie auslöste und somit massive Kursverluste verursachte. Die Börse unterliegt gegenwärtig so starken Kurs- und Stimmungsschwankungen wie noch selten zuvor. Am einen Tag acht Prozent runter, am nächsten wieder fünf rauf. Diese Nervosität kommt nicht von ungefähr. Denn noch lassen sich die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht abschätzen. Neben den täglich zur Veröffentlichung anstehenden Statistiken rund um die Coronavirus-Pandemie gilt das Interesse der Marktakteure vermehrt auch den konjunkturellen Vorlaufindikatoren. In der Berichtwoche wurden anfangs nochmals neue Tiefststände registriert, bevor sich der Schweizer Aktienmarkt wieder etwas erholte. Der Swiss Market Index (SMI) gewann im Wochenvergleich 3 Prozent und schloss bei 8'623.86 Punkten. Das wirtschaftliche Massnahmenpaket des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschehen an der Schweizer Börse. Nach dem massiven Kursverfall nimmt aber bei den meisten Aktien eine (Zwischen-)Erholung Gestalt an. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • VERSCHNAUFPAUSE AN DEN MÄRKTEN

    Die gute Stimmung an den Märkten wurde diese Woche durch das Coronavirus getrübt. Die Zunahme der neuen Fälle ausserhalb Chinas verunsichert die Investoren. Aufgrund des Virus erwartet die chinesische Regierung einen starken Rückgang des Aussenhandels in den ersten beiden Monaten. Nach einem Unterbruch der Produktion für mehrere Wochen wird erwartet, dass sich ende Februar die Produktion wieder normalisiert. Peking sucht Massnahmen, um die Wirtschaft zu fördern. Kaum Einfluss hatte die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank. Die FED bestätigte, dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten wird und die Entwicklung der Epidemie im Auge behält. An der Schweizer Börse gaben zwei Ankündigungen zu reden. UBS kündigte den Rücktritt von Sergio Ermotti an. Dieser wird durch Ralph Hamers ersetzt. Die Nachricht wurde vom Markt begrüsst und wird allgemein als kluger Schachzug aufgenommen. Der Rückversicherer Swiss Re hat am Donnerstag schwache Jahreszahlen veröffentlicht. Der Abschluss ist durch umfangreiche Grossschäden geprägt. Der Titel gab um 8.1% nach. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 11'270 Punkten gestiegen und beendet die Woche mit einem Minus von 0.16% bei 11'110.78 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung

  • Allzeithoch - Coronavirus hin oder her

    Gegen das billige Geld der Notenbanken kommt (bis jetzt) auch eine Epidemie nicht an. So hat der Swiss Market Index (SMI) in einer Woche, in der die industrielle Produktion in China praktisch stillgelegt war, mit Schwung die Marke von 11'000 Punkten genommen und gleichzeitig die beste Woche seit langem hingelegt. Im Wochenvergleich gewann der Standardwerte-Index SMI 3.52% und schloss auf 11'001.53 Punkten. Das neue Allzeithoch wurde am Donnerstag bei 11'061 Punkten markiert. Damit befindet sich der Leitindex auch im Vergleich zum Schlussstand von Ende 2019 wieder klar in positivem Terrain. Im Anschluss an die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten der Vorwoche hätte diese Woche nun die Produktion in den Fabriken wieder voll aufgenommen werden sollen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben aber die chinesischen Behörden verordnet, dass die Produktionsstätten vorläufig geschlossen bleiben. Offenbar dominiert an den Märkten jedoch derzeit die Hoffnung, dass es lediglich zu einer kleinen wirtschaftlichen Delle kommen wird, welche im Jahresverlauf wieder ausgebügelt werden kann. Viele gehen derzeit auch davon aus, dass die Viruskrise eher die chinesische Wirtschaft und weniger Europa und Amerika treffen dürfte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Zwischenzeitlich neue Rekordmarke

    Nachdem der Swiss Market Index (SMI) in der Berichtwoche zunächst eine neue Rekordmarke gesetzt hatte, bremste das Lungen-Virus in China die Aktienmärkte kurzzeitig aus. Aber schon zum Wochenschluss haben die Märkte den Rücksetzer mehr oder weniger wieder wett gemacht. Die Investoren begrüssen die bisherigen Massnahmen der chinesischen Regierung und deren transparentes Umgehen mit der Lage, kommentierten Börsenhändler. Für Erleichterung hatte schon am Donnerstag die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesorgt, als sie auf das Ausrufen einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" verzichtet hatte. Auf der Konjunkturseite überraschten die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie der grössten EU-Volkswirtschaft Deutschland positiv. Dass die Märkte derzeit weiter nach oben tendieren, hat laut Analysten natürlich auch mit der politischen Entspannung zu tun. Das Teilabkommen zwischen den USA und China in dem seit anderthalb Jahren andauernden Handelsstreit hat viele Gemüter erst einmal beruhigt. Aber auch andere Konfliktherde, wie die Auseinandersetzung zwischen dem Iran und den USA passten in dieses Bild, da auch hier eine Eskalation abgewendet werden konnte. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'849.75 Punkten und somit im Wochenvergleich praktisch unverändert (+0.07%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

2019

  • Doppelte Freude

    Für positive Stimmung an den Aktienmärkten sorgten in der zweiten Wochenhälfte die Entwicklungen in Grossbritannien sowie im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach dem klaren Sieg für Boris Johnson bei der britischen Parlamentswahl und dem vorläufigen Burgfrieden im US-chinesischen Zollstreit könnte der Weg für eine Jahresendrally frei sein. Die USA und China haben sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf ein Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte. Teil der Einigung ist demnach die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätte in Kraft treten sollen. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt. Die USA hätten sich auch verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen. Zusammen mit dem deutlichen Wahlsieg von Premierminister Boris Johnson in Grossbritannien könnte sich die politische Unsicherheit Experten zufolge nun erst einmal verflüchtigt haben. Boris Johnson sicherte sich bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit und will den Brexit damit nun bis Ende Januar vollziehen. Nach den Kursabgaben zu Wochenbeginn registrierte der Swiss Market Index (SMI) auf Wochenbasis noch ein Minus von 0.33% und schloss auf 10'429.27 Punkten. Dabei verhinderten vor allem die Index-Schwergewichte eine höhere Notierung. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • DEN ZINSEN SEI DANK!

    Wer erinnert sich noch? Vor genau einem Jahr, anfangs Dezember 2018, befand sich der SMI bei knapp 9'200 Punkten. Danach ging es nur noch in eine Richtung, nämlich bergab bis zum Jahresschlussstand von 8'429.30 Zählern. Einer der Hauptgründe dieses Rückgangs waren Ängste betreffend weltweit höhere Zinsen für das neue Jahr. Knapp ein Jahr später scheint für die meisten Aktienmärkte die Sonne. Auch unser Börsenindex konnte seither über 2'000 Punkte zulegen und befindet sich heute bei 10'463.88 Punkten. Ein beachtliches Plus von 24,14%, was wohl nur wenige erwartet hätten. Auf was ist diese starke Verbesserung zurück zu führen? Einerseits haben sich die negativen Makroeinflüsse nicht vermehrt, dieser Bereich hat sich sogar beruhigt. Viel wichtiger ist jedoch der Einfluss der Zinsrückgänge. Die Kehrtwende der Zinspolitik, besonders jene der US-Notenbank Fed, beflügelte die verschiedenen Börsenplätze. Der US-Leitzins liegt nun, nach der letzten Herabsetzung vom vergangenen 30. Oktober um 0,25% (bereits die dritte seit diesem Sommer), bei 1,75%. Der heutige Wochenbericht ist mein letzter einer langen Serie. In meinem ersten Bericht im April 2005 übersprang der SMI die 6000er-Hürde. Seither gab es über viele starke Rückschläge und neue Rekorde zu berichten. Unseren treuen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Rubrik. Josef Greca Vermögensverwaltung, Freiburg

  • Die Hoffnung stirbt zuletzt…

    … dies hat sich auch in der vergangenen Handelswoche gezeigt, wenn es um den Handelsstreit zwischen den USA und China und dessen Auswirkungen auf die Börse ging. Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich auf breiter Front verbessert. Ausgelöst wurde der Stimmungsumschwung von einem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, der am späten Donnerstagabend in Washington sagte, beide Seiten seien nur noch "wenige Federstriche" von einem Zwischenabkommen entfernt. Er sagte aber auch, das Abkommen sei noch nicht in trockenen Tüchern. Die beiden Handelsdelegationen stehen derzeit in Videokonferenzen in Kontakt zueinander, um Details des angestrebten "Phase-1-Abkommens" zu besprechen. Sollte sich die Hoffnung im Handelsstreit erfüllen und die zurückgehende Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union bestätigen, stehe einem Weihnachtsrally nicht mehr viel im Weg, heisst es am Markt. Seit der zweiten Oktober-Hälfte bewegt sich der Swiss Market Index (SMI) wieder auf Rekordterrain. Nachdem das Börsenbarometer zuletzt etwas zurückgefallen ist, fehlen wieder weniger als 100 Punkte zur Bestmarke bei 10'356 Punkten. Das Geschäft in der Berichtwoche beschreiben Händler insgesamt als relativ ruhig. Auch der Eurex-Verfall belebte den Markt kaum. Der SMI beendete den Handel auf dem Vorwochen-Niveau. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KONJUNKTURDATEN ENTTÄUSCHEN

    Diese Woche wurde durch die zunehmenden Konjunktursorgen gekennzeichnet. In der Schweiz hat der Einkaufsmanagerindex für die Industrie (PMI) den tiefsten Stand seit Juli 2009 erreicht. Dieser ist auf 44.6 Punkte gesunken. Ein Wert unter 50 Punkten bedeutet eine Verschlechterung der Bedingungen. In guter Verfassung bleibt der Dienst-leistungssektor, welcher ca. 80% der Wirtschafts-leistung in der Schweiz ausmacht. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den USA und in Europa ab. In beiden Wirtschaftsregionen weisen die Industrieindikatoren eine negative Tendenz auf. In den USA sind auch die Daten für den Dienstleistungssektor (ISM Services) enttäuschend ausgefallen. Der Index ist von 56.4 auf 52.6 Punkte zurückgekommen. Es scheint, dass die Schwäche des Industriesektors auf den Dienstleistungssektor abfärbt. Auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes deutet auf eine Abkühlung der Wirtschaft hin. Im September wurden leicht weniger Stellen als erwartet geschaffen. Die Arbeitslosenquote befindet sich auf den tiefsten Stand seit 1969, bei 3.5%. Der Monat Oktober hat bei den Anlegern einen schlechten Ruf. In der ersten Oktober Woche wird er diesem gerecht. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Minus von 2.09% bei 9'827.72 Punkten. Seit Jahresbeginn liegt der SMI aber bei einem sehr erfreulichen Plus von 16.59%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Investoren sind vorsichtig optimistisch

    Für eine Entspannung auf dem Börsenparkett hat die vergangene Handelswoche nicht gesorgt. Weder mit Blick auf die politische Entwicklung, noch was die Wirtschaft angeht. In Sachen Brexit kochen die Gemüter der Politiker und Journalisten in Anbetracht der Lähmung von Regierung und Parlament erneut hoch. Die juristische Ohrfeige für Premier Boris Johnson durch das oberste Gericht schwächte seine Position einmal mehr. Die von ihm verhängte Parlaments-Pause sei "ungesetzlich", lautete das klare Urteil. In den USA beherrscht einmal nicht der Handelsstreit mit China die politische Bühne. Hier steht Präsident Donald Trump wegen möglichem Machtmissbrauch und einem von den Demokraten angestrebten Amtsenthebungsverfahren unter hohem Druck. Der Vorwurf lautet, eine ausländische Macht zur Beeinflussung der US-Wahl aufgefordert zu haben. Trotz der gravierenden Vorwürfe werden einer Anklage angesichts der republikanischen Mehrheit keine grossen Chancen eingeräumt. Deren Auswirkungen auf die Wirtschaft dürften entsprechend letztlich auch eher gering bleiben. Es bestehe immerhin die Gefahr, dass der politische Fokus auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren den Handelsstreit mit China in den Hintergrund rücken lasse, kommentierten Analysten. In dieser Sache kamen zuletzt von der chinesischen Seite gewisse Entspannungssignale, was die Aktienmärkten zum Wochenschluss positiv tendieren liess. Nachdem der Swiss Market Index (SMI) bis zur Wochenmitte noch geschwächelt hatte, kämpfte er sich wieder auf das Vorwocheniveau zurück und schloss bei 10'037.81 Punkten (-0.19%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KEINE NORMALISIERUNG IN SICHT

    Diese Woche waren alle Blicke auf den EZB-Präsident Mario Draghi gerichtet. Wie von den Finanzmärkten erwartet, hat die EZB den Einlage-satz von -0.4% auf -0.5% gesenkt. Die Zinsen werden auf diesem Niveau belassen, solange das Inflationsziel von 2% nicht erreicht ist. Ausserdem wird die EZB ab dem 1. November die Anleihenkäufe wieder aufnehmen. Sie wird 20 Milliarden Wertschriften pro Monat erwerben. Mit diesen Massnahmen möchte Mario Draghi die schwächelnde Wirtschaft wieder ankurbeln. Unter Ökonomen wird jedoch gezweifelt ob diese weitere Zinssenkung eine Wirkung auf die Konjunkturlage haben wird. Mit diesen Schritten ist eine Normalisierung der Zinsen in weiter Ferne gerückt. Auch die nächste Woche stehen die Zentralbanken im Fokus. Die FED sowie die SNB halten ihre Sitzung. Wird die SNB mit der EZB mitziehen und die Zinsen senken? Die Mehrheit der Analysten gehen von einer Zinssenkung von 0.25% auf -1% aus. Im Handelsstreit zwischen China und den USA gab es weitere Zeichen der Entspannung. China hat Ausnahmen von Straffzöllen auf US Waren verkündet. Im Gegenzug hat Donald Trump die Einführung der neuen Strafzölle um zwei Wochen verschoben. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 10’140.93 Punkten gestiegen und beendet die Woche bei 10’047.34 Punkten oder ein Minus von 0,26%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg