2019

  • Unter anderen dank Novartis

    Der Schweizer Aktienmarkt registrierte in der Berichtwoche zuerst vier Tage in Serie steigende Kurse, bevor es zum Wochenschluss zu einigen Gewinnmitnahmen kam. Dem Swiss Market Index (SMI) ist dabei zwischenzeitlich ein erneuter Anstieg über 10‘000 Punkte gelungen. Zum Wochenschluss notierte der Standardwerte-Index wieder etwas unter dieser Marke bei 9‘937.03 Punkten, was im Wochenvergleich einem Plus von 1.78 Prozent entspricht. Unterstützt wurde der Markt durch die Aussicht auf eine weiterhin lockere Geldpolitik sowie von einem starken Quartalsergebnis des Index-Schwergewichts Novartis. Am Berichtstag sind zu Novartis verschiedene Kurszielerhöhungen, verbunden mit positiven Kommentaren eingetroffen, was die Aktie des Pharmariesen über die Woche gesehen über 6 Prozent steigen liess. Die allgemeine Bilanzsaison zeigte bisher eher ein gemischtes Bild. In nicht wenigen Firmenabschlüssen hinterlässt der nun schon seit Monaten andauernde Handelsstreit der USA mit China zusehendes tiefere Spuren. Auch ein Blick wert war der Devisenmarkt. Der Euro ist zum Franken weiter ins Rutschen geraten. Er hat das Zwischentief von Ende Juni unterschritten und notierte am Freitag so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür waren Spekulationen über eine bevorstehende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • AKTIENTABLEAUS BLEIBEN PRAKTISCH UNVERÄNDERT

    An den diversen Schweizer Indextableaus kommt es per Mitte September nur zu margina-len Änderungen. Aufgrund der zur Jahresmitte durchgeführten ordentlichen Indexprüfung durch die Schweizer Börse SIX bleibt die Zusammensetzung beim SMI- als auch beim SLI-Index unverändert. Im Frühling kam es hier bereits zu einer grösseren Anpassung. Damals stieg Alcon (- 0,64%) nach der Abspaltung von Novartis (- 2,91%) direkt in den SMI auf. Einzig beim SMIM-Index wird der Vermögensverwalter GAM (- 5,07%) durch den Industriekonzern Bucher (- 5,22%) ersetzt. Im SMIM befinden sich die 30 Unternehmensaktien welche unmittelbar hinter dem SMI rangieren, also die Plätze 21 bis 50 auf der Rangliste nach Grösse und Liquidität einnehmen. Zum Wochenstart ernannte Julius Bär (- 5,97%) Philipp Rickenbacher zum neuen CEO. Der Verwaltungsrat wählte somit einen internen Kandidaten. Am Markt war teilweise darauf spekuliert worden, der ehemalige CS-Manager Iqbal Khan könnte neuer Konzernchef werden. Tags darauf meldete ABB (- 3,19%) den Verkauf des Solarwechselrichtergeschäfts an die italienische FIMER SpA. Der Schritt wurde zwar von den Analysten insgesamt als strategiekonform positiv gewürdigt, aber er führt auch zu finanziellen Belastungen. Nach Kurszielreduktionen kamen ebenfalls die Papiere von Adecco (- 6,11%) als auch jene von Sika (- 6,61%) und Druck. Begründet wurden die Entscheide zum einen durch den sich abschwächenden Wachstumstrend (Adecco) als auch durch den starken Kursanstieg seit der Kaufempfehlung (Sika). SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich büsst der Swiss Market Index (SMI) um 2,18 Prozent oder 217,24 Einheiten auf 9‘762.98 Zähler. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 1,64 Prozent und schliesst bei 1‘506,69 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 1,91 Prozent auf 11‘838.27 Zähler reduzierte. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25

  • EZB-Kandidatin Lagarde

    Die Aktienmärkte quittierten mit neuen Jahreshochs die Nachfolgeregelung für die EZB-Spitze. Die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde soll den Chefsessel von Mario Draghi übernehmen. Die Französin gilt als starke Unterstützerin des lockeren geldpolitischen Kurses von Draghi. Sie hat Erfahrungen mit Krisen, die Fähigkeit zu vermitteln, zu erklären und zu überzeugen. Wenn es ihr gelingt, Europa zu stabilisieren, nützt das auch der Schweiz. Sie ist eine gute Wahl. Die USA giessen erneut Öl ins Feuer. Nach dem Burgfrieden im Handelsstreit mit China nimmt die Regierung unter Präsident Donald Trump nun wieder Europa ins Visier. Für etliche europäische Exporte von Lebensmitteln wie Oliven, Fleisch und Käse über Whisky bis hin zu Gusseisenrohren, könnten die Einfuhrschranken erhöht werden. Trump hat mit der EU nun seinen nächsten Gegner im globalen Handelskrieg gefunden. Die Schweizer Konsumentenpreise sind im Juni stabil geblieben. Der Preisdruck in der Schweiz bleibt gering. Mit der Aufwertung des Frankens und dem seit April deutlich gefallenen Erdölpreis hat er zuletzt sogar weiter abgenommen. So sind die Preise für Heizöl und Steinobst deutlich gesunken, während die Preise für Pauschalreisen ins Ausland und für Fruchtgemüse gestiegen sind. Man rechnet im Durchschnitt mit einer Inflation von 0.60 % in diesem und 1.0 % im nächsten Jahr. Im Wochenvergleich gewinnt der SMI 0.83 % und schliesst mit 9980.22 Punkten. Max Hochuli Private Banking Murten 026 672 85 16      

  • Vor G20-Gipfel mit angezogener Handbremse

    Ein Schritt vor und wieder zwei zurück, so umschreiben mehrere Marktbeobachter in diesen Tagen das Geschehen am Schweizer Aktienmarkt. Dabei hatte der Schweizer Standardwerte-Index kürzlich noch ein Allzeithoch von über 10‘000 Punkten geschafft. Der Handelsstreit zwischen den USA und China hält die Finanzmärkte derzeit in Atem. Je nach Ausgang der Gespräche zwischen Trump und Xi am G20-Gipfel in Japan erwarten Ökonomen starke Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Nach Ansicht von Experten deutet einiges darauf hin, dass es im Zollstreit zu einer vorläufigen Waffenruhe der beiden Länder kommen könnte. Denn Trump steht in den USA enorm unter Druck. Ein Scheitern der Gespräche könnte sich fatal auf die US-Wirtschaft auswirken und damit auf seine Chancen, im kommenden Jahr wiedergewählt zu werden. Und auch in China gibt es wirtschaftliche Probleme. Beide Seiten sollten daher Interesse daran haben sicherzustellen, dass der Handelskonflikt nicht noch weiter eskaliert. Laut einem Pressebericht vom Donnerstag hat Trump bereits zugesagt, auf weitere Zölle vorerst zu verzichten. Im Vorfeld des G20-Gipfels war der Schweizer Aktienmarkt in der Berichtwoche mit angezogener Handbremse unterwegs. Die Anleger wollten sich davor nicht aus dem Fenster lehnen. Im Wochenvergleich registrierte der Swiss Market Index (SMI) ein kleines Minus von 0.25 Prozent und schloss auf 9‘898.24 Punkten. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • GERINGE REZESSION

    Bekanntlich befindet sich ein Land in der Rezession, wenn zwei aufeinanderfolgende Quartale eine negative Wachstumsrate aufweisen. Seit der Finanzkrise dauert der Aufschwung der Weltwirtschaft nun schon zehn Jahre. Obwohl das Wachstum weniger Schwung hat als in anderen Expansionsphasen, ist es ausdauernder. Es gab wohl zwischendurch Schwächephasen, wie 2012 die Schuldenkrise in Europa. Nur fünfzehn Länder befanden sich letztes Jahr in der Rezession. Das bekannteste unter ihnen war Italien, mit einem geringen Minus für das zweite Halbjahr. Dank einer positiven Wachstumsrate im ersten Quartal 2019 kann Italien den Reigen der Rezessionsländer wieder verlassen. Gemäss den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden dieses Jahr nur noch dreizehn Länder mit einer rückläufigen Wirtschaftsaktivität zu kämpfen haben. Darunter befinden sich Länder wie die Türkei, Venezuela oder Iran. Also nicht unbedingt Länder, die weltwirtschaftlich tiefe Spuren hinterlassen sollten. Weiter geht der IWF davon aus, dass bis zum Jahr 2024 die Gesamtzahl der Rezessionsländer gar auf fünf schrumpfen sollten, ein nie erreichtes Rekordtief. Der wiederaufflammende Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte das konjunkturelle Bild verdüstern. Auch die Ungewissheiten rund um den Brexit führen zu weiteren Unsicherheiten. In dieser ersten Juni-Woche gewinnt der SMI 2,36% (225,15 Punkte) und liegt nun bei 9‘749.13 Zählern. Bekanntlich befindet sich ein Land in der Rezession, wenn zwei aufeinanderfolgende Quartale eine negative Wachstumsrate aufweisen. Seit der Finanzkrise dauert der Aufschwung der Weltwirtschaft nun schon zehn Jahre. Obwohl das Wachstum weniger Schwung hat als in anderen Expansionsphasen, ist es ausdauernder. Es gab wohl zwischendurch Schwächephasen, wie 2012 die Schuldenkrise in Europa. Nur fünfzehn Länder befanden sich letztes Jahr in der Rezession. Das bekannteste unter ihnen war Italien, mit einem geringen Minus für das zweite Halbjahr. Dank einer positiven Wachstumsrate im ersten Quartal 2019 kann Italien den Reigen der Rezessionsländer wieder verlassen. Gemäss den Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden dieses Jahr nur noch dreizehn Länder mit einer rückläufigen Wirtschaftsaktivität zu kämpfen haben. Darunter befinden sich Länder wie die Türkei, Venezuela oder Iran. Also nicht unbedingt Länder, die weltwirtschaftlich tiefe Spuren hinterlassen sollten. Weiter geht der IWF davon aus, dass bis zum Jahr 2024 die Gesamtzahl der Rezessionsländer gar auf fünf schrumpfen sollten, ein nie erreichtes Rekordtief. Der wiederaufflammende Handelskonflikt zwischen den USA und China könnte das konjunkturelle Bild verdüstern. Auch die Ungewissheiten rund um den Brexit führen zu weiteren Unsicherheiten. In dieser ersten Juni-Woche gewinnt der SMI 2,36% (225,15 Punkte) und liegt nun bei 9‘749.13 Zählern. Josef Greca Vermögensverwaltung Freiburg 026 350 74 20