2022

  • Fokus auf Notenbanken

    Die vergangene Handelswoche stand ganz im Zeichen der Zentralbanken. Insgesamt dreizehn Währungshüter bestimmten über ihren weiteren Kurs gegen die Inflation. Viele Anleger warteten auf diese geldpolitischen Entscheidungen und hielten sich zu Wochenbeginn daher mehrheitlich zurück. Die US-Notenbank erhöhte am Mittwoch den Leitzins zum dritten Mal in Folge um 0.75 Prozentpunkte, was den Erwartungen entsprochen hat. Damit liegt dieser nun in einer Spanne von 3.0 bis 3.25 Prozent und erreicht den höchsten Stand seit vierzehn Jahren. Der Euro kam infolgedessen unter Druck. Die Gemeinschaftswährung hat in der Nacht auf Donnerstag einen historischen Tiefststand erreicht und ist gegenüber dem Schweizer Franken zwischenzeitlich unter die Marke von 95 Rappen gerutscht. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) zog nach und hob ihren Leitzins ebenfalls um 75 Basispunkte auf 0.5 Prozent an. Damit sind die Negativzinsen der SNB nach fast acht Jahren vorbei. Der Swiss Market Index beendet die Woche leichter mit einem Minus von 4.46 Prozent bei 10'137.78 Punkten. Die langfristigen Renditen sind derweil weiter gestiegen. Die Schweizer Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren notieren momentan bei etwa 1.30 Prozent. Vor einem Jahr wurden zehnjährige Staatsanleihen noch mit rund -0.15 Prozent verzinst. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Jackson Hole im Vordergrund

    Die Finanzwelt blickt gespannt auf das jährliche Notenbanktreffen in Jackson Hole. Im Vordergrund steht die anhaltende Inflation, welche die Zentralbanken durch Zinserhöhungen zu bekämpfen versuchen. Obwohl die Inflation in den USA von 9.1% auf 8.5% im Jahresvergleich leicht abgenommen hat, ist sie noch weit entfernt vom angestrebten Ziel von zwei Prozent. Daher wurde die Rede vom US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Äusserungen zum geldpolitischen Kurs mit besonderer Spannung erwartet. Der Präsident der Fed verkündete in Bezug auf Zinserhöhungen « this is no place to stop or pause », da sich die Inflation auf dem höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren befindet. Neben dem Ukrainekrieg beeinflusst die kommende Energiekriese den Euro negativ. Ein Rekordtief von unter 96 Rappen erreichte der Euro zu Beginn dieser Woche gegenüber dem Franken. Somit verlor der Euro seit der Zinserhöhung der Schweizer Nationalbank im Juni über 7%. Es ist der tiefste Stand des Euros, seit der Finanzkrise im Jahr 2015. In der Schweiz überrascht das Pharmaunternehmen Novartis mit der Trennung von Sandoz. Der Generikahersteller soll als eigenständige Firma an die Schweizer Börse treten. Der Sitz bleibt weiterhin in der Schweiz. Der SMI schliesst die Handelswoche bei 10’942, ein Minus von 1.9% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • AUF RICHTUNGSSUCHE

    Obwohl die amerikanischen Frühindikatoren sich in den letzten fünf Monaten eingetrübt haben, wird jedoch angenommen, dass die US-Wirtschaft im 3. Quartal wieder leicht wachsen wird und eine Rezession knapp verhindert werden kann. Die Schweizer Exportwirtschaft verzeichnete im Juli einen Rückgang von 4.3 Prozent nach drei positiven Monaten. Speziell die Ausfuhr von Maschinen und Elektronik gingen zurück. Die Uhrenexporte hingegen konnten ein Plus von 8.3 Prozent verzeichnen. Ob es sich um eine Trendwende handelt, werden uns die nächsten Monate aufzeigen. Die Berichtsaison ist in der Schweiz im vollen Gange. Nicht weniger als 34 Unternehmen haben Quartals- oder Halbjahreszahlen diese Woche veröffentlicht. Straumann publizierte starke Zahlen für das erste Halbjahr. Trotz der ausgezeichneten Ergebnisse erhöhte das Unternehmen die bisherigen Prognosen nicht. Dies befriedigte jedoch den Markt nicht und die Aktie verlor am Dienstag über 8 Prozent. Auch Sonova wurde nach der Bekanntgabe der Resultate abgestraft. Der Betriebsgewinn wurde für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Sie gaben am Dienstag 16 Prozent ab. An den Aktienmärkten herrscht weiterhin Ferienstimmung. Die gehandelten Volumen sind saisonbedingt tief. Nach einer eindrücklichen Aufholjagt seit Mitte Juni, der S&P 500 hat 15 Prozent und der Nasdaq 19 Prozent wieder gutgemacht, legten diese Woche die Märkte eine Verschnaufpause ein. Der SMI beendet die Woche kaum verändert bei 11'156 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Zurückhaltung vor US-Arbeitsmarktdaten

    Die Reise von Nancy Pelosi, Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, nach Taiwan sorgte vor allem zu Beginn der verkürzten Handelswoche für Nervosität. Die Volksrepublik China erhebt auf Taiwan seit Jahren Besitzansprüche und hat als Reaktion auch mit möglichen militärischen Massnahmen gedroht. Zur Wochenmitte sind es hauptsächlich Konjunkturdaten, die das Marktgeschehen bestimmen. Die Konsumentenpreise sind hierzulande nicht weiter gestiegen. Während in vielen anderen Ländern die Teuerungsraten regelrecht explodieren, bleiben sie in der Schweiz auf einem verhältnismässig tiefen und vor allem stabilen Niveau mit 3.4 Prozent im Juli, gleich wie im Juni. Beim Swiss Market Index (SMI) hat sich nach einem mehrheitlich zurückhaltenden Verlauf zuletzt ein leicht positiver Trend durchgesetzt. Zusätzlich zur Zurückhaltung beigetragen hat das Abwarten des monatlichen US-Arbeitsberichts vom Freitag. Die amerikanische Wirtschaft hat im Juli 528'000 Arbeitsplätze geschaffen, das sind doppelt so viele wie erwartet. Obwohl dies eine gute Neuigkeit ist, reagierten die Märkte in die entgegengesetzte Richtung und korrigierten. Der Grund ist, dass sich dadurch der Spielraum für weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank erhöht. Der SMI beendet die Woche mit einem leichten Minus von 0.20 Prozent bei 11'123.07 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Euro fällt unter die Parität

    Die Börsenwoche war nicht leicht. Der Conference Board Consumer Confidence Index, der die Stimmung der US-Verbraucher widerspiegelt, sank im Juni den zweiten Monat in Folge und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Februar 2021. In Deutschland nahm die Inflation im Juni überraschend ab und steht neu bei 7.6% (Vormonat 7.9%). Sondereffekte wie die Auswirkungen der 9-Euro-Tickets und der Tankrabatte sind in den Ergebnissen enthalten. In welchem Ausmass sie sich genau ausgewirkt haben, lässt sich momentan noch nicht ausrechnen und wird vom statistischen Bundesamt Mitte Juli veröffentlicht. Der Euro ist gegenüber dem Franken unter die Parität gerutscht und erreichte ein Mehrjahrestief bei 0.9963. An der letzten Lagebeurteilung von Mitte Juni erklärte die SNB, dass sie den Franken nicht mehr als überbewertet erachte. Allerdings bleibt unsere Nationalbank weiterhin am Devisenmarkt aktiv bei einer «übermässigen Aufwertung» sowie bei einer Abschwächung. Das erste Halbjahr ist zu Ende. Die Bilanz ist ernüchternd, der Swiss Market Index verlor 16.5%. Der US-Index S&P 500 brach sogar um 21% ein, die schlechteste Performance seit 1970. Blickt man etwas genauer zurück, gibt es Hoffnung, denn die Märkte sind damals im zweiten Halbjahr um 26% gestiegen. Der SMI schliesst die Handelswoche bei 10’770, ein Minus von 0.49% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Stabilisierungsversuch

    Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenstart zu einer leichten Erholung angesetzt. Nach dem Ausverkauf der Vorwoche blieb die Stimmung verhalten und die Anleger zeigten sich vorsichtig. Die Börsen in den USA blieben am Montag feiertagsbedingt geschlossen, weshalb weitere Impulse fehlten und Handelsumsätze gering blieben. Ausserdem nahmen Investoren vor der halbjährlichen Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats zur Wochenmitte eine abwartende Haltung ein. Powell bekannte sich zu weiteren Zinserhöhungen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die US-Wirtschaft stark genug aufgestellt ist, dies zu verkraften. Der Fed-Chef bemühte sich, allfällige Rezessionsängste zu zerstreuen. Eine Rezession schloss er nicht aus. Am Donnerstag haben Konjunkturdaten aus dem Euroraum enttäuscht und die Märkte in die Knie gezwungen. Die Einkaufsmanagerindizes gaben im Juni stark nach und fielen auf den tiefsten Stand seit rund eineinhalb Jahren. Themen wie Inflation und Rezession bestimmten weiterhin das Geschehen. Zum Wochenschluss ging es am hiesigen Aktienmarkt deutlich aufwärts. Der Swiss Market Index (SMI) beendet die Woche versöhnlich mit einem Plus von 3.56 Prozent bei 10'823.12 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • ERHOLUNG AN DEN MÄRTEN

    Nach mehreren verlustreichen Wochen gab es endlich eine Gegenbewegung an den wichtigsten Aktienmärkten. Positive Nachrichten konnten den Abwärtstrend stoppen. Ob es sich um eine dauerhafte Wende handelt, werden uns die nächsten Wochen zeigen. Am Mittwochabend nach Börsenschluss hat das FED das Protokoll der letzten Zinssitzung veröffentlicht. Die US-Notenbanker haben Ihre klare Haltung bestätigt. Die Zinsen müssen auf ein Niveau angehoben werden, das die Inflation bremst. Im Gesprächsprotokoll gab es jedoch keinerlei Hinweise auf eine noch straffere Zinspolitik. Der Aktienmarkt empfing die Nachricht mit Freude. Nach sieben Verlustwochen, konnte der S&P 500 die Handelswoche mit einem Plus beenden. Weitere gute Neuigkeit gab es aus der Eurozone. Der Dienstleistungssektor erwies sich ein weiteres Mal als robust, insbesondere der Tourismus- und Freizeitbereich. Die Dynamik war insbesondere in Frankreich hoch. In Deutschland hat sich das Geschäftsklima in allen Wirtschaftsbereichen aufgehellt. Somit hat das kurzfristige Rezessionsrisiko abgenommen. Auf der Zinsfront hat die Europäische Zentralbank eine Erhöhung von bis zu 0.50 Prozent im Juli in Aussicht gestellt. Dank einer optimistischen Einschätzung der Royal Bank of Canada avancierte die Aktie Richemont am Freitag um 9.5 Prozent. Der SMI konnte diese Woche wieder knapp 340 Punkte gutmachen und schloss mit einem Plus von 3 Prozent bei 11'647 Punkten. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Inflation ist wie Zahnpasta

    Inflation ist in aller Munde. Der frühere Bundesbankpräsident Otto Pöhl sagte zu Beginn seiner Amtszeit 1980: «Inflation ist wie Zahnpasta, ist sie erst mal heraus aus der Tube, bekommt man sie kaum mehr rein. Das Beste ist, nicht zu fest auf die Tube zu drücken.» Die über Jahre hinweg ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken hat die Zahnpasta aus der Tube gedrückt. Die wichtigste Waffe im Kampf gegen Inflation sind Zinserhöhungen. Kunst ist es, das optimale Niveau zu erwischen, wo die Wirtschaft nicht mehr überhitzt, Vollbeschäftigung herrscht und es eine gewisse Preisstabilität gibt. Dies ist alles reine Theorie. Janet Yellen sagte am Mittwoch am G-7-Gipfel: «Man kann die Inflation ohne Rezession nicht brechen.» In der Schweiz erreichte die Inflation im April 2,5 Prozent im Jahresvergleich. SNB-Chef Thomas Jordan geht davon aus, dass sie wieder unter das Preisstabilitätsziel von 2 Prozent sinken wird. Falls dies nicht der Fall sein wird, ist die SNB bereit, einzugreifen und die Zinsen zu erhöhen. Als Konsequenz ist der Schweizer Franken wieder stärker geworden. Nicht zu vergessen ist, dass unter anderem – auch dank unserem starken Schweizer Franken – die Inflation in der Schweiz tiefer ist als in Europa (7,4 Prozent) und in den USA (8,3 Prozent). Der Swiss-Market-Index schliesst die Handelswoche bei 11 308, ein Minus von 2,9 Prozent gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Börsenwoche endet mit Gewinnen

    Nachdem der Schweizer Aktienmarkt bereits die vorangegangenen drei Handelswochen zum Teil deutliche Abgaben erlitten hatte, registriert der Swiss Market Index (SMI) in der angelaufenen Handelswoche ein Minus von 0.68% und schliesst bei 11'650.42 Punkten. Damit ist er dem Ruf bislang gerecht geworden, dass der Mai grundsätzlich als schwacher Börsenmonat gilt. Zumindest gab es einen versöhnlichen Wochenausklang, welcher unter anderem auf die Aussagen des US-Notenbankchefs Powell begründet wurden, denen zufolge die Fed die Zinsschraube nicht zu stark anziehen will. Die Hauptbelastungsfaktoren der Aktienmärkte bleiben die Zinswende in den USA und wohl bald auch in der Eurozone, die hohe Inflation, die Corona-Lockdowns in China und die vom Ukraine-Krieg ausgelösten geopolitischen Verwerfungen. Die Experten sind sich somit einig, dass die aktuellen Marktbedingungen «suboptimal» sind. Gute Nachrichten sind rar - oder werden von Unsicherheiten überschattet. Ein Beispiel für das Ausblenden der tendenziell nicht so schlechten Nachrichten waren denn etwa die jüngsten Inflationsdaten im Wochenverlauf. China, Deutschland und die USA legten aktuelle Daten zur Preisentwicklung vor. Sowohl in China als auch den USA fiel die Inflation zwar höher aus als erwartet. Gleichzeitig deuteten die Daten aber an, dass der Höhepunkt womöglich überschritten wurde. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Wachstumszahlen aus China

    Nach dem Ostermontag fing die Handelswoche in Europa erst am Dienstag an. Nach einem starken Vorjahr von 8.1% Wachstum verlor China an Schwung. Die zweitgrösste Volkswirtschaft hat im ersten Quartal 2022 ein Wachstum von 4.8% erzielt, was eigentlich über den Erwartungen lag. Allerdings hatte Chinas Regierung ein Wachstum von 5.5% für das gesamte Jahr vorgegeben, ohne Berücksichtigung der neuen Corona-Welle in China und den Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Credit Suisse enttäuscht weiter. Am Mittwochmorgen hat die Grossbank eine Gewinnwarnung für das erste Quartal 2022 publiziert. Rückstellungen für Rechtsfälle und für Kreditverluste wegen des Ukraine-Kriegs sowie Verluste aus einer Beteiligung belasten das Ergebnis der Bank. Nach einem schwachen Vorjahr von -22% verliert die Aktie weitere 20% seit Anfang des Jahres. Der Dentalimplantathersteller Straumann führte Mitte der Woche einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10 durch, damit diese für mehr Aktionäre erschwinglicher wird. Netflix hatte es diese Woche nicht leicht. Das erste Quartal zeichnet sich mit einem erstmaligen Rückgang der Kundenzahlen seit mehr als zehn Jahren aus. Die Anleger waren überrascht, die Aktie verlor 35%. Seit Anfang des Jahres handelt sie sogar 63% unter ihrem Vorjahresniveau. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 12'258, ein Minus von 1.73% gegenüber letztem Freitag. Diese Woche ist der Euro gegenüber dem Franken um 1.3% gestiegen, es könnte eine erste Zinserhöhung bereits im Juli erfolgen, um die hohe Inflation zu bekämpfen.   MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Aktienmärkte mit starker Erholung

    Obwohl nach drei Wochen Krieg ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine noch immer nicht greifbar ist, haben die Aktienmärkte in der Berichtwoche eine starke Erholung hingelegt. Dazu beigetragen haben der kräftige Rückgang der Ölpreise sowie der Zinsentscheid der US-Notenbank. Der Swiss Market Index (SMI) registriert unter dem Strich ein Wochenplus von 6 Prozent und hat damit mit 12'184.99 Punkten die Marke von 12'000 Punkten wieder zurückerobert. Die Fed hat am Mittwoch wie erwartet seinen Straffungszyklus begonnen. Mit 25 Basispunkten haben die Währungshüter die erste Zinserhöhung seit 2018 beschlossen und wollen damit die rasant steigende Inflation bekämpfen. Ähnliche Schritte sollen auf allen noch kommenden Sitzungen folgen. Für Ende 2022 halten Sie im Mittel ein Leitzinsniveau in der Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent für angemessen. Damit signalisieren sie einen aggressiveren geldpolitischen Kurs, als es viele Experten erwartet hatten. Vor allem hat die amerikanische Notenbank aber für mehr Klarheit gesorgt, kommentieren Analysten. Auch die britische Zentralbank hat am Donnerstag wie erwartet ihren Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Damit hat sie als erste der wichtigsten Zentralbanken wieder das prä-COVID-Niveau erreicht. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Erholung nach schwacher Vorwoche

    Auch die vergangene Woche war geprägt von hohen Kursschwankungen. Die Schlagzeilen rund um den Krieg in der Ukraine und die Furcht vor massiven wirtschaftlichen Folgen haben die Finanzmärkte weiter fest im Griff. Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg erliessen die USA ein Importverbot für Öl aus Russland, was die Ölpreise deutlich steigen liess. Der Swiss Market Index (SMI) schwankte zu Wochenbeginn in einer grossen Spanne von mehr als 400 Punkten zwischen Gewinnen und Verlusten hin und her. Am Mittwoch hat der Schweizer Aktienmarkt zu einer massiven Gegenbewegung angesetzt und mit dem grössten Plus von rund vier Prozent seit Beginn der Coronakrise geschlossen. Als zwischenzeitlicher Hoffnungsschimmer galt das Treffen der Aussenminister von Ukraine und Russland am Donnerstag in der Türkei, welches dann jedoch zu keinen wesentlichen Fortschritten führte. Für zusätzliche Nervosität sorgten die Entscheide der Europäischen Zentralbank (EZB), die auf die hohen Inflationsraten reagierte und bei ihren Anleihenkäufen schneller als geplant auf die Bremse tritt. Versöhnliche Töne des russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag kurbelten schliesslich eine weitere Aufwärtsbewegung an. Auf Wochensicht verteidigt der SMI seine ersten Erholungsversuche und schliesst mit einem Plus von 1.73% bei 11’495.69 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Balancedakt der Zentralbanken

    Die Märkte erholten sich bis Mittwoch. Leider konnten sie den positiven Kurs nicht halten, waren zu fragil und sackten Ende der Woche wieder ab. Der Markt befindet sich momentan in einer Zwickmühle; hohe Inflationszahlen in den USA und Europa müssen durch Eingreifen der Zentralbanken, sprich Erhöhung der Zinsen unter Kontrolle gebracht werden, was gleichzeitig die Anleger beunruhigt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat am Donnerstag zugegeben, dass die Inflation im EZB-Rat einhellig für Besorgnis sorge. Die Inflation ist im Dezember und Januar als Reaktion auf einen unvorhersehbaren Energiepreisschocks überraschend stark gestiegen, momentan liegt sie sogar bei 5.1 Prozent. Ziel der Notenbank ist eine jährliche Teuerungsrate von 2 Prozent. Die Daten zu Inflation und Konjunktur werden im März neu beurteilt. Auf Unternehmensebene ist Novartis im Schlussquartal 2021 solide gewachsen. Der Verkauf von Roche-Aktien ergab einen Gewinn von 14,6 Milliarden US-Dollar. Nestlé hat die Mehrheit an der US-Gesellschaft Orgain erworben, die auf funktionelle Lebensmittel auf Pflanzenbasis spezialisiert ist. Ab 2024 besteht die Möglichkeit, die Firma ganz zu übernehmen. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 12'140 Punkten, ein Plus von 0.29% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Beruhigungs-Pille der Fed mit Nebenwirkungen

    Die Aktienmärkte standen in der Berichtwoche ganz im Zeichen des Zinsentscheids der amerikanischen Notenbank Fed. Die Fed hatte den Leitzins am Mittwoch zwar nicht verändert, aber klare Signale für eine baldige Anhebung gegeben. Bereits auf der nächsten Sitzung im März könnte es soweit sein und weitere Zinsschritte dürften folgen. Ob nun aber auf jeder der planmässig noch sieben Zinssitzungen in diesem Jahr die Zinsen erhöht werden sollten, bleibt offen. Gemäss Analysten wurden bisher von vier Zinsschritten um insgesamt einem ganzen Prozentpunkt ausgegangen. Somit bleibt das Ausmass und die Geschwindigkeit der Zinswende offen, was die Anleger weiter beunruhigt – die vermutlich gedachte «Beruhigungs-Pille» des US-Notenbankchefs zeigte Nebenwirkungen. Neben der Geldpolitik belasten aber auch die geopolitischen Spannungen weiter. Die Situation in der Ukraine-Krise hat sich weiter zugespitzt und sorgt für zusätzliche Unsicherheiten an den Märkten. Somit registriert der Swiss Market Index (SMI) den vierten Wochenverlust hintereinander. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex damit gegen 6% eingebüsst, nachdem er im vergangenen Jahr 20% zugelegt hat. Ob die alte Börsenweisheit "Wie der Januar so das ganze Jahr" eintreffen wird, ist eine andere Frage… Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Märkte auf Richtungssuche

    Nach einem turbulenten Start ins neue Jahr sind die Aktienmärkte auch diese Woche schwankungsanfällig. Wiederholt sorgen die Corona-Variante Omikron, zusammen mit Konjunktursorgen sowie Zins- und Inflationsängsten als Belastungsfaktoren für Volatilität. Daher ist es nach einem ausserordentlich starken Jahr 2021 vermehrt zu Gewinnmitnahmen gekommen, insbesondere bei einigen Aktien, die im Vorjahr zu den Überfliegern gehört hatten. Da nun erste Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlichen und damit erste Hinweise geben, wie das zweite Jahr mit Corona für die Wirtschaft gelaufen ist, könnten diese Ergebnisse bald etwas in den Vordergrund rücken. Die Konsumentenpreise in den USA stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7.0%. Das ist die höchste Inflationsrate seit fast vier Jahrzehnten, womit Analysten jedoch gerechnet hatten. Als Reaktion auf die hohe Inflation und die gute Wirtschaftsentwicklung will die US-Notenbank die milliardenschweren Anleihekäufe im März abschliessen und den Leitzins im Jahresverlauf sukzessive anheben. Im Zusammenhang mit den jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell rechnen einige Bankökonomen für dieses Jahr mittlerweile mit vier statt drei Zinsschritten. Der Swiss Market Index (SMI) beendet die Woche mit einem Minus von 2.1% bei 12'525.63 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

2021

  • Neues Allzeithoch nach Notenbankentscheiden

    In der vergangenen Handelswoche war die Aufmerksamkeit der Anleger hauptsächlich den Zentralbanken gewidmet. Die Ausgangslage konnte wohl kaum spannender sein, denn gleich mehrere namhafte Notenbanken haben sich zu ihrem weiteren geldpolitischen Kurs geäussert. In diesem Zusammenhang war gar von «einer der wohl entscheidendsten Handelswochen des Jahres» die Rede. Vor allem die geldpolitischen Entscheide der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vom Mittwoch versetzten die Anleger in Kauflaune und verhalfen dem Swiss Market Index (SMI) zu einem neuen Rekordstand bei 12’823.30 Punkten. Das Fed hat das beschleunigte Zurückfahren ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe bekannt gegeben und für das kommende Jahr 2022 drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Damit erhielten die Märkte nun Planungssicherheit, hiess es im Handel. Währenddessen hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) wie erwartet an ihrer expansiven Geldpolitik fest, wie sie am Donnerstag mitteilte. Gleichentags kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) das Auslaufen ihres Notkaufprogramms an, was den Markt nur noch wenig beeinflusste. Nach zwei starken Handelstagen im Zeichen der Zentralbanken-Euphorie wurden zum Wochenschluss Gewinnmitnahmen realisiert. Im Wochenvergleich gewann der SMI 0.9% und schloss bei 12'715.48 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Starker Franken

    Anfang der Woche erholten sich die Börsen leicht von den starken Verlusten der Vorwoche und setzten dann ihren Zickzackkurs fort. Ist Omikron ansteckender als Delta? Und wie gefährlich? Die Angst vor dem Unbekannten verflog allmählich. Zumindest ist die Inflation in der Schweiz geringer als diejenige in den USA und Europa, was leider unseren Franken noch stärker werden liess. Gegenüber dem Euro handelte der Franken am Freitag sogar bei 1.0375! Die SNB kommunizierte prompt, dass sie falls nötig eingreifen werde. Im Euroraum sank die Zahl der Arbeitslosen auf 7.3% unter das Februar 2020-Vorkrisenniveau. Die US-Notenbank ist mittlerweile der Meinung, dass die Inflation im Lande nicht mehr temporär ist. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses forderten ein höheres Tempo bezüglich Anleihenkäufe, um früher mit Zinsänderungen auf die wachsenden Inflationsgefahren zu reagieren.Das vorherige Volumen von 120 Milliarden Dollar pro Monat wird voraussichtlich um 15 Milliarden Dollar pro Monat reduziert. In der Schweiz kam es am Donnerstag bei den Aktien von Vifor Pharma zu einem Kurssprung von 21%. Getrieben war dies von Übernahmegerüchten vom Unternehmen CSL in Australien. In einem Communiqué teilte Vifor mit, dies nicht zu kommentieren. Daraufhin büssten die Aktien am Freitag wieder 5% ein. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 12 175 Punkten, ein Minus von 0.19% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Positiver Börsenstart in den November

    Mit einem guten Börsenstart in den November präsentiert sich die Stimmung an den Märkten freundlich. Der Swiss Market Index (SMI) gewann im Wochenvergleich 1.8% und schloss bei 12'321.85 Punkten. Damit konnte der Leitindex bereits die fünfte Woche in Folge mit einem Gewinn abschliessen. Noch Wochen davor liess sich so etwas wie "Herbstmüdigkeit", erkennen. Jetzt aber sei von einer Erschöpfung wenig zu erkennen. Dies auch, zumal seitens der Geldpolitik negative Überraschungen ausgeblieben seien. So beginnt die tonangebende US-Notenbank zwar mit dem Ausstieg aus ihren zur Konjunkturbelebung aufgelegten milliardenschweren Wertpapierkäufen, will sich mit Zinsanhebungen aber noch Zeit lassen. Den Inflationsanstieg bewerten die Währungshüter nach wie vor als vorübergehende Angelegenheit. Weiterhin expansiv bleibt die Europäische Zentralbank (EZB). Die Währungshüter in Frankfurt hätten zuletzt Markterwartungen entgegen gesteuert, wonach sie bereits 2022 zu einer Zinserhöhung greifen könnte. Auch die insgesamt erfolgreich verlaufende Berichtssaison zum dritten Quartal trägt zur guten Stimmung an den Aktienmärkten bei. Zwar berichten viele Unternehmen über Lieferkettenprobleme und steigende Rohstoffpreise. Allerdings schienen die Firmen in der Lage zu sein, die Preise auch weiterzugeben. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Anhaltende Bodenbildungsphase

    Die Tendenz des Schweizer Aktienmarktes war in den Vorwochen immer häufiger abwärtsgerichtet. Diesem Trend blieb der Swiss Market Index (SMI) auch in der letzten Handelswoche des dritten Quartals treu. Die starke Entwicklung in den vergangenen Monaten mache den Markt anfällig für Korrekturen, weshalb Rücksetzer nicht unerwartet auftreten, meinen Analysten. Diese dürften dann aber auch die Grundlage für eine «Jahresendrallye» bieten. Die Investoren werden wohl auch in naher Zukunft genügend Gesprächsstoff haben. Sorgen um eine anziehende Inflation, teilweise enttäuscht aufgenommene Wirtschaftsdaten sowie steigende Energiepreise halten die Marktvolatilität hoch. Gleichzeitig hat auch der US-Schuldenstreit für eine erhöhte Nervosität gesorgt. Kurz vor Fristablauf hat sich der Kongress in Washington auf einen Übergangshaushalt geeinigt und damit der drohende Shutdown der Regierungsgeschäfte in den USA abgewendet. Das eigentliche Problem der Schuldenobergrenze und des laut Finanzministerin Janet Yellen drohenden Zahlungsausfalls bleibt jedoch vorerst bestehen. Der SMI geht mit einem Minus von 2.05 Prozent bei 11'575.37 Punkten aus dem Handel und beendet damit die fünfte Woche in Folge mit einer Negativperformance. So mässig diese Bilanz zunächst auch klingt. Seit Jahresbeginn steht für den SMI immer noch ein Plus von 8.15 Prozent zu Buche. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • EZB reduziert Anleihenkäufe

    Die europäische Zentralbank kündigte an, ihre Wertpapierkäufe zu reduzieren. Im vierten Quartal soll der Erwerb von Staats- und Unternehmenspapieren moderat geringer ausfallen. Es wird weiterhin eine permanente Hilfe für die Virus-Krise in Aussicht gestellt. Auch in Zukunft gibt es günstige Finanzierungsbedingungen. Die Situation ist besser als noch vor einigen Quartalen. Obwohl Anleger damit gerechnet hatten, wirkte diese Nachricht erleichternd auf die Märkte. Die Inflation in Deutschland ist im August weiter angestiegen. Die Verbraucherpreise haben sich vor allem durch teurere Energiepreise auf 3.9% über dem Niveau des Vorjahresmonats erhöht. Der Inflationsdruck wird wohl mindestens bis Jahresende hoch bleiben. Moderna entwickelt einen neuen Impfstoff, der vor Covid-19 und der Grippe schützen soll. Die Aktie ist um weitere 8% gestiegen und legt eine Performance von +336% seit Anfang des Jahres vor. Der Schweizer Arbeitsmarkt erholt sich weiter. Die Arbeitslosenquote sank im August von 2.8% auf 2.7% zum Vormonat. Gemäss einer Umfrage der schweizerischen Nationalbank, haben Schweizer im Jahr 2020 nur noch 43% Bargeld gebraucht. Dies ist ein deutlicher Rückgang zum Jahr 2017, wo es noch 70% waren und einer der höchsten Werte in Europa. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 12'061 Punkten, ein Minus von 2.35% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Alle Blicke nach Jackson Hole

    Die Entwicklung des Schweizer Aktienmarktes ist diese Woche aufgrund fehlender Kaufimpulse mehrheitlich in ruhigen Bahnen verlaufen. Der Standardwerte-Index hat sich in den vergangenen fünf Tagen in einer engen Bandbreite von weniger als 200 Punkten seitwärts bewegt. Zinssorgen sowie die Verunsicherung über die sich ausbreitende Delta-Variante des Corona-Virus lassen derzeit an der Börse kaum weitere Höhenflüge zu. Viele Investoren haben sich diese Woche zudem nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt und sich etwas zurückgehalten, meinen Händler. Denn übergeordnet waren die Blicke auf die Ende Woche stattfindende Jahreskonferenz der Chefs weltweit führender Nationalbanken in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming gerichtet. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Äusserungen zum geldpolitischen Kurs. Powell erklärt schliesslich am Freitag, dass die Geldpolitik derzeit gut aufgestellt sei und es deutliche Fortschritte auf dem Weg zur Vollbeschäftigung gegeben habe. Zum genauen Beginn der Verringerung der Anleihekäufe äussert er sich nicht. Weltweit reagieren die Aktienmärkte positiv auf diese Aussagen. Der Swiss Market Index (SMI) beendet die Woche mit einem Plus von 0.19% bei 12’439 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Nach Rekordhoch fehlende Impulse

    Der Schweizer Aktienmarkt hat, gemessen am Swiss Market Index (SMI), in den vergangenen Tagen bei knapp 12'216 Punkten ein neues Rekordhoch erklommen. Aufgrund fehlender Impulse über weite Strecken tendiert der Standardwerte-Index seither seitwärts in engen Bahnen. Gerade bei den Grossunternehmen ist die Quartalsberichterstattung weit fortgeschritten. Bereits 16 SMI-Unternehmen haben ihre Ergebnisse veröffentlicht. Die Schweizer Unternehmen sind mit viel Schwung aus der Coronakrise herausgekommen. Das Wachstum fiel oftmals gar stärker aus als von den Analysten erwartet. Die Firmen, die bisher ihre Zahlen vorgelegt haben, haben in der Folge wieder massiv mehr Umsatz gemacht. Die am Freitag mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten in den USA sind gut ausgefallen. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen ausserhalb der US-Landwirtschaft übertraf mit 943'000 die Markterwartung von 870'000. Während an anderen Aktienmärkten die überraschend starken US-Jobdaten als Zeichen für einen fortgesetzte Konjunkturerholung interpretiert wurden und für Schwung sorgten, bremsten die zuletzt etwas schwächer gehandelten SMI-Schwergewichte den hiesigen Markt. Der Swiss Market Index (SMI) gewann im Wochenvergleich 0.5% und schloss bei 12'176.30 Punkten. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • UHREN UND SCHMUCK IM FOKUS

    Am Montag präsentierte Swatch (- 1,35%) nach Börsenschluss überraschend den Halbjahresabschluss. Der Bieler Uhrenkonzern vermochte mit den Umsatz- und Gewinnzahlen zu überzeugen. Der Abstand zum Vor-Krisen-Jahr 2019 konnte markant verringert werden. Das Unternehmen schreibt auch wieder schwarze Zahlen, nachdem im Vorjahr erstmals seit Jahrzenten ein Verlust ausgewiesen werden musste. Am Freitag zog Konkurrent Richemont (+ 0,45%) mit ähnlich guten Resultaten für das erste Quartal nach. Zum Ende der Woche setzten dann jedoch Gewinnmitnahmen die Aktienkurse wieder etwas unter Druck. Einen Meilenstein setzte zu Beginn der Woche die Aktie von Lindt & Sprüngli (+ 0,81%). Erstmals seit dem Börsengang im Jahr 1986 erreicht die Namenaktie den Wert von CHF 100'000. Damit gehört sie zu den teuersten börsenkotierten Aktien der Welt. Einzig die A-Papiere der US-Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway und dessen Börsenguru Warren Buffett sind noch vier Mal teurer. Nach dem überraschend kräftigen Anstieg der US-Verbraucherpreise von 5,4% für den Monat Juni konnte Fed-Chef Jerome Powell die Märkte wieder etwas beruhigen. Er betonte erneut, dass der markante Anstieg nur temporär und es für einen geldpolitischen Kurswechsel noch zu früh sei. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 0,31 Prozent oder 36,69 Einheiten auf 12'026,50 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,19 Prozent und schliesst bei 1'938,58 Punkten, derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,33 Prozent auf 15'460,32 verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • (Auch) einige kurze Sommergewitter an der Börsenfront

    Nach einem holprigen Start in die Handelswoche hat sich der Swiss Market Index (SMI) wie so oft in den letzten Wochen um die Marke von 12'000 Punkten bewegt. Am Mittwoch gab es allerdings einen Ausreisser nach oben und der Standardwerte-Index erreichte mit 12'085 Punkten ein neues Allzeithoch. Zur guten Anlegerstimmung trugen die weiter sinkenden Kapitalmarktzinsen bei. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erreichte das niedrigste Niveau seit Februar dieses Jahres. Auch das veröffentliche Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed sorgte an den Börsen für Optimismus. Die Zentralbank hat es offenbar nicht eilig, ihr Programm zum Ankauf von Anleihen zurückzufahren. Die Aktienmärkte zeitweise belastet haben andererseits die Sorgen vor wieder steigenden Infektionszahlen mit der als besonders ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus. Nach einigen kurzen Sommergewittern an der Börsenfront gewann der Swiss Market Index (SMI) im Wochenvergleich 0.21% und schloss bei 11'989.81 Punkten. Somit bleibt der Leitindex nach der ersten vollen Woche des neuen Halbjahres, trotz zwischenzeitlichem Rekord, knapp unter der psychologischen Marke von 12'000 Punkten. Im September wird die Swatch-Aktie nach mehr als 20 Jahren aus dem SMI fallen und durch den Computerzubehör-Spezialisten Logitech ersetzt. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Schweizer Aktienmarkt in Rekordlaune

    Der Schweizer Aktienmarkt ist äusserst schwungvoll in die neue Handelswoche gestartet. Die anhaltend grüne Kursentwicklung zu Wochenbeginn wurde angetrieben von Kurssteigerungen beim Schweizer Pharmasektor. Auslöser war die Zulassung eines Alzheimer-Medikaments von Biogen durch die US-Zulassungsbehörde FDA. Es gilt als erstes Medikament, das die Ursache der Krankheit bekämpft. Am Donnerstag wurden zwei Grossereignisse mit Spannung erwartet: Die Teuerung in den USA hat die höchste Rate seit August 2008 erreicht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die Lebenshaltungskosten um 5.0 Prozent. Derweil bleibt in der Eurozone alles beim Alten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz einer sich abschwächenden Pandemie und steigender Inflationszahlen an ihren umfangreichen Konjunkturhilfen für die Wirtschaft fest. So verharrt der Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent und das milliardenschwere Notkaufprogramm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bleibt unverändert. Der Höhenflug hält auch diese Woche weiter an und der Swiss Market Index (SMI) hat am Freitag eine neue Bestmarke bei 11'873.63 Punkten gesetzt. Mit einem Plus von 2.34% im Wochenvergleich geht der SMI bei 11’841.30 Punkten aus dem Handel.   Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Starkes Wirtschaftswachstum

    Die US-Inflationsängste von letzter Woche liessen nach und damit auch die Sorgen wegen bald steigender Zinsen. Die US-Notenbank Federal Reserve zeigte sich wenig besorgt über die steigende Inflation. Einige Mitglieder der Notenbank zogen jedoch in Betracht, die Wertpapierkäufe zu reduzieren, sollte das Wirtschaftswachstum rapide voranschreiten. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gingen die Konsumentenpreise in Japan weiterhin zurück. April war der neunte Monat in Folge mit rückläufigen Konsumentenpreisen, diesmal gab es ein Minus von 0,1% gegenüber dem Vorjahr. Mitte der Woche warnte die Europäische Zentralbank (EZB), «eine höhere Schuldenlast der Unternehmen in Ländern mit grösseren Dienstleistungssektoren könnte den Druck auf Regierungen und Banken in diesen Ländern erhöhen». Der Ölgigant Total schlägt seinen Aktionären vor, seinen Namen auf TotalEnergies zu ändern. Ziel ist, die Diversifikation in die erneuerbaren Energien widerzuspiegeln. Die Grossbank UBS streicht 700 Stellen in der Schweiz, um, wie im April angekündigt, Kosten zu sparen. Gold steigt seit Anfang des Monats wieder und wird mit einem Plus von 6% gehandelt. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 11’225 Punkten, ein Plus von 0,94% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • US-INFLATION STEIGT KRÄFTIG

    Die Inflation war auch diese Woche das dominante Thema. Am Mittwoch wurde der US-Konsumentenpreisindex (CPI) veröffentlicht. Die Inflation hat im April stärker als erwartet angezogen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sie um 4.2 Prozent gestiegen. Die Analysten hatten lediglich 3.6 Prozent erwartet. Die US-Zentralbank (Fed) geht nach wie vor von einem vorübergehenden Anstieg der Inflation aus. Trotzdem befürchten Anleger steigende Zinsen und eine Rotation von Aktien in Anleihen. Die Technologiebranche ist speziell von diesen Ängsten betroffen. Auch in China sind die Konsumentenpreise im April gestiegen. Diese lagen jedoch im Rahmen der Erwartungen und haben keine Turbulenzen an den Märkten ausgelöst. Eine straffere Geldpolitik wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet. In der Schweiz standen weiterhin die Quartalszahlen im Fokus. Swiss Life konnte im ersten Quartal weniger Prämien einnehmen, jedoch lief wie erwartet das Kommissionsgeschäft sehr erfreulich. Swiss Life sieht sich auf Kurs, um das Jahresziel zu erreichen. Zurich Insurance Group zeigte eine starke Entwicklung im Bereich Nichtlebenversicherung. Die Lebensparte weist eine verhaltene Volumenentwicklung auf. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit 0.5 Prozent im Minus bei 11'120.77 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Makroökonomische Impulse im Blickfeld

    Die erste Handelswoche im Mai legt ihren Fokus auf diverse Makro-Zahlen. Nach den vorangegangenen zwei Verlustwochen stand der Schweizer Aktienmarkt zu Beginn dieser Handelswoche im Zeichen einer Gegenbewegung. Als Unterstützung halfen nicht zuletzt die aktuellen Konjunkturdaten, die einen weiterhin starken Wachstumsverlauf der hiesigen Wirtschaft zeigen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) ist auf ein neues Allzeithoch gestiegen und wiederspiegelt damit die international hohe Nachfrage nach Industriegütern, von der die exportorientierten Schweizer Unternehmen direkt profitieren können. Auch die Jahresteuerung ist in der Schweiz im April erstmals seit Januar 2020 wieder positiv gewesen, wie aus der Veröffentlichung der neuesten Inflationszahlen hervorgeht. In der zweiten Wochenhälfte wurde ein Gang zurückgeschaltet und am Markt zeigte man sich vor der Veröffentlichung der neuesten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag von der zurückhaltenden Seite. Die Publikation der aktuellen Zahlen hat schliesslich auf eine etwas überraschende Eintrübung der Lage am US-Arbeitsmarkt hingewiesen. Ausserhalb der Landwirtschaft entstanden 266'000 Stellen und damit weit weniger als erwartet, wie die Regierung in Washington mitteilte. Der Swiss Market Index (SMI) schliesst bei 11'173.57 Punkten, was im Wochenvergleich einem Plus von 1.37% entspricht. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • HOFFNUNGSSCHIMMER

    Die Wirtschaft in der Eurozone verzeichnet im April trotz anhaltender Restriktionen ein beschleunigtes Wachstum. Darauf deutet der Einkaufsmanagerindex (PMI) hin. Ausschlag-gebend für die bemerkenswerte Wirtschaftsdynamik war einerseits das hohe Produktionswachstum, anderseits überraschte auch der Dienstleistungssektor positiv. Das zunehmende Impftempo sorgt offensichtlich für Hoffnungen auf ein Ende der Gesundheitskrise. Belastend wirken jedoch anhaltende Lieferengpässe, besonders in der Industrie, sowie steigende Einkaufskosten. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Zentralbank (Fed) wollen weiterhin ihre expansive Geldpolitik beibehalten. «Wir haben immer noch einen langen Weg vor uns, bis wir die Pandemie überwunden haben, und die Erholung nachhaltig und kräftig ist», machte EZB-Präsidentin Christine Lagarde klar. In Amerika werden die jüngsten wirtschaftlichen Fortschritte wohlwollend zur Kenntnis genommen. Am Schweizer Markt standen die Quartalszahlen der Unternehmungen im Fokus. Das Ergebnis des Pharmakonzerns Novartis im ersten Quartal fiel im Rahmen der Erwartungen aus. Die UBS hat trotz Hedge-Fund Archegos (Verlust von 774 Mio.) die Erwartungen übertroffen. Der Technologiekonzern ABB hat sich im ersten Quartal deutlich gesteigert. Swisscom präsentiert ein sehr starkes operatives Resultat und erhöht den Ausblick für das Jahr 2021. Swiss Re hat die Erwartungen der Analysten weit übertroffen. Der SMI beendet die Handelswoche bei 11‘022.34 Punkten oder Minus 1.59%. Emilia Marcolino Vermögensverwaltung Murten 026 672 85 15

  • EUROPA HOLT AUF

    Die europäische Industrie erhöht das Wachstumstempo. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Euroraum hat kräftig zugelegt und ist von 57.9 auf 62.4 gestiegen. Die Zahlen deuten auf eine starke globale Nachfrage hin. Im Dienstleistungsbereich sieht man weiterhin einen leichten Rückgang. Dies ist vor allem auf das Freizeitgewerbe zurückzuführen. Aufgrund der Blockade des Suezkanals gab es diese Woche Turbulenzen am Ölmarkt. Der Kanal wird unteranderem intensiv für den Öltransport benutzt. Experten rechnen mit einer andauernden Verzögerung der Schiffsfahrt in der Region. 30% des weltweiten Containervolumens wird über diese Route verschifft. Die Schweizer Nationalbank hat am Donnerstag ihren Kurs bestätigt. Der SNB-Direktor Thomas Jordan geht von einer leicht steigenden Inflation aus. Die SNB wird an den rekordtiefen Zinsen von minus 0.75% festhalten. Die Prognosen der Währungshüter für das Bruttoinlandprodukt sind 2.5 bis 3 Prozent für 2021. Helvetia hat die Zahlen für das Geschäftsjahr veröffentlicht. Der Reingewinn nahm um fast die Hälfte ab. Der Grund ist ein Rückgang der Anlageergebninissen und Prämien. ABB wird im April das zweite Aktienrückkaufprogramm starten. Das Unternehmen wird bis zu USD 4.3 Milliarden dafür einsetzen. Der Swiss Market Index beendet die Woche freundlich mit 1.35% im Plus bei 11’116 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung, Freiburg

  • Das Auf und Ab am Bondmarkt

    Mit einem leichten Aufwärtstrend zum Wochenbeginn konnte sich der Schweizer Aktienmarkt zunächst etwas von den jüngsten Verlusten der Vorwoche erholen. Die Gegenbewegung an den Aktienbörsen sei der vorübergehenden Entspannung an den Anleihemärkten sowie erfreulichen Konjunkturzahlen zu verdanken. Als weitere Stütze sehen Börsianer die Konjunkturdaten aus Australien. Die Situation in Down Under zeige, wie stark sich die Wirtschaft nach dem Lockdown entwickeln könnte und lasse auf baldige Lockerungen in Europa hoffen. In der zweiten Wochenhälfte wurde die Stimmung wegen wieder ansteigenden US-Anleiherenditen etwas eingetrübt. Steigende Renditen signalisieren Inflationsängste und bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Zudem werden Anleihen als Investmentalternative zu Aktien wieder interessanter, was den Höhenflug der Aktienmärkte ausbremsen könnte. Laut Händlern wird befürchtet, dass die Zentralbanken bei steigender Inflation den Geldhahn früher als erwartet zudrehen könnten. Für weitere Nervosität sorgte US-Notenbankpräsident Jerome Powell anlässlich seiner Rede am Donnerstag. Er sei zu vage geblieben, was die möglichen Reaktionen der Fed sein könnten, falls die Bondrenditen noch kräftiger stiegen, heisst es am Markt. Dennoch verteidigt der Swiss Market Index (SMI) auf Wochensicht seine Gewinne und schliesst mit einem Plus von 0.8 Prozent bei 10’607.79 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Inflationsangst gegenüber Impfhoffnung

    Die Aktienmärkte standen in der vergangenen Handelswoche im Spannungsfeld zwischen anhaltenden Zinsängsten und konjunkturellen Frühlingsgefühlen. Inflationsängste und weiter steigende Renditen am US-Bondmarkt drückten weltweit auf die Aktienkurse. Auch der Schweizer Aktienmarkt konnte sich den Abgaben nicht entziehen. Der Swiss Market Index SMI verzeichnete im Wochenvergleich ein Minus von 1.7% und beendete den Handel bei 10'522.22 Punkten. Somit notiert der Leitindex wieder unter dem Niveau von anfangs Jahr. Steigende Zinsen werden Händlern zufolge nun zu einer Gefahr für Aktien, da mit ihnen ein wichtiges Argument für die derzeitige Börsenhausse angegriffen wird: Die Aussicht auf noch länger weit geöffnete Geldschleusen der Währungshüter. Die jüngste Konjunkturerholung und die steigenden Rohstoffpreise haben zu steigenden Inflationserwartungen geführt. Angeheizt werden die Inflationssorgen zudem vom geplanten billionenschweren Konjunkturprogramm des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Laut Analysten wird die Inflation jedoch erst eine Gefahr für die Aktienmärkte, wenn sich die Notenbanken zu einer Abkehr bewegen. Dafür gebe es derzeit aber noch keine klare Signale. Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell wurden am Mittwoch noch als starke Bekenntnis angesehen, dass die Fed bei ihrer ultralockeren Geldpolitik bleiben will. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Zurückhaltung

    Die Märkte hatten einen guten Start in die Woche. Der Nikkei 225 legte am Montag +1,76% vor und Europa zog mit +1,04% nach. Danach war die Euphorie Verflogen. Im Firmenbereich verkündete Glencore seine Ergebnisse. Der Umsatz brach um 34% auf 142,34 Milliarden Dollar ein. Der Verlust belief sich auf 1,903 Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist bereit, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft voranzutreiben. Der Hersteller von Dentalimplantaten Straumann litt ebenfalls in der Corona-Krise. Der Umsatz schwächelte um 10,7% auf 1,43 Milliarden Franken. Unter dem Strich blieb trotzdem noch ein Reingewinn von 92 Millionen Franken. Die Zuger Bauchemieherstellerin Sika konnte positives Wachstum in allen Regionen verbuchen und hat somit das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Obwohl der Umsatz um 2,9% zurück ging, ist der Reingewinn um 8,8% auf 825,1 Millionen Franken gewachsen. Swiss Re kommt nicht in Schwung. Durch weitere Corona- und Katastrophenschäden summiert sich der Verlust für das Jahr 2020 auf 878 Millionen US-Dollar. Der Rückversicherer möchte die gleiche Dividende wie im Vorjahr über 5.90 Franken beibehalten. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 10 704.75 Punkten, ein Minus von 1,61% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • SORGLOS GEIMPFT

    Die Aktienmärkte leben von den erhofften weltweiten Hilfspaketen. In den USA konnten die Demokraten die Republikaner überstimmen und haben das 1.9 Billionen schwere Hilfspaket vorangetrieben. Bis zu einem definitiven Entschluss wird es voraussichtlich noch dauern. Auch die publizierten Quartalszahlen, besonders von den Technologiewerten, stützen die Börse. Der Gewinn hat sich bei Amazon im Vergleich zum Vorjahresquartal auf USD 7.2 Mrd. mehr als verdoppelt. Fast mehr zu reden, gab allerdings der Rücktritt von Jeff Bezos als CEO. Andy Jassy wird die Position übernehmen. Google seinerseits hat im vierten Quartal ein Gewinn von USD 15.2 Mrd. erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 43% im Jahresvergleich. Die Corona-Krise hat in der Eurozone 2020 tiefe Spuren hinterlassen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist um 6.8% geschrumpft, deutlich stärker als in anderen Wirtschaftszonen. Bei den publizierten Unternehmenszahlen ist zu erwähnen, dass die Deutsche Bank erstmals seit 2014 einen Gewinn verbuchen konnte. In der Schweiz hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH die Prognosen für das Wachstum des BIP auf 2.1% nach unten angepasst. Am Donnerstag veröffentlichte Roche die Jahreszahlen. Der Umsatz lag am unteren Ende der Erwartungen. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende und der erzielte Gewinn pro Aktie konnte die Anleger nicht überzeugen. Positiv sind jedoch die Aussichten der Medikamentenpipeline. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit 1.55% im Plus bei 10’755 Punkten. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Konsolidierung auf hohem Niveau

    Der Swiss Market Index (SMI) wagte sich am Mittwoch auf einem kurzzeitigen Ausflug auf knapp über 10'900 Punkten und damit auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Das Allzeithoch bei 11'270 Zählern vom vergangenen Februar, als Corona noch kein grosses Thema war, ist damit noch rund 400 Punkte entfernt. Ein Angriff auf dieses Rekordhoch sei nur mehr eine Frage der Zeit, heisst es am Markt. Nach diesem zuletzt guten Lauf habe die Neigung zu Gewinnmitnahmen zugenommen. Händler sprachen in diesem Zusammenhang von einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Anleger sorgen sich um die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen, die vielerorts mit Verschärfungen der Pandemie-Massnahmen bekämpft werden. Demgegenüber stützt der Beginn der Impfkampagnen gegen Covid-19 die Märkte und sorgt für eine zuversichtliche Stimmung. In den USA hat am Donnerstag der künftige US-Präsident Joe Biden ein 1.9 Billionen US-Dollar schweres Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Krise präsentiert. Die Pläne für dieses neue Konjunkturpaket brachten jedoch keine grossen Überraschungen mit sich, so dass die Börsen dadurch keine grösseren Kursausschläge verzeichneten. Neue Impulse dürften in den nächsten Tagen von der Berichtssaison herkommen, die in den kommenden Handelswochen auch hierzulande an Fahrt aufnehmen wird. Der SMI beendet die Woche mit einem Plus von 0.7 Prozent und schliesst bei 10'877.06 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • 2021 soll alles besser werden

    … so zumindest die Hoffnungen der Anleger für das neue Jahr. Immerhin weist der Trend in der ersten Handelswoche 2021, nach der fulminanten Rally seit dem Tiefpunkt der Corona-Krise Mitte März, weiter nach oben. Das Coronavirus verbreitet sich zwar weiter und in dieser ersten Woche haben zahlreiche Länder wegen der anhaltenden hohen Fallzahlen ihre Massnahmen entweder verlängert oder gar nochmals verschärft. Die Anleger hoffen jedoch auf die Kraft flächendeckender und effizienter Impfungen. Zudem sorgt die politische Lage in den USA mittlerweile für eine gewisse Klarheit. Die Investoren erwarten vom neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden, dessen Demokratische Partei nach zwei erfolgreichen Senatsstichwahlen im Bundesstaat Georgia nun wieder eine Mehrheit in der mächtigen Kongresskammer in Washington hat, positive Impulse. Mit dem demokratisch dominierten Repräsentantenhaus im Rücken könnte Biden nun durchregieren und umfangreiche Konjunkturpakete zur Stützung der Wirtschaft auf den Weg bringen. Der Swiss Market Index (SMI) steht nach der ersten Handelswoche im 2021 bei 10'797.99 Punkten, was einem Plus von 0.9% entspricht. Nach einer Zwischenkorrektur anfangs Woche trieben die Anleger den Bitcoin in neue Höhen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise setzt seinen Rekordlauf fort und notiert über der Marke von 40'000 USD. Thomas Bächler, Vermögensberater

2019

  • DEN ZINSEN SEI DANK!

    Wer erinnert sich noch? Vor genau einem Jahr, anfangs Dezember 2018, befand sich der SMI bei knapp 9'200 Punkten. Danach ging es nur noch in eine Richtung, nämlich bergab bis zum Jahresschlussstand von 8'429.30 Zählern. Einer der Hauptgründe dieses Rückgangs waren Ängste betreffend weltweit höhere Zinsen für das neue Jahr. Knapp ein Jahr später scheint für die meisten Aktienmärkte die Sonne. Auch unser Börsenindex konnte seither über 2'000 Punkte zulegen und befindet sich heute bei 10'463.88 Punkten. Ein beachtliches Plus von 24,14%, was wohl nur wenige erwartet hätten. Auf was ist diese starke Verbesserung zurück zu führen? Einerseits haben sich die negativen Makroeinflüsse nicht vermehrt, dieser Bereich hat sich sogar beruhigt. Viel wichtiger ist jedoch der Einfluss der Zinsrückgänge. Die Kehrtwende der Zinspolitik, besonders jene der US-Notenbank Fed, beflügelte die verschiedenen Börsenplätze. Der US-Leitzins liegt nun, nach der letzten Herabsetzung vom vergangenen 30. Oktober um 0,25% (bereits die dritte seit diesem Sommer), bei 1,75%. Der heutige Wochenbericht ist mein letzter einer langen Serie. In meinem ersten Bericht im April 2005 übersprang der SMI die 6000er-Hürde. Seither gab es über viele starke Rückschläge und neue Rekorde zu berichten. Unseren treuen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Rubrik. Josef Greca Vermögensverwaltung, Freiburg

  • KEINE NORMALISIERUNG IN SICHT

    Diese Woche waren alle Blicke auf den EZB-Präsident Mario Draghi gerichtet. Wie von den Finanzmärkten erwartet, hat die EZB den Einlage-satz von -0.4% auf -0.5% gesenkt. Die Zinsen werden auf diesem Niveau belassen, solange das Inflationsziel von 2% nicht erreicht ist. Ausserdem wird die EZB ab dem 1. November die Anleihenkäufe wieder aufnehmen. Sie wird 20 Milliarden Wertschriften pro Monat erwerben. Mit diesen Massnahmen möchte Mario Draghi die schwächelnde Wirtschaft wieder ankurbeln. Unter Ökonomen wird jedoch gezweifelt ob diese weitere Zinssenkung eine Wirkung auf die Konjunkturlage haben wird. Mit diesen Schritten ist eine Normalisierung der Zinsen in weiter Ferne gerückt. Auch die nächste Woche stehen die Zentralbanken im Fokus. Die FED sowie die SNB halten ihre Sitzung. Wird die SNB mit der EZB mitziehen und die Zinsen senken? Die Mehrheit der Analysten gehen von einer Zinssenkung von 0.25% auf -1% aus. Im Handelsstreit zwischen China und den USA gab es weitere Zeichen der Entspannung. China hat Ausnahmen von Straffzöllen auf US Waren verkündet. Im Gegenzug hat Donald Trump die Einführung der neuen Strafzölle um zwei Wochen verschoben. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 10’140.93 Punkten gestiegen und beendet die Woche bei 10’047.34 Punkten oder ein Minus von 0,26%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

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