2018

  • KONJUNKTURPROGNOSEN IM AUFWIND

    Am Mittwoch meldete das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die Anhebung der Konjunkturprognosen für das laufende Jahr. Neu wird ein reales Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,9% erwartet, nachdem im Juni noch ein Plus von 2,4% prognostiziert wurde. Das Seco begründete den Anstieg mit der aktuell guten internationalen Wirtschaftslage, welche den Aussenhandel ankurbelt. Auch die Entwicklung der Beschäftigung sowie der Rückgang der Arbeitslosigkeit wurden positiv hervorgehoben. In der gleichen Mitteilung wurden jedoch auch auf die Risiken der Weltwirtschaft hingewiesen. Diese dürften den aktuellen Schwung etwas verlangsamen und somit die Impulse für den Schweizer Aussenhandel geringer ausfallen lassen. Nichtsdestotrotz hält das Seco für 2019 unverändert an einem BIP-Wachstum von 2% fest. Auf der anderen Seite des Atlantiks hat US-Präsident Trump seine Drohungen gegenüber China wahrgemacht und den Handelskonflikt auf eine neue Eskalationsstufe angehoben. Ab den kommenden Montag werden auf 200 Mrd. Dollar chinesischer Importe Zölle von 10% erhoben. Für das nächste Jahr wurden bereits 25% angekündigt. Eine schnelle Verhandlungslösung wird somit zunehmend unwahrscheinlicher. Am helvetischen Aktienmarkt gab Clariant (+ 8,16%) am Dienstag die Zusammenarbeit mit ihrem Grossaktionär Sabic bekannt. Der Spezialchemiekonzern erhofft sich damit Stabilität, Synergien und einen Wachstumsschwung. SCHWEIZER AKTIENINDIZES  Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 0,28 Prozent oder 25,38 Einheiten auf 8‘995,38 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,64 Prozent und schliesst bei 1‘475,15 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,07 Prozent auf 10‘717,95 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • ÜBERHITZUNGSRISIKO ?

    Ende August hat der Fed-Chef Jerome Powell beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole folgendes klargestellt: „Die US-Wirtschaft wächst solide und kann weitere graduelle Zinserhöhungen mühelos verkraften“. Mit diesem Hinweis wies er die jüngste Kritik des US-Präsidenten Donald Trump zurück, das Fed handle in der Zinspolitik unangemessen. Da in diesem Herbst Zwischenwahlen bevorstehen, ist es ja im Interesse des Präsidenten, dass die Wirtschaft brummt. Powell meinte weiter, dass ein Abwürgen des Aufschwungs mit einem zu langen Zuwarten von Zinserhöhungen zu einer Überhitzung der Wirtschaft führen könnte. Aber auch das Gegen-teil, nämlich zu schnelle Zinserhöhungen, könnte zu den gleichen Folgen führen. Das Fed will den Fehler der Sechzigerjahre nicht wiederholen. Damals hatte man dem Druck des Präsidenten nachgegeben, und die Gelpolitik wurde gelockert, was zur grossen Inflation führte. Es wird bestimmt versuchen, seiner Linie treu zu bleiben (eine oder zwei Zinserhöhungen bis Ende Jahr). Laut dem Finanzhistoriker R. Sylla besteht darum die „Gefahr einer Auseinandersetzung mit der US-Regierung“, was wiederum die Finanzmärkte verunsichern könnte. Börse Seit mehreren Börsentagen folgen die Aktienmärkte keinem festen Trend und der SMI bleibt im Bereich der 9‘000 Punkte. Mal gewinnt unser Börsenindex einige Punkte, ein anderes Mal geht es wieder rückwärts. Diese Woche gewinnt der SMI 1,43% und liegt nun bei 8‘970 Zählern. J JOSEF GRECA, Vermögensverwaltung Freiburg 026 350 74 20

  • SCHWEIZER INDUSTRIE AUF DER ÜBERHOLSPUR

    Die Schweiz wächst erneut stärker als der Euroraum. Das BIP vergrössert sich zum fünften Mal in Folge und stieg gegenüber dem Vorquartal um 0.7%. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es 3.4 %. Der bedeutendste Wachstumsimpuls kam vom verarbeitenden Gewerbe. Die Exporte von Industrieerzeugnissen und Energie wuchsen deutlich. Ebenfalls der Schweizer Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI Manufacturing) stieg im August deutlich von 61.9 auf 64.8 Punkte. Das Resultat fiel so hoch aus wie zuletzt im Februar 2018 und übertraf damit die Erwartungen. Die Schweizer Industrie läuft weiterhin auf Hochtouren und der Handelskonflikt sowie die internationale Wachstumsabschwächung sind bisher in der Schweizer Industrie nicht sichtbar. Die indische Wirtschaft verzeichnete im 2. Quartal 2018 erneut eine Wachstumsbeschleunigung. Das BIP nahm gegenüber dem Vorjahr um kräftige 8.20% zu. Auch in Zukunft ist von einem hohen Wachstum auszugehen, verfügt Indien verglichen mit anderen Schwellenländer doch nur über eine geringe Verschuldung in Fremdwährungen. An den Aktienmärkten bieten derzeit die internationalen Handelsstreitigkeiten der USA mit China, Europa und Kanada sowie die Währungsturbulenzen in Schwellenländern, Grund zur Zurückhaltung. Zudem rückt auch die Schuldenkrise in Italien wieder stärker ins Visier. Im Wochenvergleich verliert der SMI 1.45% und schliesst mit 8843.11 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking Murten 026 672 85 16

  • TRUMP VERUNSICHERT INVESTOREN

    TRUMP VERUNSICHERT INVESTOREN Der SMI notiert im Wochenvergleich nur leicht schwächer. Doch zum Wochenende vermiesen neue Sorgen um den Handelsschreit zwischen den USA und Europa den Anlegern die Stimmung. In einem Tweet lässt US-Präsident Donald Trump im Streit um die Autozölle nicht locker und behauptet, Europa sei fast so schlimm wie China. Im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte Trump bereits kommende Woche die nächste Eskalationsstufe zünden. Die Unsicherheit über die zukünftige Handelspolitik der USA hat deutlich zugenommen, nachdem vor kurzem die Einigung mit Mexiko für Erleichterung gesorgt hatte. Die jüngsten Konjunkturdaten der USA sind erfreulich ausgefallen, das Wirtschaftswachstum ist im zweiten Quartal 2018 nach revidierter Schätzung kräftiger gewachsen. Somit beträgt die annualisierte Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal 4,2%. In der Schweiz ist das KOF-Konjunkturbarometer im August im Vergleich zum Vormonat rückläufig und lag auf 100,3 Punkten. Dieser Wert ist leicht tiefer als erwartet wurde. Unter den SMI-Titel verzeichneten nur 6 Titel eine Avance die restlichen 14 notierten schwächer. Sika und Givaudan führen die Gewinnerliste an. Letzterer hat eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Unternehmen Synthite im Bereich Parfümerie vermeldet. Arg unter Druck standen am Freitag Swatch, UBS senkt das Rating von Kaufen auf neutral und reduziert das Kursziel auf 450 Franken. Der Swiss Market Index fällt unter die psychologisch wichtige 9000er Marke. Im Wochenvergleich verliert der SMI kurz vor Handelsschluss 0,9%. Walter Dürr Anlageberatung FKB Murten

  • Zwischen robusten Konjunkturdaten und politischen Sorgen

    Der Schweizer Standardwerte-Index (SMI) hat sich zuletzt leicht oberhalb der Marke von 9'000 Punkten festgesetzt. Während die Konjunkturdaten mehrheitlich weiterhin solide sind, sorgen die politischen Konfliktherde weiterhin für eine gewisse Zurückhaltung der Investoren. Im Wochenvergleich stieg der Swiss Market Index (SMI) um 0.5% und schloss auf 9‘052.90 Punkten. Die Avancen sind zwar eher bescheiden. Dennoch ist es nach drei Wochen mit sinkenden Kursen immerhin wieder die erste, in welcher es per Saldo wieder nach oben ging. Politisch gehörten die Schlagzeilen zuletzt einmal mehr dem US-Präsidenten Donald Trump. Das Schuldeingeständnis von Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen hat den Präsidenten der Vereinigten Staaten so stark ins Wanken gebracht wie noch nie in seiner bisherigen Amtszeit. Auf wirtschaftlicher Ebene steht seit Donnerstag das jährliche Treffen der Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole im Mittelpunkt, welches noch bis am Samstag läuft. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, bestätigte in einer Rede während der Notenbankkonferenz insgesamt die Erwartungen der Investoren. Der Währungshüter sieht trotz der robusten Konjunktur keine grosse Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft. Er hält unverändert graduelle Leitzinsanhebungen für angemessen. Im Blick blieb zudem der internationale Handelsstreit. China und die Vereinigten Staaten hatten in ihrer jüngsten Gesprächsrunde zum Zollkonflikt anscheinend keinen Durchbruch erzielt. Dies war aber von Experten auch nicht erwartet worden. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • TÜRKEI-KRISE IM FOKUS

    Die Politik beherrscht weiterhin das Börsenparket. In der abgelaufenen Börsenwoche kam mit der Türkei-Krise ein weiterer Brandherd hinzu. Als Brandbeschleuniger amtet einmal mehr US-Präsident Trump. Nachdem er Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppelt hatte, brach die türkische Lira regelrecht ein. Der türkische Präsident Erdogan andererseits lehnte es ab, durch höhere Zinsen die Landeswährung zu stabilisieren Eine Entspannung der Situation ist weiterhin nicht in Sicht. Als Folge der Türkei-Kries gerieten europaweit Bankaktien unter Druck. Auch Schweizer Banktitel konnten sich diesem Negativtrend nicht entziehen. Glück im Unglück – offenbar halten sie via Kredite relative geringe Engagements in ihren Büchern und konnten bislang den Schaden in Grenzen halten. Am Schweizer Markt bestätigte am Montag der Backwarenkonzern Aryzta (+ 7,18%) Spekulationen um eine Kapitalerhöhung. Mit der Ausgabe von neuen Aktien im Umfang von 800 Mio. Euro soll die finanzielle Lage stabilisiert werden. Tags darauf präsentierten der Sanitärkonzern Geberit (- 1,71%) und der Lebensversicherer Swiss Life (- 0,26%) ihre Zahlen zum 1. Halbjahr. Ersterer konnte sowohl Umsatz als auch Gewinn klar steigern, letzterer wurde für die operativen Fortschritte durch laufende Restrukturierungen gelobt. Das Zahlenset von Swisscom (- 2,64%) wurde am Donnerstag vom Markt verhalten aufgenommen. Als Kursschwäche wurde insbesondere die zurückhaltenden Aussagen zur weiteren Entwicklung in Italien ausgemacht. Schweizer Aktienindizes Im Wochenvergleich gewinnt der Swiss Market Index (SMI) knapp den Kampf um die 9‘000er-Marke büsst jedoch 0,30 Prozent oder 27,42 Einheiten auf 9‘003,91 Zähler ein. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,84 Prozent und schliesst bei 1‘465,95 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,42 Prozent auf 10‘721,58 Zähler reduzierte. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25