2020

  • BEWEGTES ERSTES HALBE JAHR

    Die ersten sechs Monate dieses Jahres waren äusserst turbulent. Nach einem guten Start ins neue Jahr verlor der Swiss Market Index aufgrund der Corona-Krise bis Ende März fast 30%. Nur drei Monate später hat der Leitindex den Verlust fast wett gemacht und liegt nun bei minus 5.4% per Ende Juni. Die grossen Gewinner der Periode im SMI sind Lonza (+42%) und Givaudan (+16%). Die zwei grössten Verlierer sind Swiss Re (-33%) und Swatch Group (-30%). Die Erholung der Börsen ist den massiven Interventionen der Notenbanken und der Konjunkturpakete der Regierungen zu verdanken. Erfreuliche Nachrichten gab es dies Woche aus den USA. Die Industrie ist wieder auf dem Wachstumspfand. Der Einkaufsmanager-Index stieg auf dem höchsten Wert seit einem Jahr. Auch die Arbeitslosenzahlen sind im Juni tiefer ausgefallen als erwartet. Die US-Wirtschaft befindet sich jedoch weiterhin in einer Rezession. Zu erwähnen sind die starken Auslieferungszahlen von Tesla. Der Börsenwert katapultiert Tesla zum wertvollsten Autobauer der Welt. In der Schweiz wurden die Zahlen zur Teuerung veröffentlicht. Das Preisniveau ist im Jahresver-gleich um 1.3% gesunken. Clariant hat eine Sonderausschüttung von CHF 3 angekündigt. Dieser Betrag wird aus dem Verkauf des Geschäftsfelds Farb- und Additivkonzentraten finanziert. ABB hat den Verkauf des Stromnetzgeschäft an die japanische Hitachi abgeschlossen. Der Erlös wird zum Teil für den Rückkauf von 10% des ausgegebenen Aktienkapitals verwendet. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 0.84% bei 10'125.84 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung, Freiburger Kantonalbank, Freiburg

  • Corona-Sorgen versus Konjunkturdaten

    Corona-Sorgen versus Konjunkturdaten Die Aktienmärkte sind hin- und hergerissen zwischen wieder gestiegenen Corona-Sorgen und Konjunkturdaten, die zumindest auf eine moderate Erholung der Wirtschaft hindeuten. Während in Europa bisher nur gravierende Einzelfälle verzeichnet worden sind, steigen die Corona-Neuinfektionen in anderen Ländern wieder. Vor allem die steigenden Fallzahlen in den USA, wo möglicherweise Lockerungsmassnahmen zu früh verkündet worden seien, bereiten Investoren Sorgen. Zuletzt wurde bekannt, dass der Gouverneur von Texas die Öffnung der Wirtschaft vorerst gestoppt habe. Damit bleiben die Entwicklungen in den USA kritisch und weiter im Fokus. Ein weiterer Faktor für die Stimmungslage ist der unter Druck stehende US-Präsident Donald Trump, der immer wieder mit verbalen Rundumschlägen zu den Handelsbeziehungen zu China oder der EU die Lage unvermittelt anheizen kann. Die jüngsten Kursrückschläge am Aktienmarkt sind jeweils immer rasch durch neue Käufe kompensiert worden. Wegen der neuaufkommenden Sorgen um eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle habe die Nervosität der Anleger nun wieder zugelegt. Der Swiss Market Index (SMI) verlor im Einklang der weltweiten Aktienmärkte im Wochenvergleich 2.2% Prozent und schloss bei 10'041.91 Punkten. Somit erlitt der Standardwerte-Index seit dem Tief von Mitte März die dritte Verlustwoche. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • AKTIENMÄRKTE IM AUFWIND

    Nachdem letzte Woche die Aktienmärkte herbe Verluste verkraften mussten, wurde diese Woche die die Verluste mehr als wettgemacht. Der SMI erreichte sogar neue Höchststände seit dem Jahrestiefststand im März. Auch die europäischen Aktienmärkte zeigten sich von der Sonnenseite. Legten doch die verschiedenen Aktienindizes wie der DAX, CAC 40, und FTSE 100 über 4 Prozent zu. Diverse Wirtschaftsdaten aus den USA, fielen besser aus als erwartet. Die Baubeginne und Baubewilligungen steigen im Mai und die Leading Indicators konnten auch erstmals wieder zulegen. Damit hat die US-Wirtschaft den anfänglichen Pandemie-Schock im Mai hinter sich gelassen. Auch die kräftige Erholung des Philly-Fed-Index (Index für künftig erwartete Aktivitäten) lässt auf eine spürbare Verbesserung der regionalen Geschäftstätigkeiten schliessen. Zudem deuten die Erwartungskomponenten darauf hin, dass die Befragten für den Rest des Jahres mit ei-nem anhaltenden Wachstum rechnen. Die vierteljährliche Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank lieferte wie erwartet keine Überraschung. Angesichts der tiefen Rezession und des starken Franken hält die SNB wie auch die Europäische Zentralbank an Ihrer expansiven Geldpolitik fest. Das wird zur Folge haben, dass die Zinsen in der Schweiz noch für sehr lange tief bleiben wer-den. Sie ist auch weiterhin bereit am Devisenmarkt zu intervenieren. Die SNB rechnet sowohl für das laufende und kommende Jahr mit einer negativen Inflationsrate. 2022 soll dann die Inflationsrate mit 0.2% wieder in den positiven Bereich zurückkehren. Im Einklang mit allen anderen Aktienmärkten verzeichnete auch der Schweizer Aktienmarkt ein kräftiges Plus. Im Wochenvergleich stieg der Swiss Market Index um 4,8% auf 10'266 Punkte. Walter Dürr Vermögensverwaltung - Murten 026 672 85 15

  • Das FED gibt den Takt vor

    REALITÄTSSCHOCK Nach verhaltenem Start in die Woche waren am Mittwoch alle Augen nach Amerika gerichtet. Die amerikanische Notenbank gab im Anschluss an die Offenmarktsitzung Prognosen zu Wirtschaft und Zinspolitik bekannt. Der Leitzins wurde wie erwartet bei 0-0.25% belassen. Der Ausblick von FED-Chef Powell, dass mit keiner schnellen konjunkturellen Erholung zu rechnen sei, hat den Märkten einen Dämpfer versetzt. Es kam zu Gewinnmitnahmen, sämtliche Börsen reagierten mit deutlichen Abgaben. Um die Wirtschaft zu beleben werden weiterhin exorbitante Beträge in die Märkte gepumpt. So kauft das FED monatlich Papiere im Umfang von 120 Mia US-Dollar. Die Bilanz der Notenbank steigt damit auf einen Rekordwert von 7.2 Bio US-Dollar, was mehr als einem Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA entspricht. TINA There Is No Alternative – die unglaubliche Rally der vergangenen Wochen hat einmal mehr gezeigt, dass an Aktien, mangels Alternativen, langfristig kein Weg vorbeiführt. Attraktive Dividendenrenditen tragen dazu bei. Das hektische Auf und Ab wird uns auch weiterhin beschäftigen und so können Korrekturen für Zukäufe oder für einen gestaffelten Einstieg genutzt werden, um sich für den nächsten Aufschwung zu positionieren… Im Wochenvergleich gibt der SMI um 3.87% auf 9796.37 Punkte nach. MARIANNE FLÜHMANN Vermögensverwaltung - Murten 026 672 85 16

  • Rückwärtsgang oder Anlauf?

    Unterschätze nie einen Menschen, der einen Schritt zurückmacht – er könnte Anlauf nehmen! Lockerungsmassnahmen, Hoffnung einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung; die Märkte scheinen durch nichts mehr aufzuhalten zu sein. Der MSCI World Index, der rund 85% der gesamten Marktkapitalisierung der Industrieländer abbildet, hat seit seinem Tiefstand am 23. März wieder 34% zugelegt. In Europa streitet sich unser Nachbarland mit der EU-Kommission bezüglich der Beteiligung an Lufthansa. Der Rettungsplan sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20% am Kapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von insgesamt bis zu 5.7 Milliarden Euro sowie ein Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro geplant. Der Konflikt zwischen den USA und China geht in eine weitere Runde. Auslöser ist dieses Mal ein vom chinesischen Volkskongresses verabschiedetes restriktives Sicherheitsgesetz für Hongkong. Der US-Präsident droht mit Strafmassnahmen. Der Frühindikator für die Schweizer Konjunktur – das KOF-Konjunkturbarometer – ist im Mai um weitere 6.5 Punkte auf 53.2 abgerutscht und befindet sich auf seinem historischen Tiefststand. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche auf 9'831 Punkten, das ist ein Plus von 1.47% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Konjunktur auf Talfahrt

    Diese Woche wurde das Bruttoinlandprodukt (BIP) für das erste Quartal der EU-Länder und der USA veröffentlicht. In der Eurozone hat das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 3.8% abgenommen. Die Erwartungen für das zweite Quartal sind düster. Analysten erwarten einen Einbruch von bis zu 15%. Positiv zu werten ist der geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0.1% auf 7.4%. Das BIP in den USA ist im ersten Quartal um 4.8% geschrumpft. Für das nächste Quartal wird mit einem noch stärkeren Rückgang von 20 bis 30% gerechnet. Seit Beginn der Pandemie haben 30 Mio. Arbeiter einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Anfang Mai wird die effektive Arbeitslosenquote veröffentlicht. Analysen gehen von einer Quote von 14% aus. Die weltweite Wirtschaftsleistung wird voraussichtlich dieses Jahr um 1.9% zurückgehen. Auch in der Schweiz hinterlässt die Coronakrise tiefe Spuren. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat die BIP-Prognosen für das laufende Jahr auf -6.7% angepasst. Es besteht die Hoffnung, dass es im zweiten halben Jahr zu einer Erholung kommt. Erste Anzeichen davon gibt es bereits in China. Das Reich der Mitte sollte bereits im zweiten Quartal wieder wachsen. Der Swiss Market Index beendet die verkürzte Woche beinahe unverändert bei 9’629 Punkten. Zu den Gewinnern gehören beide Grossbanken. UBS konnte den Vorsteuergewinn um 30% steigern und legt im Wochenvergleich um 14% zu, Credit Suisse um 13%. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Schweizer Aktienmarkt weiterhin stabil

    Viele Menschen stimmt etwas zuversichtlicher, dass nun die Phase der Lockerungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigen Massnahmen begonnen hat. Eine schwere Rezession kann damit aber nicht mehr verhindert werden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat die Prognose für das Wachstum des realen Bruttoinlandprodukt (BIP) nochmals zurückgenommen. So soll die Wirtschaft im laufenden Jahr um 6,7 Prozent schrumpfen, nachdem bei der letzten Einschätzung noch ein Rückgang von 1,3 Prozent prognostiziert wurde. Dies zeigt aber auch, wie schwierig eine Prognose in der aktuellen Ausnahmesituation zu machen ist. Nur nach und nach dürfte klar werden, wie viele Geschäfte und Unternehmen trotz Finanzhilfen letztlich auf der Strecke bleiben und wie viele Arbeitsplätze dauerhaft verloren gehen werden. Abwarten lautet also die Devise. Das haben die Investoren zuletzt ähnlich gesehen. Trotz diesen Hiobsbotschaften von der Konjunkturfront zeigte sich der Schweizer Aktienmarkt in der Berichtwoche weiterhin stabil. Zuvor hatte sich die Börse vier Wochen mit steigenden Kursen kräftig vom grossen Börsensturz erholt. Der Swiss Market Index (SMI) schloss bei 9'625.71 Punkten, was einem Plus von 0.13% gegenüber der Vorwoche entspricht. Dank den Schwergewichten Nestlé & Co. hielte sich der Schweizer Standardwerte-Index besser als andere europäische Aktienmärkte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • TRUMP-TWEET BEFLÜGELT ÖLPREIS

    Ein Tweet von US-Präsident Trump verhalf dem Ölpreis in der abgelaufenen Börsenwoche zu einem Höhenflug. Er habe mit dem Kronprinz Saudi-Arabiens gesprochen, liess dieser verlauten. Der Kronprinz wiederum soll sich zuvor mit Russlands Präsident Putin ausgetauscht haben. Trump «hoffe» und «erwarte» nun, dass dem Förderstreit nun ein Ende gesetzt und 10 Mio. Barrel Öl weniger gefördert werde. Weder Moskau noch das saudische Königshaus bestätigten einen Anruf. Der Ölpreis der Sorte Brent kletterte trotzdem um xx Prozent in die Höhe. Am Schweizer Aktienmarkt vermeldete ABB (- 8,15%) am Montag, dass aufgrund der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang in allen Geschäftsbereichen zu rechnen sei. Der Konzern verzichtete zudem auf einen Ausblick für das Gesamtjahr. Tags darauf zog der Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli (+ 1,84%) seine Gewinnprognosen zurück, bekräftigte aber seine Dividendenzahlung. Nachdem der österreichische Sensorenhersteller AMS (- 16,34%) seine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des milliardenschweren Osram-Kaufs nur zu 70% unterbringen konnte, fiel der Aktienkurs auf ein Mehrjahrestief. Der Rest der Anleihe steckt nun bei den Banken, u.a. auch der UBS (- 4,56%). Die Indexschwergewichte Nestlé (+ 5,05%), Novartis (+ 7,43%) und Roche (+ 8,78%) stützten mit signifikanten Kursavancen den Gesamtmarkt. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 2,74 Prozent oder 246,07 Einheiten auf 9'242,44 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 5,78 Prozent und schliesst bei 1'326,09 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 3,24 Prozent auf 11'286,08 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • HILFSPAKETE STÜTZEN

    Die Coronavirus-Pandemie hat die Aktienmärkte fest im Griff. Die Folgen dieser Krise lassen sich noch eine ganze Weile nicht abschätzen. Einen ersten Anhaltspunkt könnte die in wenigen Wochen anlaufende Quartalsberichterstattung liefern. Erste Erhebungen von Economiesuisse zeigen, dass die Umsätze vielerorts um 20% eingebrochen sind. Es ist damit zu rechnen, dass die Umsätze in den nächsten Monaten weiter zurückgehen. Die Anträge auf Kurzarbeit sind diese Woche auf 656’000 gestiegen. Am Donnerstag wurden die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe der letzten Woche publiziert. Es haben 3.3 Millionen Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Das ist vier Mal mehr als der bisherige Rekord. Die Arbeitslosenquote ist nun bei 5,5%. Diese Woche wurden die Märkte hauptsächlich durch die Ankündigung von Wirtschaftshilfspakete gestützt. Die US-Regierung hat ein 2 Billionen schweres Hilfspaket angekündigt. Der US-Leitindex reagierte prompt auf diese Meldung und legte innerhalb von drei Tagen satte 21% zu. Die G20-Staaten werden über 5 Billionen USD in die Weltwirtschaft investieren um die Corona-Krise abzufedern. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 4.3% bei 8'996.37 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Von den Tiefstständen (vorerst) etwas erholt

    Vor weniger als zwei Monaten berichtete ich hier noch vom Allzeithoch des Schweizer Aktienmarktes. Dann kam die weltweite, rasante Ausbreitung des Coronavirus, welche Panik über die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie auslöste und somit massive Kursverluste verursachte. Die Börse unterliegt gegenwärtig so starken Kurs- und Stimmungsschwankungen wie noch selten zuvor. Am einen Tag acht Prozent runter, am nächsten wieder fünf rauf. Diese Nervosität kommt nicht von ungefähr. Denn noch lassen sich die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht abschätzen. Neben den täglich zur Veröffentlichung anstehenden Statistiken rund um die Coronavirus-Pandemie gilt das Interesse der Marktakteure vermehrt auch den konjunkturellen Vorlaufindikatoren. In der Berichtwoche wurden anfangs nochmals neue Tiefststände registriert, bevor sich der Schweizer Aktienmarkt wieder etwas erholte. Der Swiss Market Index (SMI) gewann im Wochenvergleich 3 Prozent und schloss bei 8'623.86 Punkten. Das wirtschaftliche Massnahmenpaket des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschehen an der Schweizer Börse. Nach dem massiven Kursverfall nimmt aber bei den meisten Aktien eine (Zwischen-)Erholung Gestalt an. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • VERSCHNAUFPAUSE AN DEN MÄRKTEN

    Die gute Stimmung an den Märkten wurde diese Woche durch das Coronavirus getrübt. Die Zunahme der neuen Fälle ausserhalb Chinas verunsichert die Investoren. Aufgrund des Virus erwartet die chinesische Regierung einen starken Rückgang des Aussenhandels in den ersten beiden Monaten. Nach einem Unterbruch der Produktion für mehrere Wochen wird erwartet, dass sich ende Februar die Produktion wieder normalisiert. Peking sucht Massnahmen, um die Wirtschaft zu fördern. Kaum Einfluss hatte die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank. Die FED bestätigte, dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten wird und die Entwicklung der Epidemie im Auge behält. An der Schweizer Börse gaben zwei Ankündigungen zu reden. UBS kündigte den Rücktritt von Sergio Ermotti an. Dieser wird durch Ralph Hamers ersetzt. Die Nachricht wurde vom Markt begrüsst und wird allgemein als kluger Schachzug aufgenommen. Der Rückversicherer Swiss Re hat am Donnerstag schwache Jahreszahlen veröffentlicht. Der Abschluss ist durch umfangreiche Grossschäden geprägt. Der Titel gab um 8.1% nach. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 11'270 Punkten gestiegen und beendet die Woche mit einem Minus von 0.16% bei 11'110.78 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung

  • Allzeithoch - Coronavirus hin oder her

    Gegen das billige Geld der Notenbanken kommt (bis jetzt) auch eine Epidemie nicht an. So hat der Swiss Market Index (SMI) in einer Woche, in der die industrielle Produktion in China praktisch stillgelegt war, mit Schwung die Marke von 11'000 Punkten genommen und gleichzeitig die beste Woche seit langem hingelegt. Im Wochenvergleich gewann der Standardwerte-Index SMI 3.52% und schloss auf 11'001.53 Punkten. Das neue Allzeithoch wurde am Donnerstag bei 11'061 Punkten markiert. Damit befindet sich der Leitindex auch im Vergleich zum Schlussstand von Ende 2019 wieder klar in positivem Terrain. Im Anschluss an die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten der Vorwoche hätte diese Woche nun die Produktion in den Fabriken wieder voll aufgenommen werden sollen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben aber die chinesischen Behörden verordnet, dass die Produktionsstätten vorläufig geschlossen bleiben. Offenbar dominiert an den Märkten jedoch derzeit die Hoffnung, dass es lediglich zu einer kleinen wirtschaftlichen Delle kommen wird, welche im Jahresverlauf wieder ausgebügelt werden kann. Viele gehen derzeit auch davon aus, dass die Viruskrise eher die chinesische Wirtschaft und weniger Europa und Amerika treffen dürfte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Zwischenzeitlich neue Rekordmarke

    Nachdem der Swiss Market Index (SMI) in der Berichtwoche zunächst eine neue Rekordmarke gesetzt hatte, bremste das Lungen-Virus in China die Aktienmärkte kurzzeitig aus. Aber schon zum Wochenschluss haben die Märkte den Rücksetzer mehr oder weniger wieder wett gemacht. Die Investoren begrüssen die bisherigen Massnahmen der chinesischen Regierung und deren transparentes Umgehen mit der Lage, kommentierten Börsenhändler. Für Erleichterung hatte schon am Donnerstag die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesorgt, als sie auf das Ausrufen einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" verzichtet hatte. Auf der Konjunkturseite überraschten die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie der grössten EU-Volkswirtschaft Deutschland positiv. Dass die Märkte derzeit weiter nach oben tendieren, hat laut Analysten natürlich auch mit der politischen Entspannung zu tun. Das Teilabkommen zwischen den USA und China in dem seit anderthalb Jahren andauernden Handelsstreit hat viele Gemüter erst einmal beruhigt. Aber auch andere Konfliktherde, wie die Auseinandersetzung zwischen dem Iran und den USA passten in dieses Bild, da auch hier eine Eskalation abgewendet werden konnte. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'849.75 Punkten und somit im Wochenvergleich praktisch unverändert (+0.07%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

2019

  • Doppelte Freude

    Für positive Stimmung an den Aktienmärkten sorgten in der zweiten Wochenhälfte die Entwicklungen in Grossbritannien sowie im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach dem klaren Sieg für Boris Johnson bei der britischen Parlamentswahl und dem vorläufigen Burgfrieden im US-chinesischen Zollstreit könnte der Weg für eine Jahresendrally frei sein. Die USA und China haben sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf ein Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte. Teil der Einigung ist demnach die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätte in Kraft treten sollen. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt. Die USA hätten sich auch verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen. Zusammen mit dem deutlichen Wahlsieg von Premierminister Boris Johnson in Grossbritannien könnte sich die politische Unsicherheit Experten zufolge nun erst einmal verflüchtigt haben. Boris Johnson sicherte sich bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit und will den Brexit damit nun bis Ende Januar vollziehen. Nach den Kursabgaben zu Wochenbeginn registrierte der Swiss Market Index (SMI) auf Wochenbasis noch ein Minus von 0.33% und schloss auf 10'429.27 Punkten. Dabei verhinderten vor allem die Index-Schwergewichte eine höhere Notierung. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • DEN ZINSEN SEI DANK!

    Wer erinnert sich noch? Vor genau einem Jahr, anfangs Dezember 2018, befand sich der SMI bei knapp 9'200 Punkten. Danach ging es nur noch in eine Richtung, nämlich bergab bis zum Jahresschlussstand von 8'429.30 Zählern. Einer der Hauptgründe dieses Rückgangs waren Ängste betreffend weltweit höhere Zinsen für das neue Jahr. Knapp ein Jahr später scheint für die meisten Aktienmärkte die Sonne. Auch unser Börsenindex konnte seither über 2'000 Punkte zulegen und befindet sich heute bei 10'463.88 Punkten. Ein beachtliches Plus von 24,14%, was wohl nur wenige erwartet hätten. Auf was ist diese starke Verbesserung zurück zu führen? Einerseits haben sich die negativen Makroeinflüsse nicht vermehrt, dieser Bereich hat sich sogar beruhigt. Viel wichtiger ist jedoch der Einfluss der Zinsrückgänge. Die Kehrtwende der Zinspolitik, besonders jene der US-Notenbank Fed, beflügelte die verschiedenen Börsenplätze. Der US-Leitzins liegt nun, nach der letzten Herabsetzung vom vergangenen 30. Oktober um 0,25% (bereits die dritte seit diesem Sommer), bei 1,75%. Der heutige Wochenbericht ist mein letzter einer langen Serie. In meinem ersten Bericht im April 2005 übersprang der SMI die 6000er-Hürde. Seither gab es über viele starke Rückschläge und neue Rekorde zu berichten. Unseren treuen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Rubrik. Josef Greca Vermögensverwaltung, Freiburg

  • Die Hoffnung stirbt zuletzt…

    … dies hat sich auch in der vergangenen Handelswoche gezeigt, wenn es um den Handelsstreit zwischen den USA und China und dessen Auswirkungen auf die Börse ging. Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich auf breiter Front verbessert. Ausgelöst wurde der Stimmungsumschwung von einem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, der am späten Donnerstagabend in Washington sagte, beide Seiten seien nur noch "wenige Federstriche" von einem Zwischenabkommen entfernt. Er sagte aber auch, das Abkommen sei noch nicht in trockenen Tüchern. Die beiden Handelsdelegationen stehen derzeit in Videokonferenzen in Kontakt zueinander, um Details des angestrebten "Phase-1-Abkommens" zu besprechen. Sollte sich die Hoffnung im Handelsstreit erfüllen und die zurückgehende Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union bestätigen, stehe einem Weihnachtsrally nicht mehr viel im Weg, heisst es am Markt. Seit der zweiten Oktober-Hälfte bewegt sich der Swiss Market Index (SMI) wieder auf Rekordterrain. Nachdem das Börsenbarometer zuletzt etwas zurückgefallen ist, fehlen wieder weniger als 100 Punkte zur Bestmarke bei 10'356 Punkten. Das Geschäft in der Berichtwoche beschreiben Händler insgesamt als relativ ruhig. Auch der Eurex-Verfall belebte den Markt kaum. Der SMI beendete den Handel auf dem Vorwochen-Niveau. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KONJUNKTURDATEN ENTTÄUSCHEN

    Diese Woche wurde durch die zunehmenden Konjunktursorgen gekennzeichnet. In der Schweiz hat der Einkaufsmanagerindex für die Industrie (PMI) den tiefsten Stand seit Juli 2009 erreicht. Dieser ist auf 44.6 Punkte gesunken. Ein Wert unter 50 Punkten bedeutet eine Verschlechterung der Bedingungen. In guter Verfassung bleibt der Dienst-leistungssektor, welcher ca. 80% der Wirtschafts-leistung in der Schweiz ausmacht. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den USA und in Europa ab. In beiden Wirtschaftsregionen weisen die Industrieindikatoren eine negative Tendenz auf. In den USA sind auch die Daten für den Dienstleistungssektor (ISM Services) enttäuschend ausgefallen. Der Index ist von 56.4 auf 52.6 Punkte zurückgekommen. Es scheint, dass die Schwäche des Industriesektors auf den Dienstleistungssektor abfärbt. Auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes deutet auf eine Abkühlung der Wirtschaft hin. Im September wurden leicht weniger Stellen als erwartet geschaffen. Die Arbeitslosenquote befindet sich auf den tiefsten Stand seit 1969, bei 3.5%. Der Monat Oktober hat bei den Anlegern einen schlechten Ruf. In der ersten Oktober Woche wird er diesem gerecht. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Minus von 2.09% bei 9'827.72 Punkten. Seit Jahresbeginn liegt der SMI aber bei einem sehr erfreulichen Plus von 16.59%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Investoren sind vorsichtig optimistisch

    Für eine Entspannung auf dem Börsenparkett hat die vergangene Handelswoche nicht gesorgt. Weder mit Blick auf die politische Entwicklung, noch was die Wirtschaft angeht. In Sachen Brexit kochen die Gemüter der Politiker und Journalisten in Anbetracht der Lähmung von Regierung und Parlament erneut hoch. Die juristische Ohrfeige für Premier Boris Johnson durch das oberste Gericht schwächte seine Position einmal mehr. Die von ihm verhängte Parlaments-Pause sei "ungesetzlich", lautete das klare Urteil. In den USA beherrscht einmal nicht der Handelsstreit mit China die politische Bühne. Hier steht Präsident Donald Trump wegen möglichem Machtmissbrauch und einem von den Demokraten angestrebten Amtsenthebungsverfahren unter hohem Druck. Der Vorwurf lautet, eine ausländische Macht zur Beeinflussung der US-Wahl aufgefordert zu haben. Trotz der gravierenden Vorwürfe werden einer Anklage angesichts der republikanischen Mehrheit keine grossen Chancen eingeräumt. Deren Auswirkungen auf die Wirtschaft dürften entsprechend letztlich auch eher gering bleiben. Es bestehe immerhin die Gefahr, dass der politische Fokus auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren den Handelsstreit mit China in den Hintergrund rücken lasse, kommentierten Analysten. In dieser Sache kamen zuletzt von der chinesischen Seite gewisse Entspannungssignale, was die Aktienmärkten zum Wochenschluss positiv tendieren liess. Nachdem der Swiss Market Index (SMI) bis zur Wochenmitte noch geschwächelt hatte, kämpfte er sich wieder auf das Vorwocheniveau zurück und schloss bei 10'037.81 Punkten (-0.19%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KEINE NORMALISIERUNG IN SICHT

    Diese Woche waren alle Blicke auf den EZB-Präsident Mario Draghi gerichtet. Wie von den Finanzmärkten erwartet, hat die EZB den Einlage-satz von -0.4% auf -0.5% gesenkt. Die Zinsen werden auf diesem Niveau belassen, solange das Inflationsziel von 2% nicht erreicht ist. Ausserdem wird die EZB ab dem 1. November die Anleihenkäufe wieder aufnehmen. Sie wird 20 Milliarden Wertschriften pro Monat erwerben. Mit diesen Massnahmen möchte Mario Draghi die schwächelnde Wirtschaft wieder ankurbeln. Unter Ökonomen wird jedoch gezweifelt ob diese weitere Zinssenkung eine Wirkung auf die Konjunkturlage haben wird. Mit diesen Schritten ist eine Normalisierung der Zinsen in weiter Ferne gerückt. Auch die nächste Woche stehen die Zentralbanken im Fokus. Die FED sowie die SNB halten ihre Sitzung. Wird die SNB mit der EZB mitziehen und die Zinsen senken? Die Mehrheit der Analysten gehen von einer Zinssenkung von 0.25% auf -1% aus. Im Handelsstreit zwischen China und den USA gab es weitere Zeichen der Entspannung. China hat Ausnahmen von Straffzöllen auf US Waren verkündet. Im Gegenzug hat Donald Trump die Einführung der neuen Strafzölle um zwei Wochen verschoben. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 10’140.93 Punkten gestiegen und beendet die Woche bei 10’047.34 Punkten oder ein Minus von 0,26%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg