2019

  • WIE STEHTS MIT DER INFLATION?

    Viele Anleger und Analysten stellen sich diese Frage. Nicht überraschend, handelt es sich doch um eine der wichtigen makroökonomischen Kennzahlen. Die Inflation beeinflusst ja bekanntlich die Zinsen und somit auch die Aktienmärkte. Seit einigen Wochen gewinnt die Konjunktur wieder an Fahrt, und auch die Ölpreise sind geklettert. Die Konsumentenpreise bleiben jedoch recht stabil und Konjunkturforscher, die einen Schub voraussagen, werden öfters widerlegt. Gemäss Experten der Bank Morgan Stanley geht gegenwärtig ein deflationärer Effekt von China auf den Rest der Welt aus. Die chinesischen Erzeuger- und Exportpreise steigen nicht. Ab 2020 könnte China zu einer Quelle werden, die für den Rest der Welt zu mehr Inflation führt. Die Zentralbanken liegen mit Ihrer vorsichtigen Geldpolitik kaum falsch, doch der Spielraum wird knapp. Durch diese Politik sorgen sie für tiefe Realzinsen, und die vorhandene Liquidität wird in Aktien investiert. Für Turbulenzen an den Finanzmärkten wird sicher eine zukünftige geldpolitische Normalisierung der Notenbanken sorgen. Diese Woche verliert der SMI 2,76% (269,48 Punk-te) und befindet sich nun bei 9‘472.83 Zählern. Dem wieder im Vordergrund liegenden Handelsstreit USA-China sei Dank. Befinden wir uns nur in einer Korrekturphase, oder hat der Mark nach dem sehr guten Jahresbeginn gekehrt? Die Antwort folgt bestimmt in den nächsten Wochen. Josef Greca Vermögensverwaltung Freiburg 026 350 74 20  

  • RÜCKLÄUFIGER EINKAUFSMANAGERINDEX (PMI)

    Als Wachstumsschwelle für die Schweizer Industrie gilt die Marke von 50 Punkten. Erstmals seit dem Frankenschock vor gut vier Jahren ist der PMI-Index mit 48,5 Punkten unter diese Schwelle gerutscht. Nebst der Tatsache, dass die Wachstumsschwelle verpasst wurde, lag der PMI-Wert auch deutlich unter den Erwartungen der Ökonomen. Damit bekommt die Schweizer Industrie die abschwächende Nachfrage – insbesondere aus Europa – zu spüren. Gemäss Aussagen von Experten soll die Lage aber nicht alarmierend sein. Nach einem überraschend soliden Ergebnis legte der Aktienkurs der an der Schweizer Börse kotierten österreichischen Halbleiterherstellerin AMS (+ 49,32%) markant zu. Auch der Ausblick für das zweite Quartal fiel laut Analysten besser als erwartet aus. Das Zahlenset von Clariant (- 3,23%) wurde nicht goutiert. Zwar konnte der Umsatz die Erwartungen erfüllen, kritisiert wurden aber die weiterhin schwachen Margen. Sanitärtechniker Geberit (+ 8,31%) hat eine soliden Start ins neue Jahr gezeigt und im ersten Quartal etwas mehr verkauft als im Vorjahr. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte Swisscom (- 1,55%) anlässlich der Zahlenpräsentation zum ersten Quartal. Etwas weniger verdient als noch vor Jahresfrist hat der Rückversicherer Swiss Re (- 3,65%). Hier belasteten insbesondere grosse Naturkatastrophen die Rechnung. Einen Schuss vor den Bug kassierte die UBS (+ 0,33%), nachdem die Aktionäre an der Generalversammlung dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung die Decharge verweigerten. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 0,18 Prozent oder 17,72 Einheiten auf 9‘741,99 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 3,38 Prozent und schliesst bei 1‘524,64 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,26 Prozent auf 11‘721,89 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25

  • POSITIVE KONJUNKTURERWARTUNGEN FÜR DIE SCHWEIZ

    Die Konjunkturerwartungen der Analysten in der Schweiz haben sich im April deutlich aufgehellt. Der Indikator nahm von -26.9 auf -7.7 zu und erreichte damit den höchsten Wert seit Juli 2018. Gleichzeitig lag er jedoch den zehnten Monat in Folge im negativen Bereich. Die meisten der befragten Analysten gehen allerdings davon aus, dass sich die Wirtschaftslage weder signifikant verbessern noch merklich verschlechtern wird. In der Eurozone gibt es zwar vereinzelt Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung, bislang sind sie aber noch schwach ausgeprägt. Nach wie vor wird mit einem vergleichsweise bescheidenen Wirtschaftswachstum von 1% in der Eurozone in diesem Jahr gerechnet. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie erholte sich leicht von seinem 71-Monatstief und nahm von 47.5 auf 47.8 Punkte zu. Die deutsche Industrie hat weiterhin Mühe aus der Krise herauszukommen. In Grossbritannien sind die Detailhandelsumsätze ohne Treibstoffe markant besser ausgefallen als erwartet und konnten 1.2% zulegen. Dazu dürfte auch das überdurchschnittlich warme Wetter beigetragen haben. Das starke Wachstum bei den Lebensmitteln könnte ausserdem auf den ursprünglich für Ende März vorgesehenen Brexit-Termin zurückzuführen sein. Die britischen Haushalte haben sich mit Notvorräten eingedeckt, um auf einen ungeordneten Brexit vorbereitet zu sein. Im Wochenvergleich gewinnt der SMI 1.60 % und schliesst mit einem Allzeithoch von 9724.27 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking Murten 026 672 85 16