2018

  • HANDELSKRIEG 2.0

    Auch in der abgelaufenen Woche war der Handelskrieg USA vs. China das bestimmende Thema auf dem Börsenparket. Kaum hatten die USA am Mittwoch eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen im Wert von 200 Milliarden Dollar vorgelegt, wurden die bis zum Dienstagabend aufgelaufenen Kursavancen wieder zunichte gemacht. Ein besser als erwarteter Ausgang am NATO-Gipfel in Brüssel sowie der Start in die Berichtssaison rückten alsdann die Sorgen vor einem eskalierenden Handelsstreit wieder etwas in den Hintergrund. Am Schweizer Aktienmarkt waren insbesondere die SMI-Schwergewichte Novartis (+ 3,50%) und Roche (+ 3,93%) gut unterwegs. Nach einem durchzogenen 2017 und einem schwachen Start ins neue Börsenjahr scheinen die Titel langsam wieder auf die Einkaufszettel der Anleger zurückzukehren. Am breiten Markt musste der Industriekonzern Bossard (+ 9,25%) am Donnerstag mit den Semesterzahlen zu überzeugen. Ebenfalls positiv aufgenommen wurde der Zahlenkranz des Handelsunternehmens DKSH (+ 3,42%). Zum Wochenschluss konnte EMS-Chemie (+ 4,65%) hohen Umsatzerwartungen erfüllen und dem Schokoladenproduzent Barry Callebaut (- 2,07%) gelang diesbezüglich mehr oder weniger eine Punktelandung. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 1,88 Prozent oder 163,63 Einheiten auf 8‘861,05 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,75 Prozent und schliesst bei 1‘457,25 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 1,81 Prozent auf 10‘606,14 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25

  • Erfreuliches KOF-Konjunkturbarometer

    Das KOF-Konjunkturbarometer ist im Juni unerwartet angestiegen. Der Indikator stieg von 100.0 auf 101.7 Punkte und liegt damit wieder über dem langjährigen Durchschnitt. Damit deutet der Indikator eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung der Schweiz an. Innerhalb der verschiedenen Branchen sind die Aussichten für die nahe Zukunft gemischt. Positiv haben sich die Indikatoren für die Holz- und Glasindustrie, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die Kunststoffindustrie entwickelt. Dagegen trübten sich die Perspektiven für den Maschinen- und Fahrzeugbau, die Textilindustrie und den Metallbereich ein. In den USA stieg im Juni der aussagekräftigste Vorlaufindikator für die Industrie und die gesamte US-Wirtschaft, der ISM Manufacturing Index, von 58.7 auf 60.2 Punkte. Die ohnehin schon gute Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juni weiter aufgehellt. Die Produktion läuft auf Hochtouren und die Auftragsbestände verzeichnen weiterhin hohe Zuwächse. Der Handelskonflikt wirkt aber in einigen Bereichen preistreibend. Dies dürfte sich letztendlich auch in einem weiteren Anstieg der Konsumentenpreise widerspiegeln. Die deutsche Industrieproduktion hat im Mai deutlich stärker zugenommen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat betrug das Wachstum 2.60 %. Ausserhalb der Industrie lag die Energieerzeugung um 0.8 % höher als im April und die Bauproduktion stieg um 3.10 %. Im Wochenvergleich gewinnt der SMI 1.02 % und schliesst mit 8697.42 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking  026 672 85 16

  • Handelskonflikte verunsichern weiter

    Die Handelsbeziehungen der USA mit China und Europa ist weiterhin der grösste Belastungsfaktor und am Markt herrscht Verunsicherung bei den Anlegern. Auch wenn es aktuell erst einmal keine neuen Entwicklungen gab, bleibt es aber grundsätzlich dabei, dass die erratische Politik der US-Regierung derzeit eher für Zurückhaltung sorge. Beruhigende Neuigkeiten gab es vom EU-Gipfel. Die Regierungschefs der EU-Länder konnten sich am Morgen nach zähen Verhandlungen auf eine Minimal-Einigung in der Immigranten-Frage einigen. Die Schweizerische Nationalbank hat ihre Geldpolitik an ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung wie erwartet unverändert belassen. Die SNB ist zudem bemüht, jegliche Diskussionen über eine Normalisierung ihrer Geldpolitik zu verhindern. Aufgrund der mittelfristig tieferen Inflationsprognose und den gestiegenen Abwärtsrisiken für die Konjunktur besteht diesbezüglich auch kein dringender Handlungsbedarf. Man ist unverändert der Ansicht, dass die SNB nicht vor der EZB an der Zinsschraube drehen wird, also frühestens im September 2019. In Deutschland hat sich der monatlich bei 9000 Unternehmen erhobene ifo-Geschäftsklimaindex im Juni wie erwartet von 102.3 auf 101.8 Punkte eingetrübt. Gemäss dem ifo Institut ist die Hochkonjunkturphase in Deutschland vorbei. Mit der deutlich schwächeren Dynamik in der Industrie und dem Aussenhandel hat sich das Wachstum weitgehend normalisiert. Im Wochenvergleich verliert der SMI 0.08 % und schliesst mit 8609.30 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking Murten 026 672 85 16

  • Handelsstreit hält Aktienmärkte im Griff

    Der Handelsstreit hat die Aktienmärkte einmal mehr unter Druck gesetzt. Darunter litt auch der Schweizer Leitindex SMI, welcher zwischenzeitlich gar auf den tiefsten Stand seit Februar 2017 zurück fiel. Am Freitag setzte der Standardwerte-Index allerdings zu einer mächtigen Gegenbewegung ein und eroberte die 8‘600er-Marke zurück. Der Swiss Market Index (SMI) notierte zum Börsenschluss auf 8‘616.56 Punkten, was im Wochenvergleich ein Minus von 0.3% ergibt. Ermutigende Konjunkturdaten aus der Eurozone sowie die Einigung auf ein letztes Kreditpaket für Griechenland sorgten zum Wochenschluss für Optimismus am Markt. Trotz dieser Lichtblicke wirft der Handelsstreit weitere Schatten voraus. Die beiden grössten Volkswirtschaften USA und China rüsten sich bereits für eine neue Runde zusätzlicher Zölle. US-Präsident Trump drohte, weitere 200 Milliarden US-Dollar an Importen aus China mit Strafzöllen zu belegen, sollte China Vergeltungsmassnahmen für zuvor verkündete Zölle umsetzen. Ein Ende der „Wie du mir, so ich dir-Politik“ ist also gegenwärtig (noch) nicht in Sicht. Angesichts des angespannten politischen Umfelds hat sich auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) bei ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung am Donnerstag weiter bedeckt gehalten. Sie setzt ihre lockere Geldpolitik mit Negativzinsen unverändert fort. Die Lage am Devisenmarkt bleibe weiterhin fragil, argumentierte sie. Tatsächlich ist der Schweizer Franken als sicherer Hafen zurzeit erneut gefragt.