2019

  • Endlosschlaufe Brexit

    Nachdem mehrere Änderungsvorschläge diese Woche abgelehnt wurden, hat das britische Parlament zwei Wochen vor dem geplanten Brexit für eine Verschiebung des EU-Austritts gestimmt. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in London mit 412 zu 202 Stimmen für eine Fristverlängerung. Verwirrung und Chaos bleiben. Eine Verschiebung des EU-Austritts müsste allerdings von allen EU-Mitgliedstaaten gebilligt werden. Der Antrag auf ein zweites Volksvotum der Briten wurde vom Unterhaus zurückgewiesen. Die Industrieproduktion in der Eurozone hat sich anfangs Jahr stärker als erwartet von ihrem Einbruch zum Jahresende erholt. Der Anstieg war jedoch stark beeinflusst vom Energiesektor, welcher seine Produktion um 2.40 % erhöhen konnte. Bei den Verbrauchsgütern resultierte ein Wachstum von 2.0 %. Das Geschäftsklima in der französischen Industrie hat sich unerwartet deutlich aufgehellt, während es im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe unverändert bleibt. Laut Firmenangaben hat die Produktion nach dem Rückgang im Vormonat wieder deutlich zugenommen. Dies gilt insbesondere für die Computer- und Elektronikindustrie sowie für die chemische Industrie und die Maschinenindustrie. Unter dem Strich sprechen die Indikatoren für eine Fortsetzung des moderaten Wachstums in Frankreich. Im Wochenvergleich gewinnt der SMI 2.32 % und schliesst mit 9483.10 Punkten. MAX HOCHULI Private Banking Murten 026 672 85 16

  • POLITIK ALS TAKTGEBER

    Die Politik bleibt der zentrale Taktgeber an den Aktienmärkten. Die Investoren setzten weiterhin darauf, dass sowohl beim Handelsstreit „USA vs. China“ als auch bei der „Brexit“-Frage ein Lösung gefunden wird. Aufgrund konstruktiver Gespräche mit China hat US-Präsident Trump die Deadline für weitere Zollerhöhungen per 1. März schon mal ungenutzt auslaufen lassen, was prompt als positives Zeichen aufgenommen wurde. Die gescheiterten Gespräche beim Gipfel in Hanoi zwischen Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sowie das Säbelrasseln zwischen Indien und Pakistan setzten die Märkte alsdann wieder etwas unter Druck. Am helvetischen Aktienmarkt präsentierten wieder einige Unternehmen ihre Quartalszahlen. Swiss Life (+ 3,94 %) erfreute dabei die Aktionäre mit einer beabsichtigen Dividendenerhöhung von über 20%. Zum zweiten Mal in Folge erlitt Implenia (- 4,63 %) einen Gewinneinbruch. Das Resultat kommt jedoch nicht ganz unerwartet. Nach einer Gewinnwarnung im Dezember hatte der Baukonzern die Finanzgemeinde bereits auf ein schlechtes Resultat vorbereitet. Auch das Zahlenset von ABB (- 3,53 %) goutierten die Anleger nicht wirklich. Sowohl der Umsatz als auch die Auftragseingänge konnte zwar gesteigert werden, der Gewinn ging jedoch zurück. Nicht besser erging es dem Personaldienstleister Adecco (- 1,39 %). Hier sorgte vor allem der unerwartete Abschreiber in Deutschland für Unmut bei den Investoren. Zu Beginn der Woche kündigte Roche (- 0,09 %) die Übernahme des US-Konzerns Spark Therapeutics für 4,3 Mrd. US-Dollar an. Der Pharmakonzern sieht den Kauf als strategischen Schritt im Bereich Gentherapie. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 0,67 Prozent oder 63,09 Einheiten auf 9‘412,02 Zähler zu und liegt damit nur noch wenige Prozentpunkte unter dem Allzeithoch vom Januar 2018. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,10 Prozent und schliesst bei 1‘454,24 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 0,61 Prozent auf 11‘003,17 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25

  • UNSICHERE MÄRKTE

    Nach dem sehr schlechten Dezember, der viel zum negativen Abschluss des Börsenjahres 2018 beigetragen hatte, folgte zum Jahresbeginn eine positive Wende. Seit Januar konnte unser SMI über 9% zulegen, was einen grossen Teil der letztjährigen Verluste wettmacht. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass dem roten Dezember ein grüner Jahresbeginn folgte! Und nun, seit einigen Tagen, befinden wir uns im orangen Bereich. Einmal sinken die Kurse, am anderem Tag erholen sich diese wieder. Es kommen immer wieder die bekannten Unsicherheiten zum Vorschein, die es weiterhin zu verfolgen gilt. So haben sich konjunkturelle Vorlaufindikatoren weiter eingetrübt, was auf eine stärkere Verlangsamung des Wachstums als bisher angenommen deutet. Dies ist besonders in der Eurozone der Fall. Die britische Wirtschaft leidet je länger je mehr unter der ungelösten Brexit-Frage. Auch die jüngsten Daten der chinesischen Konjunktur geben zu denken, und der Handelsstreit USA-China bleibt weiterhin ein brenzliges Thema. Wie wird die US-Notenbank (Fed) in den nächsten Monaten mit ihrer Zinspolitik umgehen? Wird sie eine Zinspause einlegen oder diese eher noch weiter straffen? Die Gewinnberichtssaison ist bald zu Ende und ging grösstenteils recht ruhig über die Bühne. Diese Woche konnte sich unser Leitindex (SMI) gut halten und gewinnt 106.81 Punkte (1,16%). Er befindet sich nun bei 9‘348.93 Zählern. Josef Greca Vermögensverwaltung Freiburg, 026 350 74 20

  • SMI schliesst wieder über 9‘000 Punkten

    Nachdem der Schweizer Aktienmarkt seine Verluste vom Dezember nahezu vollständig wettmachen konnte, bekundet er seit wenigen Tagen wieder etwas Mühe. Weil sich enttäuschende Konjunkturzahlen in Europa häufen, nehmen die Konjunktursorgen wieder etwas zu. So haben die schwächere Weltkonjunktur und handelspolitische Unsicherheiten 2018 etwa beim deutschen Maschinenbau Bremsspuren hinterlassen. Vor allem zum Jahresende lief es in der exportorientierten deutschen Schlüsselindustrie schlechter als erwartet, und auch in Italien ist im Dezember die Industrieproduktion zum vierten Mal in Folge geschrumpft. Auf der politischen Seite kam die Ernüchterung, weil die Hoffnung auf einen Kompromiss im Handelsstreit wieder im Sande verlief. Anlass dazu gab US-Präsident Donald Trump mit der Aussage, dass er sich nicht mit Chinas Staatschef Xi Jinping treffen werde, bevor im März neue US-Strafzölle auf chinesische Waren in Kraft treten sollen. Kurz vor dem Auslauf des Ultimatums tickt also die Uhr. Immerhin wird in den kommenden Tagen aber eine US-Delegation zu Gesprächen in China erwartet. Eine Einigung gilt nach wie vor als nicht ausgeschlossen. Nach einem freundlichen Wochenstart wurden die Gewinne im Handelsverlauf grösstenteils wieder preisgegeben. Der Swiss Market Index (SMI) rettete im Wochenvergleich ein Plus von 7 Punkten (+0.08%) und schloss mit 9'003.41 wieder über der 9‘000er-Marke. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung