2021

  • CREDIT SUISSE BLEIBT IM FOKUS

    Nachdem die Credit Suisse (- 3,58%) schon letzte Woche im Zuge des Archegos-Debackels knapp 20 Prozent eingebüsst hatte, lief es auch in der Berichtswoche nicht gut. Die Bank stellte einen Vorsteuerverlust für das 1. Quartal in der Höhe von 900 Millionen Franken in Aussicht. Anfang der Woche reagierte die Bank und setzte zwei Top Manager vor die Tür. CEO Gottstein kündigte ausserdem eine Strategieüberprüfung an. Auf der anderen Seite haben die Papiere des Vermögensverwalters Partners Group (+ 5,77%) schon seit Wochen einen guten Lauf. Seit Anfang März ging es knapp 20 Prozent aufwärts. Auch Nestlé (+ 3,11%) vermochte zuzulegen. Diese Woche dürfte eine Studie der britischen Bank Barclays der treibende Faktor gewesen sein. Die Briten haben die nicht-zyklischen Konsumgüter in Europa hochgestuft. Nacht den jeweiligen Dividendenausschüttungen wurden Swisscom (- 5,05%, CHF 22.00 Dividende) und Zürich Insurance (- 5,21%, CHF 20.00 Dividende) entsprechend tiefer gehandelt. Letzterer soll gemäss britischen Medienberichten zufolge in einen Immobilienskandal verwickelt sein, der dem Unternehmen milliardenschwere Schadenszahlungen bescheren könnte. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 1,08 Prozent oder 120,49 Einheiten auf 11'238,52 Zähler zu. Zum neuen Allzeithoch von Februar 2020 fehlen somit nur noch etwas mehr als 70 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,85 Prozent und schliesst bei 1'822,91 Punkten, derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 1,46 Prozent auf 14'329,31 verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • EUROPA HOLT AUF

    Die europäische Industrie erhöht das Wachstumstempo. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Euroraum hat kräftig zugelegt und ist von 57.9 auf 62.4 gestiegen. Die Zahlen deuten auf eine starke globale Nachfrage hin. Im Dienstleistungsbereich sieht man weiterhin einen leichten Rückgang. Dies ist vor allem auf das Freizeitgewerbe zurückzuführen. Aufgrund der Blockade des Suezkanals gab es diese Woche Turbulenzen am Ölmarkt. Der Kanal wird unteranderem intensiv für den Öltransport benutzt. Experten rechnen mit einer andauernden Verzögerung der Schiffsfahrt in der Region. 30% des weltweiten Containervolumens wird über diese Route verschifft. Die Schweizer Nationalbank hat am Donnerstag ihren Kurs bestätigt. Der SNB-Direktor Thomas Jordan geht von einer leicht steigenden Inflation aus. Die SNB wird an den rekordtiefen Zinsen von minus 0.75% festhalten. Die Prognosen der Währungshüter für das Bruttoinlandprodukt sind 2.5 bis 3 Prozent für 2021. Helvetia hat die Zahlen für das Geschäftsjahr veröffentlicht. Der Reingewinn nahm um fast die Hälfte ab. Der Grund ist ein Rückgang der Anlageergebninissen und Prämien. ABB wird im April das zweite Aktienrückkaufprogramm starten. Das Unternehmen wird bis zu USD 4.3 Milliarden dafür einsetzen. Der Swiss Market Index beendet die Woche freundlich mit 1.35% im Plus bei 11’116 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung, Freiburg

  • INFLATIONSÄNGSTE

    Der Ölpreis der Sorte Brent ist, nachdem er letzte Woche über 71 $ tendiert hat, wieder unter 70 $ gefallen. Verschiedene Faktoren sprechen dafür, dass der Ölpreis im Aufwärtstrend bleiben könnte: Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs, die Industrieproduktion in China überrascht positiv und gleichzeitig sorgt die Opec, dass das Angebot begrenzt bleibt. Die Aktien des Backwarenherstellers Aryzta schliessen am Montag + 7.64% auf 1.04 CHF, nachdem bekannt wurde, dass Aryzta mit dem Verkauf des Nordamerika-Geschäfts ihre Schulden kräftig abbauen kann. Gesucht waren am Montag auch die Roche-Bons nachdem bekannt wurde, dass sie die US-Diagnostikfirma GenMark Diagnostics übernimmt. Partners Group übertraf mit ihrem Ergebnis die Erwartungen und erreicht einen Höchststand. An die Aktionäre soll eine höhere Dividende ausgeschüttet werden. Am Mittwoch wurde die Sitzung der US-Notenbank Fed mit Spannung erwartet. Die Fed führt ihre expansive Geldpolitik fort, was die Märkte mit Gewinnen quittierten. Steigende Langfristzinsen an den Anleihemärkten sorgten am Donnerstag an der Wallstreet und am Freitag an den asiatischen Börsen für Verluste. Der Swiss Market Index kann sich der internationalen Börsenschwäche entziehen und schliesst die Handelswoche versöhnlich bei 10‘967.37 oder Plus 3.39%. EMILIA MARCOLINO Vermögensberatung Murten 026 672 85 15  

  • Value oder Growth?

    Value- oder Substanzwerte sind Aktien mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis und einer hohen Dividendenrendite. Sie gelten oft als langweilig und mit beschränktem Kurspotential. Growth- oder Wachstumstitel hingegen werden als sportlich mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten angesehen. Mit letzteren hat man in den vergangenen Jahren satte Gewinne eingefahren. Nun könnte die ‘Old Economy’ wieder zum Zuge kommen. Das aktuelle Umfeld mit steigenden Renditen und damit verbundenen Inflationssorgen dürfte diese Titel begünstigen. Das hat sich diese Woche in den USA gezeigt, wo der 30 Standardwerte umfassende Dow Jones vier Tage in Folge ein neues Rekordhoch erreicht hat. Einen guten Lauf haben auch zyklische Werte. Die Aussicht auf wirtschaftliche Erholung nach der Lockerung der Pandemiemassnahmen verhelfen diesen Titeln, trotz Umsatzrückgängen und verfehlten Zahlen, zu kräftigen Avancen. Wie erwartet hat das US-Repräsentantenhaus am Mittwoch dem grössten Hilfspaket in der Geschichte der USA über USD 1.9 Bio. zugestimmt. Zudem kündigte die Europäische Zentralbank am Donnerstag an, die Anleihekäufe in den kommenden zwei Quartalen signifikant zu erhöhen, um auf die steigenden Zinsen zu reagieren. Im Wochenverlauf kann der SMI um 232.14 Punkte zulegen, was einem Plus von 2.19% entspricht und weist damit im Jahresverlauf wieder ein positives Vorzeichen auf, der breite SPI um 314.26 Punkte oder 2.36% und der gekappte SLI um 45.75 Punkte oder 2.67%. MARIANNE FLÜHMANN Vermögensberatung - Murten 026 672 85 16

  • Das Auf und Ab am Bondmarkt

    Mit einem leichten Aufwärtstrend zum Wochenbeginn konnte sich der Schweizer Aktienmarkt zunächst etwas von den jüngsten Verlusten der Vorwoche erholen. Die Gegenbewegung an den Aktienbörsen sei der vorübergehenden Entspannung an den Anleihemärkten sowie erfreulichen Konjunkturzahlen zu verdanken. Als weitere Stütze sehen Börsianer die Konjunkturdaten aus Australien. Die Situation in Down Under zeige, wie stark sich die Wirtschaft nach dem Lockdown entwickeln könnte und lasse auf baldige Lockerungen in Europa hoffen. In der zweiten Wochenhälfte wurde die Stimmung wegen wieder ansteigenden US-Anleiherenditen etwas eingetrübt. Steigende Renditen signalisieren Inflationsängste und bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Zudem werden Anleihen als Investmentalternative zu Aktien wieder interessanter, was den Höhenflug der Aktienmärkte ausbremsen könnte. Laut Händlern wird befürchtet, dass die Zentralbanken bei steigender Inflation den Geldhahn früher als erwartet zudrehen könnten. Für weitere Nervosität sorgte US-Notenbankpräsident Jerome Powell anlässlich seiner Rede am Donnerstag. Er sei zu vage geblieben, was die möglichen Reaktionen der Fed sein könnten, falls die Bondrenditen noch kräftiger stiegen, heisst es am Markt. Dennoch verteidigt der Swiss Market Index (SMI) auf Wochensicht seine Gewinne und schliesst mit einem Plus von 0.8 Prozent bei 10’607.79 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • Inflationsangst gegenüber Impfhoffnung

    Die Aktienmärkte standen in der vergangenen Handelswoche im Spannungsfeld zwischen anhaltenden Zinsängsten und konjunkturellen Frühlingsgefühlen. Inflationsängste und weiter steigende Renditen am US-Bondmarkt drückten weltweit auf die Aktienkurse. Auch der Schweizer Aktienmarkt konnte sich den Abgaben nicht entziehen. Der Swiss Market Index SMI verzeichnete im Wochenvergleich ein Minus von 1.7% und beendete den Handel bei 10'522.22 Punkten. Somit notiert der Leitindex wieder unter dem Niveau von anfangs Jahr. Steigende Zinsen werden Händlern zufolge nun zu einer Gefahr für Aktien, da mit ihnen ein wichtiges Argument für die derzeitige Börsenhausse angegriffen wird: Die Aussicht auf noch länger weit geöffnete Geldschleusen der Währungshüter. Die jüngste Konjunkturerholung und die steigenden Rohstoffpreise haben zu steigenden Inflationserwartungen geführt. Angeheizt werden die Inflationssorgen zudem vom geplanten billionenschweren Konjunkturprogramm des neuen US-Präsidenten Joe Biden. Laut Analysten wird die Inflation jedoch erst eine Gefahr für die Aktienmärkte, wenn sich die Notenbanken zu einer Abkehr bewegen. Dafür gebe es derzeit aber noch keine klare Signale. Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell wurden am Mittwoch noch als starke Bekenntnis angesehen, dass die Fed bei ihrer ultralockeren Geldpolitik bleiben will. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Zurückhaltung

    Die Märkte hatten einen guten Start in die Woche. Der Nikkei 225 legte am Montag +1,76% vor und Europa zog mit +1,04% nach. Danach war die Euphorie Verflogen. Im Firmenbereich verkündete Glencore seine Ergebnisse. Der Umsatz brach um 34% auf 142,34 Milliarden Dollar ein. Der Verlust belief sich auf 1,903 Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist bereit, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft voranzutreiben. Der Hersteller von Dentalimplantaten Straumann litt ebenfalls in der Corona-Krise. Der Umsatz schwächelte um 10,7% auf 1,43 Milliarden Franken. Unter dem Strich blieb trotzdem noch ein Reingewinn von 92 Millionen Franken. Die Zuger Bauchemieherstellerin Sika konnte positives Wachstum in allen Regionen verbuchen und hat somit das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Obwohl der Umsatz um 2,9% zurück ging, ist der Reingewinn um 8,8% auf 825,1 Millionen Franken gewachsen. Swiss Re kommt nicht in Schwung. Durch weitere Corona- und Katastrophenschäden summiert sich der Verlust für das Jahr 2020 auf 878 Millionen US-Dollar. Der Rückversicherer möchte die gleiche Dividende wie im Vorjahr über 5.90 Franken beibehalten. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 10 704.75 Punkten, ein Minus von 1,61% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • SORGLOS GEIMPFT

    Die Aktienmärkte leben von den erhofften weltweiten Hilfspaketen. In den USA konnten die Demokraten die Republikaner überstimmen und haben das 1.9 Billionen schwere Hilfspaket vorangetrieben. Bis zu einem definitiven Entschluss wird es voraussichtlich noch dauern. Auch die publizierten Quartalszahlen, besonders von den Technologiewerten, stützen die Börse. Der Gewinn hat sich bei Amazon im Vergleich zum Vorjahresquartal auf USD 7.2 Mrd. mehr als verdoppelt. Fast mehr zu reden, gab allerdings der Rücktritt von Jeff Bezos als CEO. Andy Jassy wird die Position übernehmen. Google seinerseits hat im vierten Quartal ein Gewinn von USD 15.2 Mrd. erwirtschaftet. Das ist ein Plus von 43% im Jahresvergleich. Die Corona-Krise hat in der Eurozone 2020 tiefe Spuren hinterlassen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) ist um 6.8% geschrumpft, deutlich stärker als in anderen Wirtschaftszonen. Bei den publizierten Unternehmenszahlen ist zu erwähnen, dass die Deutsche Bank erstmals seit 2014 einen Gewinn verbuchen konnte. In der Schweiz hat die Konjunkturforschungsstelle der ETH die Prognosen für das Wachstum des BIP auf 2.1% nach unten angepasst. Am Donnerstag veröffentlichte Roche die Jahreszahlen. Der Umsatz lag am unteren Ende der Erwartungen. Die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende und der erzielte Gewinn pro Aktie konnte die Anleger nicht überzeugen. Positiv sind jedoch die Aussichten der Medikamentenpipeline. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit 1.55% im Plus bei 10’755 Punkten. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Konsolidierung auf hohem Niveau

    Der Swiss Market Index (SMI) wagte sich am Mittwoch auf einem kurzzeitigen Ausflug auf knapp über 10'900 Punkten und damit auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Das Allzeithoch bei 11'270 Zählern vom vergangenen Februar, als Corona noch kein grosses Thema war, ist damit noch rund 400 Punkte entfernt. Ein Angriff auf dieses Rekordhoch sei nur mehr eine Frage der Zeit, heisst es am Markt. Nach diesem zuletzt guten Lauf habe die Neigung zu Gewinnmitnahmen zugenommen. Händler sprachen in diesem Zusammenhang von einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Anleger sorgen sich um die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen, die vielerorts mit Verschärfungen der Pandemie-Massnahmen bekämpft werden. Demgegenüber stützt der Beginn der Impfkampagnen gegen Covid-19 die Märkte und sorgt für eine zuversichtliche Stimmung. In den USA hat am Donnerstag der künftige US-Präsident Joe Biden ein 1.9 Billionen US-Dollar schweres Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Krise präsentiert. Die Pläne für dieses neue Konjunkturpaket brachten jedoch keine grossen Überraschungen mit sich, so dass die Börsen dadurch keine grösseren Kursausschläge verzeichneten. Neue Impulse dürften in den nächsten Tagen von der Berichtssaison herkommen, die in den kommenden Handelswochen auch hierzulande an Fahrt aufnehmen wird. Der SMI beendet die Woche mit einem Plus von 0.7 Prozent und schliesst bei 10'877.06 Punkten. Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

  • 2021 soll alles besser werden

    … so zumindest die Hoffnungen der Anleger für das neue Jahr. Immerhin weist der Trend in der ersten Handelswoche 2021, nach der fulminanten Rally seit dem Tiefpunkt der Corona-Krise Mitte März, weiter nach oben. Das Coronavirus verbreitet sich zwar weiter und in dieser ersten Woche haben zahlreiche Länder wegen der anhaltenden hohen Fallzahlen ihre Massnahmen entweder verlängert oder gar nochmals verschärft. Die Anleger hoffen jedoch auf die Kraft flächendeckender und effizienter Impfungen. Zudem sorgt die politische Lage in den USA mittlerweile für eine gewisse Klarheit. Die Investoren erwarten vom neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden, dessen Demokratische Partei nach zwei erfolgreichen Senatsstichwahlen im Bundesstaat Georgia nun wieder eine Mehrheit in der mächtigen Kongresskammer in Washington hat, positive Impulse. Mit dem demokratisch dominierten Repräsentantenhaus im Rücken könnte Biden nun durchregieren und umfangreiche Konjunkturpakete zur Stützung der Wirtschaft auf den Weg bringen. Der Swiss Market Index (SMI) steht nach der ersten Handelswoche im 2021 bei 10'797.99 Punkten, was einem Plus von 0.9% entspricht. Nach einer Zwischenkorrektur anfangs Woche trieben die Anleger den Bitcoin in neue Höhen. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise setzt seinen Rekordlauf fort und notiert über der Marke von 40'000 USD. Thomas Bächler, Vermögensberater

2020

  • Letzte vollständige Handelswoche im 2020

    In der letzten vollständigen Handelswoche dieses Jahres fuhr der Schweizer Aktienmarkt seinen positiven Trend fort. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'523.86 Punkten, was auf Wochensicht einem Plus von 1.27% entspricht. Mit etwas Glück gelingt es der Schweizer Börse in den letzten zwei verkürzten Handelswochen dieses Jahres noch, die Jahresbilanz positiv ausfallen zu lassen. Aktuell fehlen dem Leitindex SMI weniger als 1%, um seinen Schlusskurs von Ende 2019 zu erreichen. Und das, obwohl der Aktienmarkt im zu Ende gehenden Jahr wegen Corona eine wilde Berg- und Talfahrt hinter sich hat. Ein Jahresendrally im typischen Sinne hat es im 2020 nicht gegeben. Vielmehr hatten wir seit der auf den Einbruch im März folgenden Erholung das gesamte restliche Jahr ein (Jahresend-)Rally. Angesichts der weiter schwelenden Corona-Pandemie setzte die US-Notenbank Fed ihre Krisenpolitik fort. Die Leitzinsen beliess sie in der Nähe der Nulllinie, während weiterhin jeden Monat dreistellige Milliardenbeträge in die amerikanische Wirtschaft gepumpt werden. Man werde alle Instrumente nutzen, um die Wirtschaft in dieser "herausfordernden Zeit" zu stützen. Darauf folgte hierzulande die Schweizerische Nationalbank SNB, welche ihren aktuellen Kurs bestätige. Während die Notenbanken die Märkte also weiter mit ausreichend Liquidität bedienen, gab es zuletzt auch bei den Gesprächen rund um ein weiteres US-Hilfspaket und dem Brexit Fortschritte, was die Märkte in dieser Woche ebenfalls stützte. Thomas Bächler, Vermögensberater

  • Trotz Unsicherheiten neuer Optimismus

    Die Anleger hatten in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von Informationen zu verarbeiten. So rückten die insgesamt erfreulichen Unternehmenszahlen zum dritten Quartal fast etwas in den Hintergrund, obwohl sie die deutliche Erholung der globalen Konjunktur unterstrichen. Zu Monatsbeginn waren es dann die US-Wahlen, welche für Marktbewegungen sorgten. Kaum waren die Nachrichten zur Wahl verdaut, wurden positive Studienergebnisse zu einem möglichen Covid-19-Impfstoff bekannt. Die vielversprechenden Impfstoffdaten sorgten generell für eine deutlich verbesserte Anlegerstimmung. Einen weiteren Schub erhielten die Aktienmärkte zu Wochenbeginn von den Nachrichten zu einem zweiten Impfstoff. Der Schweizer Leitindex SMI hatte daraufhin bei 10'627 Punkten einen neuen Höchststand seit Ende Februar erreicht. Auch der US-Leitindex war auf ein neues Rekordhoch geklettert. Doch dann hatte angesichts der weltweit hohen Corona-Infektionszahlen etwas Ernüchterung am Markt eingesetzt. Erneut verhängte Corona-Einschränkungen in Europa und auch in einigen US-Staaten belasteten die Stimmung. Der Swiss Market Index (SMI) ging bei 10'495.65 Punkten aus dem Handel und notiert damit praktisch auf Vorwochen-Niveau. Gewinner als Folge der Impfhoffnungen waren besonders zyklische Aktien und Finanzwerte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • TURBULENTE WOCHE

    Die zweite Pandemie-Welle hat die Märkte fest im Griff. Immer mehr Länder treffen Massnahmen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. All diese Einschränkungen bremsen die erhoffte wirtschaftliche Erholung und drückten die Börsen ins Minus. Für zusätzliche Nervosität sorgen die für nächste Woche anstehenden US-Präsidentschaftswahlen. In den USA konnten sich am Wochenende die Politiker einmal mehr nicht über ein neues Konjunkturpacket einigen. Nach massiven Kurseinbrüchen in der ersten Wochenhälfte, konnten sich die Märkte dank besseren BIP-Zahlen in den USA am Donnerstag stabilisieren. Am Donnerstag hielt die europäische Zentralbank ihre Zinssitzung. Wie erwartet, wurde an der Zinsfront nichts geändert. Die EZB wird die Wirtschaftslage im Dezember neu beurteilen und neue Stützungsmassnahmen ankünden. Credit Suisse veröffentlichte ihre Zahlen für das dritte Quartal. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich verpasst. Die Börse bestrafte die CS prompt. Der Titel gab am Donnerstag bis zu 6% nach. Geberit konnte die Marktteilnehmer mit starken Zahlen positiv überraschen. Der Reingewinn lag für die ersten neun Monate im Jahresvergleich um 6.0% tiefer, was aber deutlich über den Erwartungen liegt. Der Swiss Market Index beendet die Woche deut-lich schwächer mit einem Minus von mehr als 4% bei 9587 Punkten. Für den Monat Oktober ergibt sich ein Rückgang von 7%.

  • Schweizer Konjunkturmotor wieder in Gang…

    Der Schweizer Konjunkturmotor ist nach dem Stillstand im zweiten Quartal wieder in Gang gekommen und hat manchen Marktbeobachter positiv überrascht. Bereits der wirtschaftliche Rückgang war weniger schmerzhaft ausgefallen als in vielen anderen Ländern. Schlüsselsektoren wie die Pharmaindustrie hielten sich gut und verhinderten Schlimmeres. Auch die gesunde finanzielle Lage der Privathaushalte federte den Schock ab und sorgte für Sicherheit. Positive Signale kommen ebenfalls aus der Industrie. Der Einkaufsmanagerindex, ein viel beachteter Frühindikator, befindet sich seit August wieder im Wachstumsbereich. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH (Kof) meldet, dass sich im August die Perspektiven in allen Branchen aufgehellt haben. An den Aktienmärkten sorgen die europaweit wieder stark angestiegenen Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus zuletzt wieder für stärkere Kursschwankungen. Andererseits beunruhigen auch die politischen Entwicklungen in den USA wie die anstehenden Wahlen. Die aufkeimende Unsicherheit zeigte sich am Anfang der vergangenen Woche deutlich an den Börsen. Danach vermochte sich die Stimmung über die Woche etwas zu verbessern, obwohl alle Börsenplätze mit erhöhter Volatilität Wochenverluste verbuchten. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'216.28 Punkten, was auf Wochensicht einem Minus von 3.1 % entspricht. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Aktien sind aktuell alternativlos

    Die in den letzten Jahren weltweit fallenden Zinsen machen es Anleihen-Anlegern schwer, akzeptable Renditen zu erzielen.Wer nach Rendite sucht, muss sich wohl oder übel mit Aktien auseinandersetzen. Beschleunigt durch die Corona-Pandemie, haben Technologieaktien die Nase vorn. Trotz einer turbulenten Woche notiert der Nasdaq-100 Index ein Plus von 30% seit Jahresbeginn. Die grössten Aktien nach Marktkapitalisierung sind Apple (1991 Milliarden Dollar), Microsoft (1614 Mrd.) und Amazon (1638 Mrd.). Was verblüfft, ist die Grösse dieser Firmen. Zusammen umfassen die drei mehr als die 50 grössten europäischen (Eurostoxx50) und die 20 grössten Schweizer Firmen (SMI). In der Schweiz steht Nestlé vorne mit 315 Milliarden Franken. Am Montag hat Tesla einen Aktiensplit im Verhältnis 1:5 durchgeführt. Pro alte Aktie haben Anleger fünf neue ins Depot gebucht bekommen. Dafür verringerte sich der Aktienkurs im gleichen Verhältnis. Apple hat dies mit einem Verhältnis von 1:4 getan. Ein tiefer Aktienpreis fördert die Liquidität und diversifiziert die Anlegerbasis. Die Schweizer Hotelbranche verzeichnete 26,4% weniger Übernachtungen im Juli. Während die Zahl der Logiernächte von Ausländern um 69% fiel, stieg jene von Schweizern gleichzeitig um 31%. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche bei 10 153 Punkten, das ist ein Minus von 0,1% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Politik des billigen Geldes hält an

    Nachdem die Berichtssaison zum ersten Semester dem Ende zuneigt, konzentrieren sich die Investoren vermehrt auf die Konjunkturdaten und Zeichen der Notenbanken. Die Wirtschaftsaktivität hat wieder deutlich angezogen. So haben sich die Konsumausgaben nach dem rekordtiefen Einbruch im zweiten Quartal kräftig erholt, und auch die Einkaufsmanagerindizes signalisieren vielerorts wieder ein Wachstum. Die US-Notenbank (Fed) hatte jüngst konkrete Details zu ihrem neuen geldpolitischen Rahmenwerk öffentlich gemacht. Das bisherige Inflationsziel von zwei Prozent wird zwar beibehalten, es soll aber im Durchschnitt über einen gewissen Zeitraum erreicht werden. Falls also die Inflation längere Zeit unter diesem Ziel liegt, dann kann die Fed anschliessend eine längere Zeit eine höhere Inflation akzeptieren. Die Änderungen sprechen insofern für eine lockere Geldpolitik. Die Aktienmärkte befinden also weiterhin im Spannungsfeld zwischen der global gültigen Politik des sehr billigen Geldes und den Ungewissheiten über das Ausmass der weiteren wirtschaftlichen Erholung von der schweren Rezession. Diese wiederum hängt stark von der Entwicklung des Virus mit den sechs Buchstaben ab. Nachdem der Schweizer Aktienmarkt bereits in den Vorwochen in einem Auf und Ab seitwärts tendierte, fehlt auch in der Berichtwoche eine klare Richtung. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'164.49 Punkten, was im Wochenvergleich einem Minus von 0.5% entspricht. Mit positiven Vorzeichen gingen die europäischen Aktienmärkte sowie die Wall Street aus dem Handel. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • M&A-GESCHÄFT NIMMT FAHRT AUF

    Im ersten Halbjahr war das M&A-Geschäft praktisch inexistent. Fusionen und Übernahmen waren aufgrund der COVID-19-Pandamie nahezu kein Thema. Nun scheint es, dass in den letzten Wochen wieder etwas Bewegung in diesen Sektor gekommen ist. Analysten sehen die wieder etwas stabileren Aktienkurse als Grund für den neu gewonnen Schwung. Zudem waren schon einige Transaktion aufgegleist, als die Wirtschaft infolge der Pandemie zurückgefahren wurde. Unter den zehn grössten Dealmaker befinden sich auch die Grossbanken Credit Suisse (+ 4,87%) und UBS (+ 1,86%). Mit einem Volumen von 115,5 resp. 112,6 Mrd. USD haben beide einen globalen Marktanteil von jeweils knapp 7%. Und just in dieser Woche meldete die UPC-Besitzerin Liberty Global, dass sie den Konkurrenten Sunrise (+ 27,9%) für 6,8 Mrd. CHF übernehmen will und dafür 110 CHF pro Sunrise-Aktie offeriert. Mit Swiss Life (+ 5,49%), Swisscom (+4,82%) und Zurich Insurance (+ 0,23%) legten am Donnerstag drei weiter Blue Chips ihre jeweiligen Zahlen vor. Swiss Life verdiente im ersten Semester zwar weniger als im Vorjahr, aber mehr als von Analysten erwartet. Swisscom ist vor allem dank der Tochter Fastweb gut durch die Krise gekommen. Zurich Insurance konnte die Erwartungen nur bedingt erfüllen. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 0,95 Prozent oder 95,57 Einheiten auf 10'163,60 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,11 Prozent und schliesst bei 1'556,41 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 1,08 Prozent auf 12'633,19 verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • TECHNOLOGIEWERTE BRECHEN NEUE REKORDE

    In Washington streiten sich die Demokraten und Republikaner über das nächste Hilfspaket. Beide Parteien sind sich uneinig über die Dauer und Höhe der Unterstützung der 30 Millionen Arbeitslose. Die Arbeitslosengelder machten im Juni 7% des Einkommens in den USA aus. Die US Technologiewerte setzen ihren Höhenflug fort. Ein neues Allzeithoch haben unteranderem Facebook, Microsoft, Amazon und Apple erreicht. Die Technologiewerte profitieren von der Digitalisierungswelle die durch das Covid-Virus vorangetrieben wird. Auch der Goldpreis hat diese Woche ein neues Rekordhoch erreicht. Die Feinunze Gold wurde am Donnerstag bei USD 2'064.99 gehandelt. Gründe für diesen starken Anstieg ist die Unsicherheit vieler Anleger betreffend der weiteren Entwicklung der Corona-Krise. In der Schweiz ist die Berichtssaison voll im Gange. Swiss Re verbuchte einen Milliardenverlust. Dieser ist auf Zahlungen für Betriebsunterbrüche und Veranstaltungsausfälle aufgrund der Pandemie zurückzuführen. Adecco konnte positiv überraschen. Für das zwei-ten Quartal ging der Umsatz um 28% zurück. Analysten hatten ein Umsatzrückgang von 33 % prognostiziert. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 0.62% bei 10'068.03 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Börsenmonat Juli im Zeichen der Berichtssaison

    Mit Nestlé legte am Donnerstag das dritte SMI-Schwergewicht nach Novartis und Roche die Halbjahreszahlen vor. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern hat die Wachstums- und Margenerwartungen von Analysten im ersten Halbjahr übertroffen. Geschlossene Restaurants und Läden haben aber auch bei Nestlé Spuren hinterlassen. Damit ist von den 20 im viel beachteten Börsenbarometer SMI vertretenen Unternehmen immerhin bei deren 15 bekannt, wie sie in der ersten Jahreshälfte und bei erschwerten Bedingungen abgeschnitten haben. Ganz oben auf dem Börsentableau steht die Dauer-Kursrakete Lonza. Der Basler Pharmazulieferer kennt an der Börse seit Anfang Jahr kein Halten. Neben vollen Auftragsbüchern treibt die Partnerschaft mit der US-Biotech-Firma Moderna, welche an einem Covid-19-Impfstoff dran ist, den Kurs nach oben. Zu den weiteren Gewinnern gehören die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika und der Aromahersteller Givaudan. In der Berichtwoche lasteten vor allem Konjunktursorgen und die weltweit weiter steigende Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf die Aktienkurse. Der Swiss Market Index (SMI) gab im Wochenvergleich 2.04% nach und rettete mit 10'005.90 Punkten wenigstens die psychologische 10’000er-Marke. Vom unsicheren Börsenumfeld profitiert dagegen Gold weiterhin und wird seinem Ruf als sicherer Hafen gerecht. Der Preis pro Feinunze übertraf den bisherigen Höchstkurs aus dem Jahr 2011. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Augenmerk auf Quartalsberichte

    Im Wochenverlauf wurde einiges an Zahlenmaterial geliefert. Swatch wies erstmals in der Firmengeschichte einen Quartalsverlust von CHF 308 Mio. aus. Der optimistische Ausblick Hayeks vermochte die Anleger jedoch zu überzeugen, die Aktie konnte zeitweise um über 6% zulegen. Mitbewerber Richemont vermeldete einen Umsatzrückgang von 47%, unterbot damit die ohnehin tiefen Markterwartungen und schloss im Tagesverlauf mit einem Minus von 4.6%. In den USA legten gleich mehrere grosse Bankenhäuser Zahlen vor. Trotz historisch hohen Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle konnten die Investmentbanken JP Morgan und Goldman Sachs dank des florierenden Handelsgeschäfts Rekordgewinne verbuchen. Dies beflügelte auch die Titel der UBS und Credit Suisse, welche am 21. bzw. 30.7. rapportieren. Das Sentiment bleibt fragil. Die erneuten Spannungen zwischen den USA und China und die täglich steigenden Neuinfektionen in den USA verunsichern die Märkte und lassen die Volatilität hoch bleiben. Mitte Woche zündete die Nachricht zu positiv verlaufenden Impfstofftests der Firma Moderna ein regelrechtes Kursfeuerwerk, was zum Wochenende hin zu Gewinnmitnahmen führte. WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN Die europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei 0%, bekräftigt jedoch, notfalls die Instrumente anzupassen. Konjunkturdaten aus China fallen uneinheitlich aus, starkes BIP-Wachstum, schwacher Einzelhandel. Der Arbeitsmarkt in den USA bleibt unter Druck, erneute Zunahme der Arbeitslosenanträge. Zykliker sind die Gewinner der Woche. Der SMI schliesst bei 10'410 Punkten, was einem Plus von 1.76% entspricht. MARIANNE FLUEHMANN Vermögensverwaltung - Murten 026 672 85 16  

  • BEWEGTES ERSTES HALBE JAHR

    Die ersten sechs Monate dieses Jahres waren äusserst turbulent. Nach einem guten Start ins neue Jahr verlor der Swiss Market Index aufgrund der Corona-Krise bis Ende März fast 30%. Nur drei Monate später hat der Leitindex den Verlust fast wett gemacht und liegt nun bei minus 5.4% per Ende Juni. Die grossen Gewinner der Periode im SMI sind Lonza (+42%) und Givaudan (+16%). Die zwei grössten Verlierer sind Swiss Re (-33%) und Swatch Group (-30%). Die Erholung der Börsen ist den massiven Interventionen der Notenbanken und der Konjunkturpakete der Regierungen zu verdanken. Erfreuliche Nachrichten gab es dies Woche aus den USA. Die Industrie ist wieder auf dem Wachstumspfand. Der Einkaufsmanager-Index stieg auf dem höchsten Wert seit einem Jahr. Auch die Arbeitslosenzahlen sind im Juni tiefer ausgefallen als erwartet. Die US-Wirtschaft befindet sich jedoch weiterhin in einer Rezession. Zu erwähnen sind die starken Auslieferungszahlen von Tesla. Der Börsenwert katapultiert Tesla zum wertvollsten Autobauer der Welt. In der Schweiz wurden die Zahlen zur Teuerung veröffentlicht. Das Preisniveau ist im Jahresver-gleich um 1.3% gesunken. Clariant hat eine Sonderausschüttung von CHF 3 angekündigt. Dieser Betrag wird aus dem Verkauf des Geschäftsfelds Farb- und Additivkonzentraten finanziert. ABB hat den Verkauf des Stromnetzgeschäft an die japanische Hitachi abgeschlossen. Der Erlös wird zum Teil für den Rückkauf von 10% des ausgegebenen Aktienkapitals verwendet. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 0.84% bei 10'125.84 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung, Freiburger Kantonalbank, Freiburg

  • Corona-Sorgen versus Konjunkturdaten

    Corona-Sorgen versus Konjunkturdaten Die Aktienmärkte sind hin- und hergerissen zwischen wieder gestiegenen Corona-Sorgen und Konjunkturdaten, die zumindest auf eine moderate Erholung der Wirtschaft hindeuten. Während in Europa bisher nur gravierende Einzelfälle verzeichnet worden sind, steigen die Corona-Neuinfektionen in anderen Ländern wieder. Vor allem die steigenden Fallzahlen in den USA, wo möglicherweise Lockerungsmassnahmen zu früh verkündet worden seien, bereiten Investoren Sorgen. Zuletzt wurde bekannt, dass der Gouverneur von Texas die Öffnung der Wirtschaft vorerst gestoppt habe. Damit bleiben die Entwicklungen in den USA kritisch und weiter im Fokus. Ein weiterer Faktor für die Stimmungslage ist der unter Druck stehende US-Präsident Donald Trump, der immer wieder mit verbalen Rundumschlägen zu den Handelsbeziehungen zu China oder der EU die Lage unvermittelt anheizen kann. Die jüngsten Kursrückschläge am Aktienmarkt sind jeweils immer rasch durch neue Käufe kompensiert worden. Wegen der neuaufkommenden Sorgen um eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle habe die Nervosität der Anleger nun wieder zugelegt. Der Swiss Market Index (SMI) verlor im Einklang der weltweiten Aktienmärkte im Wochenvergleich 2.2% Prozent und schloss bei 10'041.91 Punkten. Somit erlitt der Standardwerte-Index seit dem Tief von Mitte März die dritte Verlustwoche. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Das FED gibt den Takt vor

    REALITÄTSSCHOCK Nach verhaltenem Start in die Woche waren am Mittwoch alle Augen nach Amerika gerichtet. Die amerikanische Notenbank gab im Anschluss an die Offenmarktsitzung Prognosen zu Wirtschaft und Zinspolitik bekannt. Der Leitzins wurde wie erwartet bei 0-0.25% belassen. Der Ausblick von FED-Chef Powell, dass mit keiner schnellen konjunkturellen Erholung zu rechnen sei, hat den Märkten einen Dämpfer versetzt. Es kam zu Gewinnmitnahmen, sämtliche Börsen reagierten mit deutlichen Abgaben. Um die Wirtschaft zu beleben werden weiterhin exorbitante Beträge in die Märkte gepumpt. So kauft das FED monatlich Papiere im Umfang von 120 Mia US-Dollar. Die Bilanz der Notenbank steigt damit auf einen Rekordwert von 7.2 Bio US-Dollar, was mehr als einem Drittel der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA entspricht. TINA There Is No Alternative – die unglaubliche Rally der vergangenen Wochen hat einmal mehr gezeigt, dass an Aktien, mangels Alternativen, langfristig kein Weg vorbeiführt. Attraktive Dividendenrenditen tragen dazu bei. Das hektische Auf und Ab wird uns auch weiterhin beschäftigen und so können Korrekturen für Zukäufe oder für einen gestaffelten Einstieg genutzt werden, um sich für den nächsten Aufschwung zu positionieren… Im Wochenvergleich gibt der SMI um 3.87% auf 9796.37 Punkte nach. MARIANNE FLÜHMANN Vermögensverwaltung - Murten 026 672 85 16

  • Rückwärtsgang oder Anlauf?

    Unterschätze nie einen Menschen, der einen Schritt zurückmacht – er könnte Anlauf nehmen! Lockerungsmassnahmen, Hoffnung einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung; die Märkte scheinen durch nichts mehr aufzuhalten zu sein. Der MSCI World Index, der rund 85% der gesamten Marktkapitalisierung der Industrieländer abbildet, hat seit seinem Tiefstand am 23. März wieder 34% zugelegt. In Europa streitet sich unser Nachbarland mit der EU-Kommission bezüglich der Beteiligung an Lufthansa. Der Rettungsplan sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20% am Kapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von insgesamt bis zu 5.7 Milliarden Euro sowie ein Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro geplant. Der Konflikt zwischen den USA und China geht in eine weitere Runde. Auslöser ist dieses Mal ein vom chinesischen Volkskongresses verabschiedetes restriktives Sicherheitsgesetz für Hongkong. Der US-Präsident droht mit Strafmassnahmen. Der Frühindikator für die Schweizer Konjunktur – das KOF-Konjunkturbarometer – ist im Mai um weitere 6.5 Punkte auf 53.2 abgerutscht und befindet sich auf seinem historischen Tiefststand. Der Swiss Market Index schliesst die Handelswoche auf 9'831 Punkten, das ist ein Plus von 1.47% gegenüber letztem Freitag. MATTHIAS NEUBRAND Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 37

  • Konjunktur auf Talfahrt

    Diese Woche wurde das Bruttoinlandprodukt (BIP) für das erste Quartal der EU-Länder und der USA veröffentlicht. In der Eurozone hat das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 3.8% abgenommen. Die Erwartungen für das zweite Quartal sind düster. Analysten erwarten einen Einbruch von bis zu 15%. Positiv zu werten ist der geringe Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0.1% auf 7.4%. Das BIP in den USA ist im ersten Quartal um 4.8% geschrumpft. Für das nächste Quartal wird mit einem noch stärkeren Rückgang von 20 bis 30% gerechnet. Seit Beginn der Pandemie haben 30 Mio. Arbeiter einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Anfang Mai wird die effektive Arbeitslosenquote veröffentlicht. Analysen gehen von einer Quote von 14% aus. Die weltweite Wirtschaftsleistung wird voraussichtlich dieses Jahr um 1.9% zurückgehen. Auch in der Schweiz hinterlässt die Coronakrise tiefe Spuren. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat die BIP-Prognosen für das laufende Jahr auf -6.7% angepasst. Es besteht die Hoffnung, dass es im zweiten halben Jahr zu einer Erholung kommt. Erste Anzeichen davon gibt es bereits in China. Das Reich der Mitte sollte bereits im zweiten Quartal wieder wachsen. Der Swiss Market Index beendet die verkürzte Woche beinahe unverändert bei 9’629 Punkten. Zu den Gewinnern gehören beide Grossbanken. UBS konnte den Vorsteuergewinn um 30% steigern und legt im Wochenvergleich um 14% zu, Credit Suisse um 13%. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Schweizer Aktienmarkt weiterhin stabil

    Viele Menschen stimmt etwas zuversichtlicher, dass nun die Phase der Lockerungen der zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigen Massnahmen begonnen hat. Eine schwere Rezession kann damit aber nicht mehr verhindert werden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat die Prognose für das Wachstum des realen Bruttoinlandprodukt (BIP) nochmals zurückgenommen. So soll die Wirtschaft im laufenden Jahr um 6,7 Prozent schrumpfen, nachdem bei der letzten Einschätzung noch ein Rückgang von 1,3 Prozent prognostiziert wurde. Dies zeigt aber auch, wie schwierig eine Prognose in der aktuellen Ausnahmesituation zu machen ist. Nur nach und nach dürfte klar werden, wie viele Geschäfte und Unternehmen trotz Finanzhilfen letztlich auf der Strecke bleiben und wie viele Arbeitsplätze dauerhaft verloren gehen werden. Abwarten lautet also die Devise. Das haben die Investoren zuletzt ähnlich gesehen. Trotz diesen Hiobsbotschaften von der Konjunkturfront zeigte sich der Schweizer Aktienmarkt in der Berichtwoche weiterhin stabil. Zuvor hatte sich die Börse vier Wochen mit steigenden Kursen kräftig vom grossen Börsensturz erholt. Der Swiss Market Index (SMI) schloss bei 9'625.71 Punkten, was einem Plus von 0.13% gegenüber der Vorwoche entspricht. Dank den Schwergewichten Nestlé & Co. hielte sich der Schweizer Standardwerte-Index besser als andere europäische Aktienmärkte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • TRUMP-TWEET BEFLÜGELT ÖLPREIS

    Ein Tweet von US-Präsident Trump verhalf dem Ölpreis in der abgelaufenen Börsenwoche zu einem Höhenflug. Er habe mit dem Kronprinz Saudi-Arabiens gesprochen, liess dieser verlauten. Der Kronprinz wiederum soll sich zuvor mit Russlands Präsident Putin ausgetauscht haben. Trump «hoffe» und «erwarte» nun, dass dem Förderstreit nun ein Ende gesetzt und 10 Mio. Barrel Öl weniger gefördert werde. Weder Moskau noch das saudische Königshaus bestätigten einen Anruf. Der Ölpreis der Sorte Brent kletterte trotzdem um xx Prozent in die Höhe. Am Schweizer Aktienmarkt vermeldete ABB (- 8,15%) am Montag, dass aufgrund der Corona-Krise mit einem Umsatzrückgang in allen Geschäftsbereichen zu rechnen sei. Der Konzern verzichtete zudem auf einen Ausblick für das Gesamtjahr. Tags darauf zog der Schokoladenhersteller Lindt&Sprüngli (+ 1,84%) seine Gewinnprognosen zurück, bekräftigte aber seine Dividendenzahlung. Nachdem der österreichische Sensorenhersteller AMS (- 16,34%) seine Kapitalerhöhung zur Finanzierung des milliardenschweren Osram-Kaufs nur zu 70% unterbringen konnte, fiel der Aktienkurs auf ein Mehrjahrestief. Der Rest der Anleihe steckt nun bei den Banken, u.a. auch der UBS (- 4,56%). Die Indexschwergewichte Nestlé (+ 5,05%), Novartis (+ 7,43%) und Roche (+ 8,78%) stützten mit signifikanten Kursavancen den Gesamtmarkt. SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich legt der Swiss Market Index (SMI) um 2,74 Prozent oder 246,07 Einheiten auf 9'242,44 Zähler zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 5,78 Prozent und schliesst bei 1'326,09 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 3,24 Prozent auf 11'286,08 Zähler verbessert. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung - Freiburg 026 350 74 25

  • HILFSPAKETE STÜTZEN

    Die Coronavirus-Pandemie hat die Aktienmärkte fest im Griff. Die Folgen dieser Krise lassen sich noch eine ganze Weile nicht abschätzen. Einen ersten Anhaltspunkt könnte die in wenigen Wochen anlaufende Quartalsberichterstattung liefern. Erste Erhebungen von Economiesuisse zeigen, dass die Umsätze vielerorts um 20% eingebrochen sind. Es ist damit zu rechnen, dass die Umsätze in den nächsten Monaten weiter zurückgehen. Die Anträge auf Kurzarbeit sind diese Woche auf 656’000 gestiegen. Am Donnerstag wurden die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe der letzten Woche publiziert. Es haben 3.3 Millionen Personen einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt. Das ist vier Mal mehr als der bisherige Rekord. Die Arbeitslosenquote ist nun bei 5,5%. Diese Woche wurden die Märkte hauptsächlich durch die Ankündigung von Wirtschaftshilfspakete gestützt. Die US-Regierung hat ein 2 Billionen schweres Hilfspaket angekündigt. Der US-Leitindex reagierte prompt auf diese Meldung und legte innerhalb von drei Tagen satte 21% zu. Die G20-Staaten werden über 5 Billionen USD in die Weltwirtschaft investieren um die Corona-Krise abzufedern. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Plus von 4.3% bei 8'996.37 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung Freiburg

  • Von den Tiefstständen (vorerst) etwas erholt

    Vor weniger als zwei Monaten berichtete ich hier noch vom Allzeithoch des Schweizer Aktienmarktes. Dann kam die weltweite, rasante Ausbreitung des Coronavirus, welche Panik über die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie auslöste und somit massive Kursverluste verursachte. Die Börse unterliegt gegenwärtig so starken Kurs- und Stimmungsschwankungen wie noch selten zuvor. Am einen Tag acht Prozent runter, am nächsten wieder fünf rauf. Diese Nervosität kommt nicht von ungefähr. Denn noch lassen sich die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie nicht abschätzen. Neben den täglich zur Veröffentlichung anstehenden Statistiken rund um die Coronavirus-Pandemie gilt das Interesse der Marktakteure vermehrt auch den konjunkturellen Vorlaufindikatoren. In der Berichtwoche wurden anfangs nochmals neue Tiefststände registriert, bevor sich der Schweizer Aktienmarkt wieder etwas erholte. Der Swiss Market Index (SMI) gewann im Wochenvergleich 3 Prozent und schloss bei 8'623.86 Punkten. Das wirtschaftliche Massnahmenpaket des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschehen an der Schweizer Börse. Nach dem massiven Kursverfall nimmt aber bei den meisten Aktien eine (Zwischen-)Erholung Gestalt an. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • VERSCHNAUFPAUSE AN DEN MÄRKTEN

    Die gute Stimmung an den Märkten wurde diese Woche durch das Coronavirus getrübt. Die Zunahme der neuen Fälle ausserhalb Chinas verunsichert die Investoren. Aufgrund des Virus erwartet die chinesische Regierung einen starken Rückgang des Aussenhandels in den ersten beiden Monaten. Nach einem Unterbruch der Produktion für mehrere Wochen wird erwartet, dass sich ende Februar die Produktion wieder normalisiert. Peking sucht Massnahmen, um die Wirtschaft zu fördern. Kaum Einfluss hatte die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank. Die FED bestätigte, dass sie an ihrer Geldpolitik festhalten wird und die Entwicklung der Epidemie im Auge behält. An der Schweizer Börse gaben zwei Ankündigungen zu reden. UBS kündigte den Rücktritt von Sergio Ermotti an. Dieser wird durch Ralph Hamers ersetzt. Die Nachricht wurde vom Markt begrüsst und wird allgemein als kluger Schachzug aufgenommen. Der Rückversicherer Swiss Re hat am Donnerstag schwache Jahreszahlen veröffentlicht. Der Abschluss ist durch umfangreiche Grossschäden geprägt. Der Titel gab um 8.1% nach. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 11'270 Punkten gestiegen und beendet die Woche mit einem Minus von 0.16% bei 11'110.78 Punkten. Xavier Roggo, Vermögensverwaltung

  • Allzeithoch - Coronavirus hin oder her

    Gegen das billige Geld der Notenbanken kommt (bis jetzt) auch eine Epidemie nicht an. So hat der Swiss Market Index (SMI) in einer Woche, in der die industrielle Produktion in China praktisch stillgelegt war, mit Schwung die Marke von 11'000 Punkten genommen und gleichzeitig die beste Woche seit langem hingelegt. Im Wochenvergleich gewann der Standardwerte-Index SMI 3.52% und schloss auf 11'001.53 Punkten. Das neue Allzeithoch wurde am Donnerstag bei 11'061 Punkten markiert. Damit befindet sich der Leitindex auch im Vergleich zum Schlussstand von Ende 2019 wieder klar in positivem Terrain. Im Anschluss an die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten der Vorwoche hätte diese Woche nun die Produktion in den Fabriken wieder voll aufgenommen werden sollen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben aber die chinesischen Behörden verordnet, dass die Produktionsstätten vorläufig geschlossen bleiben. Offenbar dominiert an den Märkten jedoch derzeit die Hoffnung, dass es lediglich zu einer kleinen wirtschaftlichen Delle kommen wird, welche im Jahresverlauf wieder ausgebügelt werden kann. Viele gehen derzeit auch davon aus, dass die Viruskrise eher die chinesische Wirtschaft und weniger Europa und Amerika treffen dürfte. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • Zwischenzeitlich neue Rekordmarke

    Nachdem der Swiss Market Index (SMI) in der Berichtwoche zunächst eine neue Rekordmarke gesetzt hatte, bremste das Lungen-Virus in China die Aktienmärkte kurzzeitig aus. Aber schon zum Wochenschluss haben die Märkte den Rücksetzer mehr oder weniger wieder wett gemacht. Die Investoren begrüssen die bisherigen Massnahmen der chinesischen Regierung und deren transparentes Umgehen mit der Lage, kommentierten Börsenhändler. Für Erleichterung hatte schon am Donnerstag die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesorgt, als sie auf das Ausrufen einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite" verzichtet hatte. Auf der Konjunkturseite überraschten die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie der grössten EU-Volkswirtschaft Deutschland positiv. Dass die Märkte derzeit weiter nach oben tendieren, hat laut Analysten natürlich auch mit der politischen Entspannung zu tun. Das Teilabkommen zwischen den USA und China in dem seit anderthalb Jahren andauernden Handelsstreit hat viele Gemüter erst einmal beruhigt. Aber auch andere Konfliktherde, wie die Auseinandersetzung zwischen dem Iran und den USA passten in dieses Bild, da auch hier eine Eskalation abgewendet werden konnte. Der Swiss Market Index (SMI) schloss auf 10'849.75 Punkten und somit im Wochenvergleich praktisch unverändert (+0.07%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

2019

  • Doppelte Freude

    Für positive Stimmung an den Aktienmärkten sorgten in der zweiten Wochenhälfte die Entwicklungen in Grossbritannien sowie im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach dem klaren Sieg für Boris Johnson bei der britischen Parlamentswahl und dem vorläufigen Burgfrieden im US-chinesischen Zollstreit könnte der Weg für eine Jahresendrally frei sein. Die USA und China haben sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf ein Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte. Teil der Einigung ist demnach die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätte in Kraft treten sollen. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt. Die USA hätten sich auch verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen. Zusammen mit dem deutlichen Wahlsieg von Premierminister Boris Johnson in Grossbritannien könnte sich die politische Unsicherheit Experten zufolge nun erst einmal verflüchtigt haben. Boris Johnson sicherte sich bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit und will den Brexit damit nun bis Ende Januar vollziehen. Nach den Kursabgaben zu Wochenbeginn registrierte der Swiss Market Index (SMI) auf Wochenbasis noch ein Minus von 0.33% und schloss auf 10'429.27 Punkten. Dabei verhinderten vor allem die Index-Schwergewichte eine höhere Notierung. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • DEN ZINSEN SEI DANK!

    Wer erinnert sich noch? Vor genau einem Jahr, anfangs Dezember 2018, befand sich der SMI bei knapp 9'200 Punkten. Danach ging es nur noch in eine Richtung, nämlich bergab bis zum Jahresschlussstand von 8'429.30 Zählern. Einer der Hauptgründe dieses Rückgangs waren Ängste betreffend weltweit höhere Zinsen für das neue Jahr. Knapp ein Jahr später scheint für die meisten Aktienmärkte die Sonne. Auch unser Börsenindex konnte seither über 2'000 Punkte zulegen und befindet sich heute bei 10'463.88 Punkten. Ein beachtliches Plus von 24,14%, was wohl nur wenige erwartet hätten. Auf was ist diese starke Verbesserung zurück zu führen? Einerseits haben sich die negativen Makroeinflüsse nicht vermehrt, dieser Bereich hat sich sogar beruhigt. Viel wichtiger ist jedoch der Einfluss der Zinsrückgänge. Die Kehrtwende der Zinspolitik, besonders jene der US-Notenbank Fed, beflügelte die verschiedenen Börsenplätze. Der US-Leitzins liegt nun, nach der letzten Herabsetzung vom vergangenen 30. Oktober um 0,25% (bereits die dritte seit diesem Sommer), bei 1,75%. Der heutige Wochenbericht ist mein letzter einer langen Serie. In meinem ersten Bericht im April 2005 übersprang der SMI die 6000er-Hürde. Seither gab es über viele starke Rückschläge und neue Rekorde zu berichten. Unseren treuen Leserinnen und Lesern wünsche ich weiterhin viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Rubrik. Josef Greca Vermögensverwaltung, Freiburg

  • Die Hoffnung stirbt zuletzt…

    … dies hat sich auch in der vergangenen Handelswoche gezeigt, wenn es um den Handelsstreit zwischen den USA und China und dessen Auswirkungen auf die Börse ging. Die Stimmung an den Aktienmärkten hat sich auf breiter Front verbessert. Ausgelöst wurde der Stimmungsumschwung von einem Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, der am späten Donnerstagabend in Washington sagte, beide Seiten seien nur noch "wenige Federstriche" von einem Zwischenabkommen entfernt. Er sagte aber auch, das Abkommen sei noch nicht in trockenen Tüchern. Die beiden Handelsdelegationen stehen derzeit in Videokonferenzen in Kontakt zueinander, um Details des angestrebten "Phase-1-Abkommens" zu besprechen. Sollte sich die Hoffnung im Handelsstreit erfüllen und die zurückgehende Wahrscheinlichkeit eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union bestätigen, stehe einem Weihnachtsrally nicht mehr viel im Weg, heisst es am Markt. Seit der zweiten Oktober-Hälfte bewegt sich der Swiss Market Index (SMI) wieder auf Rekordterrain. Nachdem das Börsenbarometer zuletzt etwas zurückgefallen ist, fehlen wieder weniger als 100 Punkte zur Bestmarke bei 10'356 Punkten. Das Geschäft in der Berichtwoche beschreiben Händler insgesamt als relativ ruhig. Auch der Eurex-Verfall belebte den Markt kaum. Der SMI beendete den Handel auf dem Vorwochen-Niveau. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KONJUNKTURDATEN ENTTÄUSCHEN

    Diese Woche wurde durch die zunehmenden Konjunktursorgen gekennzeichnet. In der Schweiz hat der Einkaufsmanagerindex für die Industrie (PMI) den tiefsten Stand seit Juli 2009 erreicht. Dieser ist auf 44.6 Punkte gesunken. Ein Wert unter 50 Punkten bedeutet eine Verschlechterung der Bedingungen. In guter Verfassung bleibt der Dienst-leistungssektor, welcher ca. 80% der Wirtschafts-leistung in der Schweiz ausmacht. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in den USA und in Europa ab. In beiden Wirtschaftsregionen weisen die Industrieindikatoren eine negative Tendenz auf. In den USA sind auch die Daten für den Dienstleistungssektor (ISM Services) enttäuschend ausgefallen. Der Index ist von 56.4 auf 52.6 Punkte zurückgekommen. Es scheint, dass die Schwäche des Industriesektors auf den Dienstleistungssektor abfärbt. Auch die Entwicklung des Arbeitsmarktes deutet auf eine Abkühlung der Wirtschaft hin. Im September wurden leicht weniger Stellen als erwartet geschaffen. Die Arbeitslosenquote befindet sich auf den tiefsten Stand seit 1969, bei 3.5%. Der Monat Oktober hat bei den Anlegern einen schlechten Ruf. In der ersten Oktober Woche wird er diesem gerecht. Der Swiss Market Index beendet die Woche mit einem Minus von 2.09% bei 9'827.72 Punkten. Seit Jahresbeginn liegt der SMI aber bei einem sehr erfreulichen Plus von 16.59%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

  • Investoren sind vorsichtig optimistisch

    Für eine Entspannung auf dem Börsenparkett hat die vergangene Handelswoche nicht gesorgt. Weder mit Blick auf die politische Entwicklung, noch was die Wirtschaft angeht. In Sachen Brexit kochen die Gemüter der Politiker und Journalisten in Anbetracht der Lähmung von Regierung und Parlament erneut hoch. Die juristische Ohrfeige für Premier Boris Johnson durch das oberste Gericht schwächte seine Position einmal mehr. Die von ihm verhängte Parlaments-Pause sei "ungesetzlich", lautete das klare Urteil. In den USA beherrscht einmal nicht der Handelsstreit mit China die politische Bühne. Hier steht Präsident Donald Trump wegen möglichem Machtmissbrauch und einem von den Demokraten angestrebten Amtsenthebungsverfahren unter hohem Druck. Der Vorwurf lautet, eine ausländische Macht zur Beeinflussung der US-Wahl aufgefordert zu haben. Trotz der gravierenden Vorwürfe werden einer Anklage angesichts der republikanischen Mehrheit keine grossen Chancen eingeräumt. Deren Auswirkungen auf die Wirtschaft dürften entsprechend letztlich auch eher gering bleiben. Es bestehe immerhin die Gefahr, dass der politische Fokus auf ein mögliches Amtsenthebungsverfahren den Handelsstreit mit China in den Hintergrund rücken lasse, kommentierten Analysten. In dieser Sache kamen zuletzt von der chinesischen Seite gewisse Entspannungssignale, was die Aktienmärkten zum Wochenschluss positiv tendieren liess. Nachdem der Swiss Market Index (SMI) bis zur Wochenmitte noch geschwächelt hatte, kämpfte er sich wieder auf das Vorwocheniveau zurück und schloss bei 10'037.81 Punkten (-0.19%). Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • KEINE NORMALISIERUNG IN SICHT

    Diese Woche waren alle Blicke auf den EZB-Präsident Mario Draghi gerichtet. Wie von den Finanzmärkten erwartet, hat die EZB den Einlage-satz von -0.4% auf -0.5% gesenkt. Die Zinsen werden auf diesem Niveau belassen, solange das Inflationsziel von 2% nicht erreicht ist. Ausserdem wird die EZB ab dem 1. November die Anleihenkäufe wieder aufnehmen. Sie wird 20 Milliarden Wertschriften pro Monat erwerben. Mit diesen Massnahmen möchte Mario Draghi die schwächelnde Wirtschaft wieder ankurbeln. Unter Ökonomen wird jedoch gezweifelt ob diese weitere Zinssenkung eine Wirkung auf die Konjunkturlage haben wird. Mit diesen Schritten ist eine Normalisierung der Zinsen in weiter Ferne gerückt. Auch die nächste Woche stehen die Zentralbanken im Fokus. Die FED sowie die SNB halten ihre Sitzung. Wird die SNB mit der EZB mitziehen und die Zinsen senken? Die Mehrheit der Analysten gehen von einer Zinssenkung von 0.25% auf -1% aus. Im Handelsstreit zwischen China und den USA gab es weitere Zeichen der Entspannung. China hat Ausnahmen von Straffzöllen auf US Waren verkündet. Im Gegenzug hat Donald Trump die Einführung der neuen Strafzölle um zwei Wochen verschoben. Der Swiss Market Index ist am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch von 10’140.93 Punkten gestiegen und beendet die Woche bei 10’047.34 Punkten oder ein Minus von 0,26%. Xavier Roggo Vermögensverwaltung Freiburg

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