2019

  • Vorläufig wieder Optimismus an der Börse

    Nach einem verhaltenen Börsenstart haben die Aktienmärkte im Handelsverlauf an Momentum gewonnen. Dank den Fortschritten in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China überwog an den Finanzmärkten jüngst der Optimismus. Unterhändler beider Länder waren anfangs Woche  in Peking zu zweitägigen Verhandlungen zusammengekommen. Es waren die ersten direkten Handelsgespräche, seit Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping vor fünf Wochen einen „Waffenstillstand“ vereinbart hatten. Die Aussicht auf eine mögliche Eindämmung des Handelskriegs zwischen den zwei grössten Wirtschaftsmächten gab auch dem Ölpreis Auftrieb. Zudem haben die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell für eine gewisse Entlastung gesorgt. Der US-Notenbankchef sehe trotz des Booms am US-Jobmarkt keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen, liess er Anfang Woche verlauten. Ein weiterer US-Notenbanker sieht im laufenden Jahr mittlerweile nur noch eine Zinserhöhung als wahrscheinlich an. Abgesehen davon gebe es nach wie vor weitere Unsicherheitsfaktoren - insbesondere sei beim Brexit die weitere Entwicklung völlig offen.   Im Wochenvergleich gewann der Swiss Market Index (SMI) 2.6% und schloss bei 8‘828.22 Punkten. Seit seinem Tiefpunkt kurz nach Weihnachten hat der Leitindex 600 Punkte zugelegt und befindet sich wieder etwa auf dem Stand von vor vier Wochen.   Thomas Bächler, Vermögensverwaltung

  • ENTTÄUSCHUNGEN

    Für viele Anleger ist ein enttäuschendes Jahr zu Ende gegangen. Ob Aktien, Bond oder Rohstoffe wie Öl, all diese Anlageklassen lagen letztes Jahr im Minusbereich. Die Verluste an den grossen Aktienmärkten lagen zwischen 1,41% (Dow Jones) und bis 18,26% (DAX). Mit einem Verlust von 10,15% befindet sich auch unser Swiss Market Index (SMI) unter den schlechteren Börsenplätzen. Dieser beendet das Jahr mit 8‘429.30 Punkten, deutlich unter dem Jahreshöchst von 9‘616.38 Zählern, das bereits am 24. Januar 2018 erreicht wurde. Die Negativzinsen beeinflussten weiterhin die Bondmärkte und somit deren Rentabilität. Auch das Nordseeöl Brent musste vom Höchst anfangs Oktober (USD 86 pro Fass) wieder stark nachgeben und befindet sich zum Jahresende bei knapp 55 Dollar pro Fass. Auch hier ein Rückschlag von ca. 16% für 2018. 2019 kann nur noch besser werden, könnte man meinen. Doch einige Störfaktoren sind immer noch von Aktualität und könnten den Optimisten ein Dorn im Auge sein. Unter diesen kann man eine gewisse Abkühlung der Konjunktur, eine straffere Geldpolitik der Notenbanken, eine Eskalation im Handelsstreit USA-China, die Unruhen in der Eurozone und die hohe Verschuldung im allgemeinen erwähnen. Die verkürzte Börsenwoche steht noch unter einer gewissen Feststimmung, beflügelt von guten US-Arbeitsmarktdaten (312‘000 neue Stellen im Dezember). Unser Leitindex (SMI) gewinnt 179.26 Punkte (2,13%) und liegt bei 8‘608.56 Zählern. Josef Greca Vermögensverwaltung Freiburg 026 350 74 20

2018

  • KEINE FESTSTIMMUNG

    Auch an der letzten vollständigen Börsenwoche vor Weihnachten kam an den Finanzmärkten keine richtige Feststimmung auf. Viele Anleger bleiben aufgrund anhaltender konjunktureller und politischer Unsicherheiten den Märkten fern oder trennen sich von risikoreichen Anlagen um Schutz in sicheren Anleihen oder Cash zu suchen. Diesbezüglich fand gemäss einer Umfrage der Bank of America im November bei den globalen Fondsmanagern die grösste Umschichtung von Aktien in Anleihen seit 1999 statt. Bezüglich der Konjunktur zeigt sich auch das Seco pessimistischer. Die Ökonomen des Bundes erwarten für das nächste Jahr ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum als zuvor angenommen. Auch bei unserem nördlichen Nachbarn aus Deutschland wird die Stimmung zusehends schlechter. Verdeutlicht wird dies durch deren Ifo-Geschäftsklimaindex, welcher zum vierte Mal in Folge rückläufig war. Auch die US-Notenbank verteilte keine Geschenke. Trotz verbalem Störfeuer von Präsident Trump hat sie ihre Unabhängigkeit demonstriert und am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Die Märkte reagierte negativ auf die immerhin erwartete Erhöhung. Es waren vielmehr die offiziellen Kommentare zu den Zinserhöhungen im nächsten Jahr welche für sinkende Kurse sorgten. Am SMI-Tableau konnte sich einzig Adecco (+ 0,79%) dem Negativtrend entziehen. Der grösste Kurseinbruch ging auf das Konto von Lonza (- 14,96 %), gefolgt – mit einigem Abstand – von Julius Bär (- 5,28,%) und ABB (5,05%). SCHWEIZER AKTIENINDIZES Im Wochenvergleich büsst der Swiss Market Index (SMI) um satte 3,40 Prozent oder 296,39 Einheiten auf 8‘417,29 Zähler ein und notierte zeitweise auf einem neuen Jahrestief. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 3,75 Prozent und schliesst bei 1‘289,42 Punkten derweil sich der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 3,57 Prozent auf 9‘812,59 Zähler reduzierte. ROMAN BAUMANN Vermögensverwaltung 026 350 74 25 Die Freiburger Kantonalbank wünscht allen Leserinnen und Lesern fröhliche und erholsame Weihnachtstage.

  • (Vorerst) keine Weihnachtsrallye

    In der Jahreszeit, die typischerweise als besonders stark gilt, zeigen die Aktienmärkte ungewohnte Schwäche. Im Dezember haben die meisten Börsenplätze weiter an Terrain eingebüsst. Sogar der US-Leitindex S&P 500 ist im Dezember ins Minus gerutscht, nachdem er sich zuvor lange dem Abwärtsdruck entziehen konnte. Während die meisten Börsenbarometer Ende Januar ihr Jahreshöchst erklommen hatten, legte der S&P 500 über die Sommermonate zu und erreichte erst Ende September sein Höchst. Seither hat er aber fast 10% eingebüsst. Wie in der Vorwoche blieb das Börsengeschehen auch in der Berichtwoche geprägt von Nervosität. Nach einer zwischenzeitlichen Aufwärtsbewegung tendierten die Kurse zum Wochenschluss wieder schwächer. Der Optimismus über Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China sei - wie so oft schon - wieder verflogen, kommentierten Marktteilnehmer. Zudem sind gewisse Konjunktursorgen aufgekommen. Schwache Konjunkturdaten gab es sowohl aus China und Japan als auch aus Europa. Des Weiteren bleibe nach dem ergebnislosen EU-Gipfel das Risiko eines chaotischen Austritts Grossbritanniens aus der EU bestehen. Im Wochenvergleich verlor der Swiss Market Index (SMI) 0.3% und schloss bei 8‘713.68 Punkten. Thomas Bächler, Vermögensverwaltung