Energiekrieg
20.03.2026
Der Nahostkrieg belastet auch in der dritten Woche die Börsen und beeinflusste die Rohstoffpreise. Mit dem iranischen Raketenangriff auf die Flüssiggasanlagen Katars sowie der faktischen Sperrung der Strasse von Hormus droht ein Energiekrieg. Die Verknappung des Angebotes um rund eine Fünftel führte zu markanten Preisaufschlägen. Die Nordölsorte Brent notiert ca. 50% höher als vor Kriegsbeginn und hat erstmal seit vier Jahren die 100 US-Dollar-Marke überschritten. In Anbetracht der höheren Energiepreise wurden die Inflationserwartungen auf breiter Linie nach oben angepasst.
In der vergangenen Woche wurden mehrere Notenbankentscheide gefällt. Aufgrund der gestiegenen Teuerungserwartungen rückten Zinssenkungen in den Hintergrund. Die Währungshüter in den USA, Euroraum, Japan und Grossbritannien beliessen die Zinsen unverändert. So bleibt auch der Leitzins der SNB bei 0%. Im Gegensatz zu ihren Pendants im Ausland dürfte unsere Nationalbank aber weniger die Inflation, sondern der starke Schweizer Franken Sorge bereiten.
Sven Gross
Institutionelle Vermögensverwaltung
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