Gegenwind
11.09.2026
Dem Schweizer Aktienmarkt wehte in dieser Woche ein kühler Wind entgegen. Der SMI rutschte unter die Marke von 14'000 Punkten. Allen voran das SMI-Schwergewicht Novartis geriet unter Druck. Nach dem Rekordhoch von vergangener Woche liessen Forschungsrückschläge die Aktie des Pharmariesen am Dienstag um fast 11 Prozent einbrechen.
Am Donnerstag kam seitens der Europäischen Zentralbank weiterer Gegenwind. Aufgrund der hohen Inflation (August +3.3 Prozent) passte die EZB ihren Kurs an und erhöhte ihren Leitzins um 25 Basispunkte.
Gleichzeitig kletterte der Ölpreis wieder über die Marke von USD 100. Dies infolge von erneuten Gefechten im Nahen Osten, was die Sorge einer längerfristigen Störung der Rohstoffversorgung verhärtet.
In den USA stand die Publikation der Inflationszahlen im Fokus. Die Teuerung verharrt auf 3.4 Prozent und entsprach den Markterwartungen.
Somit meldet sich die Volatilität nach einer ruhigen Sommerpause an den Märkten zurück und dürfte u.a. mit den anstehenden US-Wahlen zunehmen – der September hält, was sein Ruf verspricht.
Sven Gross
Institutionelle Vermögensverwaltung, Freiburg
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