Die Freiburger Kantonalbank (FKB) konnte trotz der Negativzinsen und COVID-19 den Kurs halten und präsentiert zum 28. Mal in Folge ein Rekordergebnis. Der Geschäftserfolg erreicht CHF 163,4 Mio., was einer Zunahme von CHF 1,3 Mio. (+0,8%) entspricht. Der Reingewinn steigt um 1,3% auf CHF 135,1 Mio. Die Bilanzsumme überschreitet die CHF 28 Mrd. (+4,9%).
Das Ergebnis bestätigt die angewandte Strategie und unterstreicht die solide Marktposition der FKB. Der Auftrag unsere Kunden bestmöglich zu bedienen, die Wirtschaft des Kantons nachhaltig zu unterstützen und eine sehr gute operative Rentabilität zu erzielen, wurde erfüllt.


Bilanz
Auf der Aktivseite steigen die Kundenausleihungen um CHF 0,5 Mrd. auf CHF 20,8 Mrd. (+2,6%). Diese Steigerung ist hauptsächlich auf die Zunahme der Hypothekardarlehen zurückzuführen, welche neu CHF 17,7 Mrd. erreichen. Die positive Entwicklung im Kreditgeschäft unterstreicht das Engagement der FKB für die Wirtschaft, insbesondere für KMUs und den Immobilienmarkt. Auf der Passivseite erhöhen sich die Kundengelder um CHF 0,9 Mrd. auf CHF 16,8 Mrd. (+5,5%).

Erfolgsrechnung
Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft beläuft sich auf CHF 227,9 Mio., ein Minus von CHF 7,9 Mio., beeinflusst durch den Druck des negativen Zinsumfeldes auf die Zinsmargen. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöht sich um CHF 3,3 Mio. auf CHF 34,9 Mio. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, welcher sich hauptsächlich aus Devisen-, Change-, und Edelmetallerträgen zusammensetzt, erreicht CHF 9,7 Mio. (ein Plus von CHF 1,4 Mio. oder 16,2%). Der übrige ordentliche Erfolg verringert sich um CHF 1,8 Mio. und beläuft sich auf CHF 3,6 Mio. Das Total des Geschäftsertrages geht um CHF 5,1 Mio. auf CHF 276,0 Mio. (-1,8%) zurück. Der Geschäftsaufwand, ebenfalls leicht rückläufig um CHF 0,4 Mio., beläuft sich auf CHF 101,3 Mio. Das Aufwand / Ertragsverhältnis vor Abschreibungen von 36,7% bleibt auf einem niedrigen Niveau und unterstreicht die Effizienz der Bank. Das Total der Positionen Abschreibungen, Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Veränderungen der Rückstellungen und Verluste beläuft sich auf CHF 11,4 Mio. und ist niedriger als im Vorjahr. Der Geschäftserfolg verbessert sich um CHF 1,3 Mio. auf CHF 163,4 Mio. oder +4,1%.

Jahresgewinn
Nach einer Zuweisung von CHF 21,0 Mio. an die Reserven für allgemeine Bankrisiken, beläuft sich der Jahresgewinn auf CHF 135,1 Mio., was einer Steigerung von CHF 1,7 Mio. oder +1,3% entspricht. Dieses Resultat erlaubt es der FKB, ihrer Rolle gerecht zu werden, indem sie dem Kanton, den Gemeinden und den Pfarreien einen Beitrag von CHF 62,3 Mio. überweist. In dieser Zahlung sind Steuern, die Verzinsung des Dotationskapitals und die Verzinsung der Staatsgarantie enthalten. Nach der Gewinnverwendung beläuft sich das Gesamttotal der Eigenmittel auf CHF 2,3 Mrd., was einer Steigerung von CHF 101,1 Mio. entspricht. Die Kernkapitalquote (CET1 oder Common Equity Tier 1 Ratio) liegt bei 18,42%, welche die Mindestanforderungen von 12.20% per 31.12.2021 ausreichend erfüllt.

Einflussfaktoren auf die wirtschaftliche Lage der Bank
Die direkten und indirekten Auswirkungen des Coronavirus haben die Organisation der Bank auch im Jahr 2021 beeinflusst. Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden, sei es in Einzelgesprächen oder anlässlich der, von der Bank unterstützten Veranstaltungen, wurden laufend der Situation angepasst. Die Erfahrungen aus dem Jahr 2020 erlaubten es uns, schnell auf vorgeschriebene Veränderungen zu reagieren, insbesondere in Bezug auf die Reorganisation von Tätigkeiten und alternierenden Teams im Homeoffice.

Aussichten
Die Pandemie im Zusammenhang mit dem COVID-19-Virus wird die Wirtschaft und bestimmte Branchen weiterhin fordern. Die ungewisse Entwicklung der Gesundheitskrise und ihre Auswirkungen kann die Ergebnisse möglicherweise beeinträchtigen. Die FKB stellt unverändert die nachhaltige Wertschöpfung und nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung in den Vordergrund. Die unterstützenden Massnahmen zur Bewältigung der Auswirkungen aus der COVID-19-Krise werden auch in diesem Jahr fortgeführt. Wir werden weiterhin in innovative Projekte, in die weitere Digitalisierung der Abläufe investieren und die Modernisierung der Niederlassungen fortsetzen.

Anlässlich seiner letzten Sitzung hat der Verwaltungsrat die vorliegende Jahresrechnung genehmigt. Er schlägt für das Geschäftsjahr 2021 folgende Gewinnverwendung vor:

  • Jahresgewinn CHF 135'088'782
  • Gewinnvortrag CHF 415’083
  • Bilanzgewinn CHF 135'503'865
     
  • Gewinnverwendung
  • Abgeltung der Staatsgarantie CHF 44'000’000
  • Verzinsung des Dotationskapitals CHF 11'000'000
  • Zuweisung an die allgemeine gesetzliche Reserve CHF 80'000’000
  • Gewinnvortrag CHF 503’865

Die Bank bedankt sich bei allen ihren Kundinnen und Kunden für die Treue und das Vertrauen sowie bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit, die sie geleistet haben.

Kontakt

  • Für die Zustellung von Fragen : medias@bcf.ch
  • Für die Strategie und Governance : Herr Albert Michel, Präsident des Verwaltungsrates, 026 350 71 62
  • Für die operative Führung: Herr Daniel Wenger, Präsident der Generaldirektion, 026 350 71 02

Freiburg, 10.02.2022