Westschweizer Handel: Herausforderung Onlinekäufe

Der Wandel im Detailhandel macht den Westschweizer Kantonen in unterschiedlichem Masse zu schaffen. Unter dem Einfluss von E-Commerce, Einkaufstourismus und rückläufigen Preisen im Non-Food-Bereich gingen die Umsatzzahlen in der Westschweiz zwischen 2008 und 2018 um insgesamt 7.7% zurück. Die Kantone Freiburg (-1.5%), Genf (-3%) und Wallis (-5.3%) kommen dabei noch recht glimpflich davon. Der Jura (-9.1%), Neuenburg (-14.0%) und die Waadt (-12.1%) litten hingegen stärker unter diesen Faktoren; dies belegt die heute veröffentlichte 12. Studie zum Westschweizer BIP.

8. Mai 2019 – Bei der Entwicklung im Detailhandel spielt neben strukturellen Ursachen auch die Demografie eine Schlüsselrolle. Dies zeigt die Studie, die von den sechs Westschweizer Kantonalbanken gemeinsam mit dem CREA-Institut und dem Forum des 100 der Tageszeitung Le Temps veröffentlicht wird: So kommt dem Handel in den Kantonen Freiburg und Wallis der Bevölkerungszuwachs zugute. Dahingegen bekommen der Jura und Neuenburg ihr niedrigeres demografisches Wachstum zu spüren. In Genf profitiert der Handel sowohl von der Rolle des Stadtkantons als regionales Zentrum als auch vom Konsum der Grenzgänger und Pendler. Was die Waadt angeht, so ging dem in den letzten zehn Jahren beobachteten Rückgang der Detailhan-delsumsätze in den zehn Jahren zuvor ein starker Anstieg voraus.