Westschweizer Bruttoinlandprodukt 2026
26.10.2026
Die von den sechs Westschweizer Kantonalbanken veröffentlichte Studie zum BIP der Westschweiz analysiert die Stärken und Herausforderungen der regionalen Wirtschaft.
Im Jahr 2026 dürfte das Wachstum in der Westschweiz 1,9 % erreichen, gegenüber 2,2 % im Jahr 2025.
Innovation, der Zugang zu internationalen Märkten und die solide Binnennachfrage stellen wichtige Stärken dar.
Geopolitische Spannungen und Protektionismus verschärfen die Herausforderungen für die wirtschaftliche Sicherheit.
Trotz eines internationalen Umfelds, das von geopolitischen Spannungen und Handelsunsicherheiten geprägt ist, zeigt sich die Wirtschaft der Romandie widerstandsfähig. Gemäss der jüngsten Studie zum Bruttoinlandprodukt (BIP) der Westschweiz, die am 26. Oktober 2026 von den sechs Westschweizer Kantonalbanken in Zusammenarbeit mit dem «Forum des 100» veröffentlicht wurde, dürfte das Wachstum 2026 bei 1,9 % liegen, bevor es sich 2027 auf 1,5 % verlangsamt.
Eine offene Wirtschaft – zwischen Chancen und Anfälligkeiten
Der Wohlstand der Westschweiz beruht weitgehend auf ihrer Innovationskraft, ihren Exporten mit hoher Wertschöpfung und ihrer Offenheit gegenüber den internationalen Märkten. Diese Abhängigkeit vom Aussenhandel stellt jedoch einen Schwachpunkt dar angesichts geopolitischer Spannungen, Protektionismus und globaler Konjunkturschwankungen.
Vor diesem Hintergrund wird die wirtschaftliche Sicherheit zu einem zentralen Thema. Die Studie hebt mehrere entscheidende Faktoren hervor, die für die Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit der Region wichtig sind: den Marktzugang, die Beherrschung von Technologien, die Qualität der Rahmenbedingungen und die Robustheit des Binnenmarktes.
Innovation und Binnennachfrage als Triebkräfte der Widerstandsfähigkeit
Die Westschweiz kann auf leistungsstarke Innovationszentren, anerkannte Hochschulen und eine vielfältige Wirtschaftsstruktur zählen. Ihre politische Stabilität, ihre Rechtssicherheit und die Qualität ihrer Infrastrukturen stellen ebenfalls wichtige Vorteile dar.
Gleichzeitig spielt die Binnennachfrage eine wesentliche stabilisierende Rolle: Die konjunkturempfindlichen oder wenig konjunkturempfindlichen Branchen machen 47 % des BIP der Romandie und 56 % der Arbeitsplätze aus.
Eine Referenzstudie zum Verständnis der Wirtschaft der Romandie
Seit 2008 veröffentlichen die sechs Westschweizer Kantonalbanken, darunter die Freiburger Kantonalbank (FKB), jährlich in Zusammenarbeit mit dem «Forum des 100» der Tageszeitung Le Temps eine Analyse des BIP der Westschweiz. Diese vom Institut Quantitas der HES-SO durchgeführte Studie gibt Aufschluss über die Entwicklung der regionalen Wirtschaft und ihre Perspektiven.
Brauchen Sie Hilfe?
Wir sind für Sie da.
Postfach
1701 Freiburg
Swift / BIC BEFRCH22
MWST CHE-108.954.576
