Der Swiss Market Index (SMI) wagte sich am Mittwoch auf einem kurzzeitigen Ausflug auf knapp über 10'900 Punkten und damit auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Das Allzeithoch bei 11'270 Zählern vom vergangenen Februar, als Corona noch kein grosses Thema war, ist damit noch rund 400 Punkte entfernt. Ein Angriff auf dieses Rekordhoch sei nur mehr eine Frage der Zeit, heisst es am Markt.

Nach diesem zuletzt guten Lauf habe die Neigung zu Gewinnmitnahmen zugenommen. Händler sprachen in diesem Zusammenhang von einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Anleger sorgen sich um die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen, die vielerorts mit Verschärfungen der Pandemie-Massnahmen bekämpft werden. Demgegenüber stützt der Beginn der Impfkampagnen gegen Covid-19 die Märkte und sorgt für eine zuversichtliche Stimmung.

In den USA hat am Donnerstag der künftige US-Präsident Joe Biden ein 1.9 Billionen US-Dollar schweres Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Krise präsentiert. Die Pläne für dieses neue Konjunkturpaket brachten jedoch keine grossen Überraschungen mit sich, so dass die Börsen dadurch keine grösseren Kursausschläge verzeichneten. Neue Impulse dürften in den nächsten Tagen von der Berichtssaison herkommen, die in den kommenden Handelswochen auch hierzulande an Fahrt aufnehmen wird.

Der SMI beendet die Woche mit einem Plus von 0.7 Prozent und schliesst bei 10'877.06 Punkten.

Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

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