Die Wirtschaft in der Eurozone verzeichnet im April trotz anhaltender Restriktionen ein beschleunigtes Wachstum. Darauf deutet der Einkaufsmanagerindex (PMI) hin. Ausschlag-gebend für die bemerkenswerte Wirtschaftsdynamik war einerseits das hohe Produktionswachstum, anderseits überraschte auch der Dienstleistungssektor positiv. Das zunehmende Impftempo sorgt offensichtlich für Hoffnungen auf ein Ende der Gesundheitskrise. Belastend wirken jedoch anhaltende Lieferengpässe, besonders in der Industrie, sowie steigende Einkaufskosten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Zentralbank (Fed) wollen weiterhin ihre expansive Geldpolitik beibehalten. «Wir haben immer noch einen langen Weg vor uns, bis wir die Pandemie überwunden haben, und die Erholung nachhaltig und kräftig ist», machte EZB-Präsidentin Christine Lagarde klar. In Amerika werden die jüngsten wirtschaftlichen Fortschritte wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Am Schweizer Markt standen die Quartalszahlen der Unternehmungen im Fokus. Das Ergebnis des Pharmakonzerns Novartis im ersten Quartal fiel im Rahmen der Erwartungen aus. Die UBS hat trotz Hedge-Fund Archegos (Verlust von 774 Mio.) die Erwartungen übertroffen. Der Technologiekonzern ABB hat sich im ersten Quartal deutlich gesteigert. Swisscom präsentiert ein sehr starkes operatives Resultat und erhöht den Ausblick für das Jahr 2021. Swiss Re hat die Erwartungen der Analysten weit übertroffen.

Der SMI beendet die Handelswoche bei 11‘022.34 Punkten oder Minus 1.59%.

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