Die Tendenz des Schweizer Aktienmarktes war in den Vorwochen immer häufiger abwärtsgerichtet. Diesem Trend blieb der Swiss Market Index (SMI) auch in der letzten Handelswoche des dritten Quartals treu. Die starke Entwicklung in den vergangenen Monaten mache den Markt anfällig für Korrekturen, weshalb Rücksetzer nicht unerwartet auftreten, meinen Analysten. Diese dürften dann aber auch die Grundlage für eine «Jahresendrallye» bieten.

Die Investoren werden wohl auch in naher Zukunft genügend Gesprächsstoff haben. Sorgen um eine anziehende Inflation, teilweise enttäuscht aufgenommene Wirtschaftsdaten sowie steigende Energiepreise halten die Marktvolatilität hoch.

Gleichzeitig hat auch der US-Schuldenstreit für eine erhöhte Nervosität gesorgt. Kurz vor Fristablauf hat sich der Kongress in Washington auf einen Übergangshaushalt geeinigt und damit der drohende Shutdown der Regierungsgeschäfte in den USA abgewendet. Das eigentliche Problem der Schuldenobergrenze und des laut Finanzministerin Janet Yellen drohenden Zahlungsausfalls bleibt jedoch vorerst bestehen.

Der SMI geht mit einem Minus von 2.05 Prozent bei 11'575.37 Punkten aus dem Handel und beendet damit die fünfte Woche in Folge mit einer Negativperformance. So mässig diese Bilanz zunächst auch klingt. Seit Jahresbeginn steht für den SMI immer noch ein Plus von 8.15 Prozent zu Buche.

Fabienne Zurkinden, Vermögensberaterin

Stock exchange commentary logo